Das Jahr 2024 neigt sich dem Ende entgegen. Und damit ist es Zeit zurückzublicken: Was hat das (fast) vergangene Jahr für das Wissensmanagement "gebracht"? Und was wünschen wir uns für die nächsten 12 Monate?
Bildquelle: (C) Mohamed Hassan / Pixabay
2024 war - und ist - das Jahr der Künstlichen Intelligenz. Vor allem der Generativen KI. Und das nicht ohne Grund: Gut zwei Jahre ist es her, dass ChatGPT am Markt auftauchte. Am 30. November 2022 zeigte es sich erstmals der weltweiten Öffentlichkeit - und setzte einen regelrechten KI-Hype in Gang. Als "Dosenöffner der KI-Revolution" bezeichnete mdr Wissen ChatGPT im Gespräch mit Prof. Dr. Wolfgang E. Nagel, Direktor des Zentrums für Informationsdienste und Hochleistungsrechnen (ZIH) der TU Dresden. Und dieser Begriff ist tatsächlich Programm.
Übersetzt in die Stufen des Projektmanagements war 2022 quasi der Startschuss für den Einsatz von Generative KI. 2023 folgte das Jahr der Planung, es ging um das Ausloten von Chancen und Risiken, um dann 2024 mit eigenen Projektvorhaben zu beginnen. Viele Organisationen sind aktuell mittendrin in der Realisierungsphase - und werden damit anderen als Blaupause dienen, als Best und Good Practices, die es nachzuahmen gilt.
Doch trotz allem technologischen Fortschritt hat sich auch im GenKI-Jahr 2024 wieder einmal gezeigt: Der Erfolg von Wissensmanagement-Projekten hängt selbst im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz nach wie vor vom Menschen ab. Wissensmanagement-Vorhaben dürfen also auch künftig nicht am Reißbrett oder allein mit KI-Unterstützung geplant werden, sondern immer unter Einbeziehung der Mitarbeitenden. Nur so werden sie zu begeisterten Mitstreitern, die den Mehrwert von Wissensmanagement erkennen und es tagtäglich mit Leben füllen.
Apropos mit Leben füllen: Für mich persönlich war es auch ein ganz besonderes Wissensmanagement-Jahr. Wir haben im Herbst das 25-jährige Bestehen der Zeitschrift "wissensmanagement" gefeiert und mit den 20. Stuttgarter Wissensmanagement-Tagen im November gleich noch ein zweites Jubiläum begangen. So kann es weitergehen! Ich freue mich darauf, diese Reise im nächsten Jahr mit Ihnen gemeinsam fortzusetzen. Ich freue mich auf einen wissensintensiven Austausch mit Ihnen. Berichten Sie mir jederzeit herzlich gern von Ihren Wissensmanagement-Projekten unter nicole.lehnert@wissensmanagement.net. Jetzt wünsche Ihnen aber zunächst einen erfolgreichen Jahresendspurt. Genießen Sie ein paar ruhige Tage über den Jahreswechsel. Für 2025 wünsche ich Ihnen vor allem Gesundheit und viele wissensintensive Momente.
Künstliche Intelligenz hat der Prozessautomatisierung in den Unternehmen einen enormen Schub verliehen. Indem sie agentenbasierte Planung und Selbstoptimierung von Abläufen ermöglicht, kommen wir dem Ideal des Autonomous Enterprise einen Riesenschritt näher....
Vielen Unternehmen fällt es schwer, die Kontrolle über ihre Daten zu behalten, besonders seit Mitarbeiter vermehrt remote arbeiten und verschiedenste Cloud-Services und KI-Tools nutzen. Data Loss Prevention (DLP) kann den Abfluss sensibler Informationen verhindern, doch die Einführung gilt als komplex und zeitraubend. ...
Während sich Unternehmen intensiv mit KI, Digitalisierung und Fachkräftemangel beschäftigen, bleibt ein entscheidender Risikofaktor oft unbeachtet: das Erfahrungswissen ihrer Mitarbeitenden. In den kommenden zehn Jahren gehen 30 Prozent der heutigen Fachkräfte in Rente. Mit ihnen droht jenes Wissen zu verschwinden, das nicht dokumentiert ist - etwa, wie man im technischen Service eine Fehlersuche effizi...
Bei den Polizeibehörden im Saarland und in Rheinland-Pfalz sorgte eine steigende Zahl an Zuwanderungs- und Asylanträgen in den vergangenen Jahren für eine stark wachsende Nachfrage nach Aufenthaltsgenehmigungen. Die zentrale Herausforderung dabei: Die obligatorische Sicherheitsüberprüfung war vollständig manuell organisiert, mit entsprechend hohem Personalaufwand. Mit einer automatisierten Lösung tra...
Ein neuer Kollege tritt seinen ersten Arbeitstag an. Laptop, Zugänge, erste Aufgaben - alles scheint vorbereitet. Doch als er versucht, sich in die Prozesse einzuarbeiten, beginnt das eigentliche Rätselraten: Wo ist die aktuelle Anleitung? Welche Version gilt? Und woher bekommt er die Hintergrundinformationen, die sein Vorgänger "irgendwo" abgelegt hat? Was folgt, ist ein typisches Ri...
Die Umsetzung neuer Regularien wie DORA, NIS2 oder des EU AI Act stellt Unternehmen vor vielfältige Herausforderungen. Die erforderliche Stärkung der Resilienz betrifft die gesamte IT, auch Datenbanken sind davon betroffen. Ihre Absicherung ist von entscheidender Bedeutung und Automatisierung ist dabei ein wichtiges Hilfsmittel....
In heutigen Märkten ist es entscheidend, Kundenbedürfnisse kontinuierlich zu verstehen, Marktnischen rasch zu erkennen und das Produktportfolio flexibel anzupassen. Co-Creation Workshops erscheinen dabei als vielversprechendes Instrument zur Förderung von Innovationen. Doch reicht das gemeinsame Ideensammeln mit dem Kunden aus? Wie kann man sicherstellen, dass sich der Aufwand für einen Co-Creation...
In der industriellen Produktentwicklung entsteht und zirkuliert ein enormes Maß an Wissen - über Materialien, Baugruppen, Berechnungsverfahren und funktionale Abhängigkeiten zwischen Komponenten. Dieses Wissen bildet den eigentlichen Wertschöpfungskern technischer Entwicklung, bleibt jedoch häufig in fragmentierter Form erhalten: In individuellen Erfahrungsbeständen, in Tabellen, in unstrukturie...
Das Magazin für Digitalisierung, Vernetzung & Collaboration
Cookie Einstellungen
Wir verwenden Cookies, um Ihre Erfahrung zu verbessern. Wählen Sie aus, welche Cookies Sie zulassen möchten. Sie können Ihre Auswahl jederzeit in unserer Datenschutzerklärung ändern.