Geschichten sind mehr als nur eine schöne Verpackung für Inhalte. Sie entscheiden darüber, was wir verstehen, woran wir uns erinnern - und was wir weitererzählen. Gerade im Wissensmanagement wird das oft unterschätzt. Unternehmen investieren in Tools, Prozesse und Strukturen. Doch das strategisch wichtige Erfahrungswissen steckt nach wie vor in den Köpfen der Mitarbeitenden. Und es zirkuliert nicht von selbst. Es wird erst lebendig, wenn Menschen es teilen: in Geschichten. Im Dialog. Im gemeinsamen Verstehen. Diese Ausgabe von "wissensmanagement - Das Magazin für Digitalisierung, Vernetzung & Collaboration" widmet sich deshalb ab Seite 18 der Macht der Geschichten und dem Storytelling sowie Storylistening aus verschiedenen Perspektiven.
Da ist zum einen die persönliche Ebene: Der Beitrag "Peritus sum: Ich bin ein Experte!" zeigt in erzählerischer Form, wie Expertise entsteht.
Eine zweite Perspektive richtet den Blick auf Fehler. Denn ob Organisationen lernen oder in alten Mustern verharren, hängt entscheidend davon ab, ob Fehler verschwiegen - oder weitererzählt werden.
Und schließlich geht es um organisationale Narrative: Warum halten sich manche Geschichten in Unternehmen so hartnäckig, selbst wenn sie längst überholt sind?
Und auch jenseits des Titelthemas zeigt sich, wie sehr unser Wissen und der Umgang damit in Bewegung ist. So wirft Frau Prof. Dr. Swetlana Franken ab Seite 8 die spannende Frage auf, ob generative KI uns zwar effizienter, aber möglicherweise auch dümmer macht. Wir beleuchten zudem, was es braucht, damit KI-Chatbots im Unternehmensalltag tatsächlich akzeptiert werden - und nicht an fehlendem Vertrauen scheitern (Seite 30). Und wir werfen einen pragmatischen Blick auf Cloud-Strategien: Wann ist "Cloud first" sinnvoll und welcher Hyperscaler passt wirklich zum eigenen Bedarf? Die Antwort finden Sie ab Seite 43.
Zu guter Letzt geht es im Interview zur digitalen Souveränität um eine Frage, die viele dieser Themen verbindet: Wie behalten Organisationen die Kontrolle über ihr Wissen - technologisch, aber auch kulturell?
Ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer leisten - ebenso wie jüngere Beschäftigte - einen wichtigen Beitrag zum betrieblichen Erfolg und auch zum Fortschritt in Fragen der Digitalisierung, sowohl in öffentlichen Ämtern als auch in der Privatwirtschaft. Sie haben im Laufe ihres Berufslebens fachliche Erfahrung und Resilienz erworben und nehmen damit im betrieblichen Workflow eine zentrale, mitunt...
Explizites Wissen darüber, weshalb Fehler passieren, wie man sie gut aus der Welt schafft und was man fundiert daraus lernt, ist fundamental. Denn wenn das Umfeld komplex und die Zukunft unvorhersehbar ist, werden Fehlversuche zur Normalität. Um sich eine fehlertolerante Lernkultur zu erschließen, sind Storylistening, Storytelling und eine Erzählwerkstatt erste Wahl...
Übergeordnete Entwicklungen wie demografischer Wandel, Digitalisierung und Globalisierung sowie der damit einhergehende Wertewandel verändern die Organisationsumwelten und damit auch unser Verständnis von (beruflichem) Learning. Diese Veränderungen beeinflussen maßgeblich die Qualität der Bildung, die entscheidend ist, um den Fachkräftebedarf zu sichern und im Arbeitsmarkt konkurrenzfähig zu b...
Generative KI verändert, wie Unternehmen arbeiten - und sie schafft eine neue Anforderung: Wissen muss nicht nur für Menschen, sondern auch für KI-Assistenten und KI-Agenten zuverlässig nutzbar sein. Denn Agenten erledigen Aufgaben nicht „im Chat“, sondern greifen auf Informationen zu, folgen Regeln und Prozessen und liefern Ergebnisse - idealerweise mit Quellen und Nachvollziehbarkeit. Der Alltag z...
Es gibt endlich eine Lösung für den Fachkräftemangel -und sie heißt KI. Dabei geht es nicht darum, neue KI Modelle zu entwickeln, sondern diese passgenau einzusetzen. Moderne GenAI-Modelle erlauben es, wertvolles Mitarbeiter-Wissen auf einfache Art zu konservieren, und das ohne wirklichen Mehraufwand für die Mitarbeitenden. Allerdings hindern Missverständnisse über die Möglichkeiten und die Int...
Immer mehr Unternehmen setzen künstliche Intelligenz ein. Laut einer Umfrage des Digitalverbandes Bitkom nutzt etwa jedes dritte deutsche Unternehmen (36 Prozent) bereits KI-Anwendungen. Zudem plant oder diskutiert fast jeder zweite Betrieb (47 Prozent) den KI-Einsatz. Doch die Nutzung ist derzeit noch sehr punktuell und fällt vor allem in die Bereiche Kundenkontakt (88 Prozent) sowie Marketing und K...
Stellen Sie sich vor, Ihr Unternehmen arbeitet wie ein Sternekoch - aber der "Kühlschrank" ist vollgestopft, unübersichtlich und niemand weiß genau, was wirklich drin ist. Genau so geht es vielen Organisationen: Daten sind im Überfluss vorhanden, doch der effiziente Zugriff auf die richtigen Informationen bleibt die größte Hürde. Die Folge: stockende Entscheidungen, langsame Prozesse, steig...
Transformation beginnt stets bei den Menschen und einer auf Transformation ausgerichteten Unternehmenskultur. Das zeigt das Beispiel eines Unternehmens, das sich von einer hierarchisch strukturierten Organisation zu einem matrixstrukturierten Unternehmen transformieren will, in dem die Mitarbeitenden eigenverantwortlich und selbstbestimmt agieren....
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