Artikel-Archiv

wissensmanagement Heft 7 / 2016

Titelthema

Die „neue“ ISO 9001 – Status Quo

Es ist ziemlich genau ein Jahr her, dass die ISO 9001:2015 in Kraft getreten ist. Seither ist der bewusste und nachhaltige Umgang mit der Ressource Wissen ein der Voraussetzungen für die ISO-Zertifizierung. Wissensmanagement ist seither nicht mehr die Kür in den Unternehmen, sondern Pflicht! Noch gilt jedoch eine Übergangsfrist. Doch um sich auf die nächste Zertifizierung vorzubereiten, müssen die Verantwortlichen schon jetzt aktiv werden. Allerdings lässt die Neuauflage der Qualitätsmanagement-Norm bei der Umsetzung viel Interpretationsspielraum. Wie gehen Unternehmen dieses Thema an? Und wo bestehen noch Unklarheiten? Antworten erhalten Sie in der aktuellen Ausgabe von „wissensmanagement – Das Magazin für Führungskräfte“.

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Editorial

Die neue ISO 9001: Best Practices dringend gesucht!

von Oliver Lehnert

Der Faktor Wissen hat sich in den Unternehmen längst zum strategischen Wettbewerbsfaktor entwickelt. Der Bedeutung ihres immateriellen Kapitals ist sich die Wirtschaft also durchaus bewusst. Und dennoch machen althergebrachte Ordnerstrukturen, verteilte Ablagesysteme und die stetig wachsende Informationsflut ein gezieltes Management der so wichtigen Ressource Wissen oft schwer. An dieser Stelle kann man natürlich die Frage aufwerfen, ob sich Wissen überhaupt managen lässt. Schon Peter Drucker betonte, dass das im Grunde nicht möglich sei – denn das Wissen sitze zwischen zwei Ohren, sprich: in den Köpfen der Mitarbeiter und ist somit an Personen gebunden. Doch im Zuge ihrer Revision fordert die – nicht mehr ganz – neue ISO 9001: ein Management von Wissen. Fordert die Qualitätsmanagement-Norm das Unmögliche?

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Praxis Wissensmanagement

Wissenstransfer

Wissenssicherung bei BASF: Wie der Chemiekonzern den demografischen Wandel meistert

von René Stautmeister, Jutta Hattendorff, Sven Wuscher

Die bewusste Einbindung von erfolgskritischen Wissensanteilen in Einarbeitungs- und Wissenstransferprozesse ist ein wichtiger Schritt zur Wissenssicherung, vor allem im Hinblick auf den demografischen Wandel. Das Chemieunternehmen BASF hat dafür eigens ein Projekt in der Produktion aufgesetzt. Der Konzern entwickelte dafür ein pragmatisches Verfahren, mit dem sich kritische Wissensträger identifizieren und strukturiert interviewen lassen. Basierend auf dem Leitfaden „Wissen erfolgreich bewahren“ wurde ein an die Bedürfnisse der BASF spezifisch angepasster Fragenkatalog ausgearbeitet. Dieser ermöglicht es, erfolgskritische Wissensbestandteile bei zentralen Wissensträgern mit relativ geringem Aufwand zu erfassen und für eine strukturierte Übergabe an weitere Personen oder die Betriebsdokumentation zu überführen.

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Teamarbeit

Wissensmanagement in transdisziplinären Projekten

von Susann Görlinger

Transdisziplinarität ist wichtig, um komplexe und gesellschaftlich relevante Probleme mit verschiedenen Stakeholdern anzugehen, stellt jedoch für das Wissensmanagement in Projekten eine zusätzliche Herausforderung dar. Dieser Artikel zeigt am Fallbeispiel von Wissensmanagement an der Schnittstelle zweier EU-geförderter Projekte, die Marktbarrieren von klimafreundlichen Gebäudetechnologien untersuchten, mögliche Erfolgsfaktoren und Probleme.

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Best Practice

Wissensmanagement bei INFOMOTION: Von der Neugier zur Nutzenorientierung

von Lisa Grefe

INFOMOTION ist ein IT-Beratungsunternehmen. Um dem Anspruch der Wissensführerschaft im Bereich BI gerecht zu werden, etablierte die Firma bereits bei ihrer Gründung ein systematisches Wissensmanagement. Dieses wurde ab 2010 Schritt für Schritt optimiert und am Baustein-Modell nach Probst ausgerichtet. Für jeden Baustein identifizierten die Verantwortlichen geeignete Wissensmanagement-Werkzeuge bzw. entwickelten diese und führten sie ein. Auf dieser Basis entstand 2012 das INFOMOTION-Wissenshaus. Mit einem effektiven Wissensmanagement möchte INFOMOTION aktuelle Trends erkennen, wirkungsvolle Methoden definieren, um das eigene Geschäft voran zu treiben, und den Austausch sowie das Lernen aus Erfahrungen fördern. Eine besondere Herausforderung stellt das kontinuierliche Wachstum des Unternehmens dar: von 12 Mitarbeitern an einem Standort bei der Gründung 2004 auf 220 Mitarbeiter an acht Standorten im Jahr 2015. Auch dieser dynamische Prozess sollte durch Wissensmanagement begleitet und unterstützt werden.

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Innovationsmanagement

Bei KSM ist Wissensmanagement Teil der Innovationsarbeit

von Christian Keller

Die KSM Castings Group, 2005 hervorgegangen aus der ThyssenKrupp Fahrzeugguss GmbH, ist Entwicklungspartner und Produzent von Leichtmetallgussprodukten für die Automobilindustrie. Mit knapp 3000 Mitarbeitern weltweit (2015) fertigen sie Gussteile aus Aluminium und Magnesium. Einer der wichtigsten Ansprüche von KSM ist die Erhaltung und der Ausbau der Technologieführerschaft. Hierzu ist ein Innovationsmanagement, das alle Werke und Abteilungen umfasst und damit eines großen Aufwands an Koordination und Kommunikation bedarf, absolut notwendig. Vor diesem Hintergrund hat KSM ein Wissensmanagement-Konzept entwickelt, das allen Anforderungen gerecht wird und dabei bestehende Strukturen mit neuen Ideen kombiniert, um maximale Akzeptanz zu erreichen. Die Unternehmenskultur fördert und fordert eine starke Verzahnung der einzelnen Bereiche. Dabei wird auf bestehendes und entstehendes Know-how von Kunden, Lieferanten und Partnern zurückgegriffen, um die Zeiten von der Idee zur Umsetzung zu minimieren.

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Titelthema

Qualitätsmanagement

Wissensmanagement als Qualitätsinstrument

von Agathe Brecht

Der Begriff „Wissensmanagement“ fällt in der revidierten Qualitätsmanagement-Norm ISO 9001:2015 nicht explizit. Auch wird eine Einführung von Wissensmanagement als eigenständige Disziplin nicht ausdrücklich verlangt. Trotzdem beinhalten die Anforderungen der ISO 9001:2015 einen Großteil der klassischen Elemente, die ein umfassendes Wissensmanagement ausmachen: Unternehmen sind angehalten, Wissen zu identifizieren, zu bewahren, zugänglich zu machen und sich neues Wissen anzueignen. Welche Instrumente dafür eingesetzt werden, ist den Unternehmen freigestellt und soll sich an deren individuellen Gegebenheiten orientieren. Es gilt jedoch: Der Umgang mit Wissen ist nicht nur punktuell gefordert. Organisationen müssen im Management von ihrem Wissen fähig sein, kontinuierlich auf Veränderungen und Trends zu reagieren.

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Grundlagen & Theorien

Knowledge Scorecard: Wirksamkeitsmessung von Wissensmanagement gemäß ISO 9001:2015

von Gabriele Vollmar

Wissensmanagement in Organisationen steht vor zwei großen Herausforderungen, einer alten und einer neuen: Schon immer hat sich Wissensmanagement schwer damit getan, die Wirksamkeit seiner eigenen Maßnahmen zu messen und nachvollziehbar darzustellen. Hinzu kommt nun, dass durch die Revision der ISO 9001 im Falle eines Zertifizierungsaudits der Nachweis geführt werden muss, dass die Anforderungen der Norm zum Umgang mit Wissen erfüllt werden. Mit einer so genannten Knowledge Scorecard, deren Dimensionen sich an den Anforderungen der Norm orientieren, kann mit nur einem Instrument beides geleistet werden.

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Wissenszuwachs

Vereint: ISO 9001:2015 und die Lernende Organisation

von Simon Dückert

Im Herbst 2015 ist die neue Version des Management-Standards ISO 9001 erschienen. Üblicherweise sind die Änderungen bei jeder zweiten Version umfassender und für die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre gültig. Bei der aktuellen Fassung handelt es sich um eine solche große Änderung. Besonders hervorzuheben sind dabei der Fokus auf „Leadership“ zugunsten der Rolle des Qualitätsmanagement-Beauftragten (QMB), die explizitere Forderung des prozessorientierten Ansatzes, die kontextbedingte Anpassung des Standards an die jeweilige Organisation, die explizite Forderung, den PDCA (plan, do, check, act)-Zyklus auf alle Aktivitäten der Organisation anzuwenden, sowie die Forderung, Wissen systematisch zu managen.

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Dokumentation + Kommunikation

Innovationsmanagement

Innovativer dank mehrstufigem Wissenserwerb

von Oliver Wiesener

Innovationen haben insbesondere dann hohe Wahrscheinlichkeit auf Erfolg, wenn Wissen hinsichtlich Marktbedarf und Technologien vereint wird. Dabei ist Wissen im Business-to-Business-(B-to-B)-Umfeld heterogen über mehrere Marktstufen verteilt, sodass es als komplex angesehen werden kann, diese zwei Wissensrichtungen zusammenzuführen. Der Mehrstufige Wissenserwerb (MEWI) bietet hierzu eine Vorgehensweise, Wissen von unterschiedlichen Marktstufen zu erwerben, in den Innovationsprozess zu integrieren und somit den Innovationserfolg zu begünstigen.

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Prozessmanagement

Toyota Kata: Wissen schaffen, Kompetenz entfalten

von Sophie Gulich

Die Wissensumwelt von Unternehmen wird immer dynamischer und ihre Produkte, Dienstleistungen und Prozesse stets wissensintensiver. Wissen stellt die wertvollste und mächtigste Ressource im Unternehmen dar und entscheidet immer mehr über die Wettbewerbsfähigkeit. Die Externalisierung, Artikulation und effiziente Nutzung von Wissen in Unternehmen gestaltet sich jedoch meist schwieriger als erwartet. Der Mitarbeiter und sein Wissen stehen dabei im Mittelpunkt. Letztendlich sind sie es, die täglich am Prozess arbeiten, Probleme erkennen und lösen. Wie kann eine effiziente Nutzung von Wissen im Unternehmen gelingen?

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Dokumentenmanagement

Digitalisierung beginnt beim Dokumentenmanagement

von Matthias Kunisch

Die Vorteile der Digitalisierung liegen für viele Unternehmen inzwischen auf der Hand: effizientere Abläufe, zentraler Zugriff auf Dokumente und Informationen sowie automatisierte Workflows führen zu einem effektiveren Arbeiten. Statt zu viel Zeit für Routineaufgaben aufzuwenden, können Mitarbeiter sich ihren wertschöpfenden Kernkompetenzen zuwenden. Über eine ausgefeilte Digitalisierungsstrategie verfügen jedoch die wenigsten Unternehmen. Vor allem Mittelständler stellen sich häufig die Frage: Wo und vor allem wie soll die Digitalisierung in meinem Unternehmen beginnen? Statt direkt umfassende Projekte anzugehen, lohnt es sich oft, den Blick zunächst auf den kleinsten Baustein der Unternehmensprozesse zu richten: das Dokument.

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Human Resources

Leadership 2.0

Automatisierung 2.0, kognitive Technologien, Kollaboration: Der Werkzeugkasten für Digital Leader

von Thomas Zeizel

Digital Leader sind eine neue Generation von Führungskräften, auf denen hohe Erwartungen ruhen. Sie müssen die digitale Transformation in ihrem Unternehmen begleiten und den sich ständig verändernden Markt und die Geschäftsprozesse im Auge behalten. Ein ganz besonders wichtiger Punkt ist der menschliche Faktor: Gemeinsames Arbeiten an Projekten erfordert Kollaboration und geteiltes Wissen, oft über viele Standort hinweg. Eine dezidierte „Digital-First“-Denkweise ist hier vonnöten. Gerade in diesem Punkt gibt es allerdings noch Nachholbedarf.

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Kommunikation

Mitarbeiter der Generationen Y und Z führen

von Sabine Machwürth

Wie ticken unsere jungen Mitarbeiter? Mit dieser Frage muss sich jedes Unternehmen befassen, das eine vorausschauende Personalarbeit betreibt – auch wenn die Frage schwierig zu beantworten ist. Denn sowohl für die Mitarbeiter von heute als auch von morgen gilt: Sie sind eigenständige Persönlichkeiten. Also sind auch ihre Einstellungen und Verhaltensmuster individuell verschieden.

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Organisationskultur

Das Tabu des Scheiterns brechen

von Dr. Georg Kraus

Wer in unserer Gesellschaft als Unternehmer scheitert, wird schnell als „Loser“ abgestempelt. Ähnlich verhält es sich in vielen Unternehmen: Wer dort zum Beispiel ein Projekt gegen die Wand fährt, muss mit einem Karriere-Knick oder gar -Aus rechnen. Deshalb fällt es vielen Menschen schwer, sich und anderen einzugestehen: Ich bin oder war auf dem falschen Weg. Doch dadurch berauben wir uns nicht nur vieler Lernchancen.

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Unternehmenssteuerung

BGM als Säule einer nachhaltigen Unternehmensführung

von Jost Sagasser

Die meisten Unternehmen haben inzwischen erkannt, dass ihre Mitarbeiter als Träger von Wissen und Kompetenz bzw. von Kreativität und Innovationen die wertvollste Ressource für einen nachhaltigen Erfolg darstellen. In unserer modernen Welt mit ihrer steigenden Komplexität, Beschleunigung und den Anforderungen in der Arbeits- und Privatwelt, die sich immer enger miteinander verzahnen, gilt es somit in besonderem Maße, die besten Mitarbeiter zu gewinnen und langfristig an das Unternehmen zu binden. Die Gesundheit, das Wohlfühlen, die damit verbundene Motivation sowie die Leistungs- und Innovationsfähigkeit gewinnen immer mehr an Bedeutung. Das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) entwickelt sich zur tragenden Säule einer nachhaltig erfolgreichen Unternehmensführung.

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IT-Systeme

IT-Tools

SharePoint 2016 als Schlüsseltechnologie für die digitale Transformation?

von Andreas Knauer

Die digitale Transformation betrifft uns alle. Unternehmen müssen sich diversen Herausforderungen stellen, darunter dem Fachkräftemangel, dem demografischen Wandel und sich ändernden geopolitischen Rahmenbedingungen. Treiber der digitalen Transformation sind neue, digitale Technologien wie das Cloud Computing und das mobile Internet auf Smartphones, also Technologien, die den Umgang mit Informationen und Medien für die Menschen grundlegend ändern können. Dass der Trend zur digitalen Transformation anhält, zeigen neue Umfragen aus dem Jahr 2016, bei denen die Befragten als zweitwichtigste Herausforderung, direkt nach der Fachkräftesicherung, die Digitalisierung des Unternehmens angegeben haben. [3] Von dieser Veränderung kann natürlich nicht nur der Endverbraucher profitieren, sondern auch die Wissensarbeiter im Unternehmen partizipieren.

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IT-Sicherheit

Realtime Security: Cyber-Attacken in Echtzeit erkennen

von Thomas Mörwald

„Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen. Wer die Gegenwart nicht versteht, kann die Zukunft nicht gestalten.“ Diese Einsicht gilt auch in der IT-Sicherheit. Verfügt das Unternehmen über ein verlässliches Log-Management, das den Netzwerkverkehr umfassend protokolliert, kann es im Falle einer Anomalie oder eines Cyber-Angriffs die gespeicherten Informationen treffsicher analysieren. Mit dem entsprechenden Know-how werden Schwachstellen identifiziert und Ereignisse forensisch rekonstruiert. Allerdings nimmt dieser Prozess mitunter viel Zeit in Anspruch. Und er stellt keine Hilfe dar im aktuellen Sicherheitsvorfall. Eine effektive IT-Sicherheitsstrategie hingegen beinhaltet auch die verlässliche Detektion von Ereignissen und die Abwehr von akuten Cyber-Attacken – und zwar zeitnah, denn eine effektive Schadensbegrenzung setzt schnelles Handeln voraus.

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Messen

IT & Business präsentiert Unternehmens- IT im Zeichen von Industrie 4.0

von Wolfram Huonker

Die diesjährige IT & Business steht im Zeichen von Industrie 4.0. IT-Anbieter zeigen vom 4. bis 6. Oktober auf dem Stuttgarter Messegelände neue Produkte, mit denen Unternehmen der Eintritt in das neue industrielle Zeitalter erleichtert werden soll. Ergänzend dazu erhalten die Besucher im Rahmen der Open Conference mit über 200 Vorträgen, Präsentationen und Podiumsdiskussionen auf vier Bühnen direkt in der Messehalle weitere Möglichkeiten, sich über aktuelle Entwicklungen und Lösungsansätze zu informieren. Als „Sahnehäubchen“ on top sind Showcases aufgebaut, die die IT begreifbarer machen.

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