Fachbeiträge

Ausgabe 7 / 2018
FachbeitragWeiterbildung

Herausforderungen für die Fortbildung in einer virtuellen Welt

von Tanja Levine

In der Industrie 4.0 verschwimmen die Grenzen von Ländern und Kontinenten immer mehr, aber auch zwischen der physischen Präsenz im Job und dem digitalen Auftritt im Netz. Führende Unternehmen rollen ihre Mitarbeiterplattformen global aus; wichtige Strategieentscheidungen werden in Videokonferenzen über das Internet gefällt; Kunden erwarten von Unternehmen eine User Experience, die analog und digital reibungslos miteinander verbindet; Management- und Change-Prozesse müssen in kürzester Zeit auch Mitarbeiter in entfernten Regionen der Welt erreichen. Angesichts dieser Herausforderungen stellt sich die Frage, wie bereits im Ansatz digitale Ressourcen bequem genutzt und zum Key-Element der Strategie des eigenen Unternehmens gemacht werden können. 


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Inhaltsübersicht:

In der Industrie 4.0 verschwimmen die Grenzen von Ländern und Kontinenten immer mehr, aber auch zwischen der physischen Präsenz im Job und dem digitalen Auftritt im Netz. Führende Unternehmen rollen ihre Mitarbeiterplattformen global aus; wichtige Strategieentscheidungen werden in Videokonferenzen über das Internet gefällt; Kunden erwarten von Unternehmen eine User Experience, die analog und digital reibungslos miteinander verbindet; Management- und Change-Prozesse müssen in kürzester Zeit auch Mitarbeiter in entfernten Regionen der Welt erreichen. Angesichts dieser Herausforderungen stellt sich die Frage, wie bereits im Ansatz digitale Ressourcen bequem genutzt und zum Key-Element der Strategie des eigenen Unternehmens gemacht werden können.

Die heutige Welt ist in stetigem, disruptivem Wandel und zunehmend von einer globalen Sichtweise auf Management und Leadership geprägt. Mit weltweit vernetzten, international denkenden Teams muss dem auch durch den Einsatz von Online-Plattformen Rechnung getragen werden.

Globaler Wandel – Gefahr oder Chance?

Disruption und Wandel sind allgegenwärtig und werden gar von manchen als Bedrohung vorhandener Strukturen und Denkweisen gesehen. Dabei muss aber auch erkannt werden, welche neuen Möglichkeiten sich durch diese Entwicklung ergeben: Denn schon immer steckte im Wandel auch der Keim zu Innovation und Fortschritt. Richtungsweisende Führungskräfte nutzen schon jetzt diese Inspiration, um Wachstum voranzutreiben. Global aufgestellt zu sein bedeutet eben nicht nur, Tochtergesellschaften über den Globus verteilt zu besitzen, sondern auch, die eigenen Mitarbeiter weltweit fortzubilden und auf kommende Herausforderungen rechtzeitig vorzubereiten. Dazu kann der digitale und technologische Fortschritt genutzt werden – die vierte industrielle Revolution hat damit gerade erst begonnen: Vorausschauend handelnde Business Leader sollten alle Arbeitsprozesse den veränderten Bedingungen anpassen: der Umgang mit Kunden, Online-Shops, die Entwicklung und Herstellung von Produkten – all das fordert von ihnen eine individuelle Vorgehensweise.

Der Abstand zwischen traditionellen Unternehmen mit traditionellen Arbeitsweisen und dem digitalem Arbeiten sowie Online-Business wird sich weiter vergrößern, wenn nicht in der Führungsebene frühzeitig gegengesteuert wird. Um diese Notwendigkeit zu erkennen, müssen Führungskräfte aber entsprechend ausgebildet und geschult sein. Es mag so erscheinen, dass Internetfirmen über spezielles Wissen verfügen, das nur ihnen zugänglich ist, doch dieser Eindruck trügt. Auch sie können nicht genau wissen, was die Zukunft bringt, aber mit der richtigen Einstellung, global, offen und innovativ zu denken, kann auch ein klassisches Geschäftsmodell auf einen zukunftsfähigen Weg gebracht werden. Der Wandel selbst ist nicht aufzuhalten, also ist es unerlässlich, sein Potenzial zu erkennen und sich zunutze zu machen.

Welche Faktoren werden das Arbeiten in der Zukunft prägen?

Jedes Unternehmen und jeder Business Leader wird in der Zukunft mit der zunehmenden Datenflut umgehen müssen. Die Verwaltung und Verarbeitung von Daten, auch im Zeichen der europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), ist eine Herausforderung, der sich verantwortungsvolle Unternehmen nicht entziehen können. Zum anderen eröffnet Big Data bisher ungeahnte Möglichkeiten, die Bedürfnisse und Vorlieben der eigenen Kunden, deren Customer Journey, besser zu verstehen und entsprechend handeln zu können – richtig gehandhabt ist das ein eindeutiger Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz.

Das Internet of Things durchdringt mittlerweile alle Lebensbereiche und macht es so möglich, nahezu ungehindert Daten auszutauschen und Geräte zu vernetzen. Um hier die richtige Strategie zu wählen, die Möglichkeiten zu nutzen und dennoch die Privatsphäre zu wahren, muss das Management eines Unternehmens dementsprechend bewusst handeln und für die weitere Entwicklung des Unternehmens auch schon in seiner Personalpolitik und den Human Resources Weitblick besitzen.

Die immer stärkere Unterstützung der Verbraucher durch Bots und andere künstliche Intelligenz kann dabei helfen, zum Lösen von Problemen beizutragen; und richtig genutzt kann Spracherkennung in ihrer Mobilität eingeschränkten Personen ein Stück Lebensqualität zurückgeben. Um auch hier Vorteile, ebenso wie Risiken im entsprechenden Maßstab einschätzen zu können sowie das meiste aus dieser Technologie herauszuholen, wird von echten Führungskräften zu Recht die entsprechende Kompetenz erwartet.

Ein Aspekt, der bislang für die Zukunft noch zu wenig berücksichtigt wird, ist die Blockchain. Vielen bis jetzt nur im Zusammenhang mit Kryptowährungen bekannt, wird die Technologie dahinter, die Verifizierbarkeit von Transaktionen, eine immer größere Rolle in der digitalen Welt spielen. Unternehmen, die als Global Player angesehen werden wollen, dürfen diesen kommenden Trend nicht verschlafen und müssen frühzeitig ihre Führungsebene schulen, damit die gesamte Unternehmenskultur davon profitiert.

Was bedeutet das für mich und mein Unternehmen?

Um das eigene Unternehmen erfolgreich durch die digitale Disruption zu steuern, ist es erforderlich, dass das Change Management von der obersten Führungsebene ausgeht und dadurch im gesamten Unternehmen vermittelt und gelebt wird. Durch entsprechende Schulungen können Senior Business Leaders ihren Führungsstil so anpassen, dass sie ihren Einfluss durch bewusste Entscheidungen glaubwürdig und überzeugend vermitteln, um den Change durchdringen und lenken zu können. Agilität und Flexibilität sind Qualitäten, die in der Unternehmenskultur ausgebildet werden müssen, um auch alle anderen Führungsebenen und Mitarbeiter auf den Weg mitzunehmen. Die daraus resultierende effektivere Kommunikation, die dazu noch im Krisenmanagement hilfreich sein kann, macht sich dann auch in einem verbesserten Prozessmanagement bemerkbar.

Im mittleren Management sollten Soft Skills wie Kundenorientierung, die Fähigkeit zur Umsetzung von langfristigen Strategien und der erforderliche Geschäftssinn gestärkt werden. Manager dieser Ebene vermitteln diese Werte an ihre Teams weiter und tragen so dazu bei, diese zu motivieren und entsprechend ihren Aufgaben zu führen. Außerdem setzen sie ihre Teams so zusammen, dass diese eine positive Dynamik entwickeln und Konflikte im Ansatz entschärft werden können. Dabei auch unter Druck Resilienz auszubilden und die richtigen Entscheidungen zu treffen, bringt diese Manager und so das gesamte Unternehmen voran.

Wie können virtuelle Fortbildungen dabei helfen?

Um sich den hier vorgestellten Herausforderungen stellen zu können, sind geeignete Fortbildungen und Schulungen unerlässlich. Bei diesen wird zunächst ermittelt, welcher Bedarf im jeweiligen Unternehmen besteht und dementsprechend werden auf die einzelnen Teilnehmer persönlich zugeschnittene Programme ausgewählt. Ständiges Mentoring und Coaching, möglichst in Einzelgesprächen, sind Voraussetzungen für den Erfolg der Module.

Zusätzliche Webinare, Online-Ressourcen und virtuelle Sitzungen mit dem Betreuer erleichtern den Teilnehmern eigenständiges Arbeiten und Feedback deutlich. Viele Unternehmen besitzen ohnehin schon Teams aus Mitarbeitern, die über Kontinente verteilt agieren. Es zeigt sich, dass virtuelles Lernen in vielen Fällen mit der Präsenz vor Ort gleichgesetzt werden kann; Business Leader sind so nicht dem Unternehmen entzogen, wie dies bei externen Fortbildungen der Fall wäre. Diese Herangehensweise kommt gerade Organisationen entgegen, die bereits die Vorteile virtuellen Arbeitens entdeckt haben und sie zu schätzen wissen. Manager finden so eine flexible Onlineumgebung vor, die es ihnen ermöglicht, sich überall, jederzeit und im eigenen Tempo in die genau für sie relevanten Themen einzuarbeiten. Dadurch können sie dies ebenfalls mit ihren anderweitigen Verpflichtungen besser in Einklang bringen. Virtuelle Fortbildungen stellen somit ein enormes Potenzial dar, das nicht unterschätzt werden sollte.

Die globale Disruption stellt jeden von uns vor immer neue Herausforderungen. Weltweite Präsenz und internationales Denken sind Eigenschaften, die Senior Business Leader auszeichnen müssen. Virtuelle Fortbildungen arbeiten hier über Kontinente hinweg und führen Entscheider global zusammen.

 

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