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5/2025
Editorial Editorial

Assistent oder Autopilot? Was KI wirklich leisten kann!

von Nicole Lehnert

Künstliche Intelligenz hat in den vergangenen Monaten endgültig ihren Platz in unserem Arbeitsalltag eingenommen: 69 Prozent der Wissensarbeiter in Deutschland nutzen KI bereits regelmäßig, oft täglich. Das zeigt eine aktuelle Microsoft-Studie, durchgeführt in Zusammenarbeit mit LinkedIn. Demnach schreiben Wissensarbeiter insbesondere E-Mails mit ChatGPT, übersetzen mit DeepL, automatisieren Mitschriften oder erstellen Lernmaterialien mit Hilfe von KI-Unterstützung.

Künstliche Intelligenz hat in den vergangenen Monaten endgültig ihren Platz in unserem Arbeitsalltag eingenommen: 69 Prozent der Wissensarbeiter in Deutschland nutzen KI bereits regelmäßig, oft täglich. Das zeigt eine aktuelle Microsoft-Studie, durchgeführt in Zusammenarbeit mit LinkedIn. Demnach schreiben Wissensarbeiter insbesondere E-Mails mit ChatGPT, übersetzen mit DeepL, automatisieren Mitschriften oder erstellen Lernmaterialien mit Hilfe von KI-Unterstützung.

Doch je selbstverständlicher die Nutzung wird, desto drängender stellt sich die Frage: Wie gelingt der KI-Einsatz - insbesondere im Wissensmanagement - produktiv, sicher und strategisch? Und damit jenseits von bloßen Experimenten und Spielereien?

Denn Wissen ist mehr als Information. Es ist Kontext, Erfahrung, Bedeutung. Und genau hier liegt die Herausforderung für KI-Systeme: Während viele Tools glänzen, wenn es um Strukturierung, Verteilung oder sprachliche Aufbereitung von Inhalten geht, stoßen sie an ihre Grenzen, sobald es um Nuancierung, Priorisierung oder unternehmensspezifisches Erfahrungswissen geht.

In der aktuellen Ausgabe von "wissensmanagement - Das Magazin für Digitalisierung, Vernetzung & Collaboration" zeigen wir daher ab Seite 28, wie "stille Wissensarbeiter" - also KI-Systeme, die im Hintergrund mitdenken - bereits heute dazu beitragen können, Meetings automatisch zu protokollieren, Expert Debriefings zu strukturieren oder komplexe Wissensbestände durchsuchbar zu machen. Gleichzeitig beleuchten wir, welche menschlichen Rollen im KI-gestützten Wissensmanagement immer wichtiger werden - insbesondere als kuratierende, steuernde und verantwortliche Instanz. Und wir werfen einen Blick auf Agentic AI, die Prozesse automatisiert, Entscheidungen vorbereitet oder Trainingsinhalte generiert. Damit verbunden sind aber immer auch essenzielle Fragen danach, welche Risiken mit der KI-Nutzung einhergehen und welche Leitplanken Unternehmen brauchen, um erfolgreich zwischen Potenzial und Verantwortung zu navigieren.

Doch nicht alles ist KI! Auch außerhalb des Schwerpunktthemas finden Sie in dieser Ausgabe wertvolle Impulse - etwa zu organisationalem Lernen, Prozessoptimierung oder Methoden zur strukturierten Wissenssicherung. Denn KI wird nie Ersatz, sondern immer eine Erweiterung der bestehenden Tools und Methoden im Wissensmanagement sein.

Ich wünsche Ihnen eine wissensintensive Lektüre.

Ihre Nicole Lehnert
- Chefredakteurin -


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