2024/1 | Editorial | Editorial

Weißt Du noch, wie’s damals war?

von Nicole Lehnert

"Kennst Du noch den Herrn Maier? Sein Vater war früher Kunde bei uns, er würde gerne wieder an die Geschäftsbeziehung anknüpfen." Darauf die Kollegin: "Das war sicher vor meiner Zeit. In der Kundendatenbank ist nichts zu finden. Das hat der Kalli früher alles in seinen Karteikarten stehen gehabt. Aber die gibt es nicht mehr. Und der Kalli ist auch schon lange in Rente. Tut mir leid!" Solche Situationen werden künftig aller Voraussicht nach zum Tagesgeschäft gehören, denn ein großer Teil der arbeitenden Bevölkerung steht an der Schwelle zu einem ganz neuen Lebensabschnitt: dem Ruhestand.

Bildquelle: (C) Gordon Johnson / Pixabay

Arbeit, Büro und Kollegen gehören dann der Vergangenheit an. Das Wissen rund um Kunden, Mitarbeiter, Dienstleister und Lieferanten - es ist zwar noch da, aber es wird nicht mehr gebraucht. Also gerät es in Vergessenheit. Für die Neu-Rentner ist das zwar schade, aber nicht zu ändern. Und eigentlich auch nicht mehr relevant. Ganz anders sieht es für die Unternehmen aus, deren Prozesse weiterlaufen müssen - und zwar möglichst reibungslos. Vor allem die Mitarbeiter, die die Arbeit der ausscheidenden Babyboomer-Generation fortführen sollen, sind auf das Wissen ihrer Vorgänger angewiesen.

Doch die Verrentungswelle, die momentan auf uns zu rollt, wird in weiten Teilen der Wirtschaft noch nicht als reale Bedrohung wahrgenommen. Dass Handlungsbedarf besteht, zumindest theoretisch, das ist mittlerweile fast allen bewusst. Konkrete Maßnahmen fehlen allerdings. Warum Wissenstransfer und Wissenssicherung keinen Aufschub mehr dulden, wo die größten Wissensverlustrisiken liegen und welche Gefahren damit einhergehen, das erfahren Sie im Titelthema "Wissenstransfer - jetzt: Demografischer Wandel & Fachkräftemangel bringen organisationale Wissensschätze akut in Gefahr" in der Ausgabe 1/24 von "wissensmanagement".

Doch die Verrentungswelle, die momentan auf uns zu rollt, wird in weiten Teilen der Wirtschaft noch nicht als reale Bedrohung wahrgenommen. Dass Handlungsbedarf besteht, zumindest theoretisch, das ist mittlerweile fast allen bewusst. Konkrete Maßnahmen fehlen allerdings. Warum Wissenstransfer und Wissenssicherung keinen Aufschub mehr dulden, wo die größten Wissensverlustrisiken liegen und welche Gefahren damit einhergehen, das erfahren Sie im Titelthema "Wissenstransfer - jetzt: Demografischer Wandel & Fachkräftemangel bringen organisationale Wissensschätze akut in Gefahr" in der Ausgabe 1/24 von "wissensmanagement"

Darüber hinaus lesen Sie, wie weit der New-Work-Ansatz bereits in der Unternehmenspraxis umgesetzt ist, welche Anforderungen sich daraus für die Führungskräfte ergeben und welche Technologien New Work benötigt. Was man bei allem Neuen aber natürlich nicht vergessen darf und sollte, ist das kritische Denken. Was das mit ChatGPT & Co. zu tun hat, ist ebenfalls Gegenstand der ersten Ausgabe im Jahr 2024.

Ich wünsche Ihnen eine wissensintensive Lektüre!

Ihre Nicole Lehnert
- Chefredakteurin -

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