2013/4 | Fachbeitrag | Sharepoint

Siemens Industry setzt auf SharePoint

von Michael Heuer

Inhaltsübersicht:


Der Industry-Sektor stellt seinen Mitarbeitern, Partnern, Lieferanten, Kunden und sonstigen Stakeholdern verschiedenste webbasierte Services zur Verfügung. Zum Beispiel bietet das Online-Marketing-Portal Informationen für potenzielle Kunden, die Industry Mall liefert dem Vertrieb spezielles Sales-Material und der Bereich Postsales wird über ein Service & Support-Portal abgedeckt. Die Industry Mall alleine wickelt bereits 12.000 Bestellungen pro Woche ab und generiert einen Jahresumsatz von rund zwei Milliarden Euro.

Siemens Industry verlässt sich beim Sales Business auf das Web
Das Unternehmen setzte je nach Region verschiedenste Content-Management-Systeme (CMS) ein. Um ein einheitliches Look & Feel und gleichermaßen gutes Nutzungserlebnis für alle User weltweit zu gewährleisten, hat sich Siemens Industry entschieden, die SharePoint Collaboration Software als globale Web-Publishing-Plattform zu nutzen. Der Einsatz von SharePoint sollte dazu dienen, die Komplexität zu reduzieren und die Kommunikation zu verbessern; gleichzeitig musste Siemens Industry mit der Lösung einen Anstieg bei Nutzerzahlen und Datenvolumen bewältigen. Wichtig war in dem Zusammenhang, dass auch für Nutzer in entfernten Regionen eine maximale Performance gewährleistet wird. Darüber hinaus musste Siemens Industry sicherstellen, dass die Lösung kosteneffektiv ist.

Überwinden der chinesischen (Zensur)Mauer

Drei Schlüsselanforderungen wurden bei Siemens Industry gestellt, um diese Ziele zu erreiche

  1. Zunächst war ein erfolgreicher globaler Rollout eines zentralen Web-CMS notwendig. Informationen für Presales, Sales und Post-Sales sollten weltweit auf einer einzigen Plattform abgebildet werden. Auch in entfernten Regionen sollten Anwender SharePoint ohne Verzögerung nutzen können.
  2. Darüber hinaus war es erforderlich, ein steigendes Traffic-Aufkommen bei gleichzeitiger Kostenreduzierung zu bewältigen. Die wachsende Anzahl von Login-Sessions und Page Views musste dabei über ein einziges Rechenzentrum verarbeitet werden.
  3. Eine besondere Herausforderung stellte zudem die Bedienung von Nutzern in China dar. Zur Reduzierung der hohen Latenzzeiten, die sich durch Chinas Internet-Zensur-Firewall ergaben, wollte Siemens Industry die Seiten innerhalb Chinas verarbeiten – ohne eine neues Rechenzentrum dafür aufbauen zu müssen.

 

Entscheidung für einen zuverlässigen Partner

Auf der Suche nach einer Lösung, die die SharePoint-Applikation schnell in die ganze Welt und sogar in weit vom unternehmenseigenen Rechenzentrum in Deutschland entfernte Märkte ausliefern kann, entschied sich Siemens Industry für den Web Application Accelerator (WAA) von Akamai. Die Lösung basiert auf einer flächendeckenden, hochverteilten Cloud-Optimierungsplattform aus über 100.000 Servern weltweit, bei der eine Kombination aus Dynamic Caching, Routing- und Verbindungsoptimierung sowie speziellen Sicherheitstechnologien, die die Auslieferung verbessern, zum Einsatz kommt. Somit gewährleistet Siemens Industry, dass Anfragen seiner Mitarbeiter, Geschäftspartner oder Kunden immer von einem Akamai-Server ganz in der Nähe des Website-Besuchers bedient werden, wodurch sich die Antwortzeiten für Applikationen signifikant verringern. Kunden können global erreicht werden, ohne dass der Aufbau mehrerer Rechenzentren notwendig wird.

Skalierung nach Bedarf

Ein weiterer wichtiger Punkt, der bei Siemens Industry adressiert werden musste, war der stetig steigende Traffic: Es galt, ein Wachstum von 50 Prozent jährlich zu bewältigen. Das Unternehmen kann nun über die Akamai-Plattform monatlich 2,5 TB Daten abwickeln, ohne dass es zu Einschränkungen bei der Performance kommt. Dabei ist das Unternehmen in der Lage, auch unvorhersehbare Traffic-Spitzen zu bewältigen. Nutzer erhalten somit uneingeschränkten Zugriff auf die Webapplikationen und können diese schnell und zuverlässig einsetzen. Auch bei steigenden Zugriffen kann eine durchgängig gute Performance gewährleistet werden, was wiederum die Position von Siemens Industry im internationalen Automatisierungsmarkt stärkt.

Die signifikante Performance-Verbesserung zeigte sich insbesondere bei der Bereitstellung von Services für China, wo die Wartezeiten aufgrund der Zensur-Firewall sehr viel höher ausfielen als in anderen Regionen. Tatsächlich ging dort Information häufig verloren oder kam verspätet an. Mit Einsatz des Web Application Accelerator konnte die Seitenauslieferungszeit für User in China halbiert werden.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren

Plagiaten auf der Spur

Spätestens seit der international renommierte südkoreanische Stammzellforscher Hwang Woo-suk die Ergebnisse von Laborexperimenten fälschte, ist der Wissenschaftsbetrieb aufgeschreckt. Die notorische Angst, die man in der Zunft trotz Peer-Review-Prüfung traditionell vor Wissenschaftsfälschung hat, ist ein echtes Thema geworden. Für viele Unternehmen und Organisationen, darunter Wissenschaftsverlage, ha...

Weiterlesen

AOK PLUS – fit für den Wissensaustausch 2.0

Die AOK PLUS ist die Allgemeine Ortskrankenkasse für die Länder Sachsen und Thüringen. Die Gesetzliche Krankenversicherung hat ihren Hauptsitz in Dresden und betreut mit etwa 6.000 Mitarbeitern in 143 Filialen rund 2,7 Millionen Versicherte. Für die Information der Mitarbeiter nutzte die Krankenkasse bislang auf ihr bewährtes Content-System. Doch die Handhabung war nicht mehr zeitgemäß, die Mitarbeit...

Weiterlesen

Projekte im Griff mit Microsoft SharePoint

WISSENplus
Ob Projektmanagement, Projektarbeit oder Personalplanung: Microsoft SharePoint bietet zahlreiche Möglichkeiten, die Zusammenarbeit zu verbessern, die Planung zuverlässiger und nachvollziehbarer zu machen, Wissen zu managen und damit generell die Effizienz zu steigern sowie Aufwände und Fehlerquellen zu minimieren. ...

Weiterlesen

Keep IT simple: Interne Suchmaschinen als Alternative zum DMS

Komplexe Dokumentenmanagementsysteme liegen in der Unternehmenswelt voll im Trend – lohnen sich jedoch bei weitem nicht für jedes Unternehmen. Eine sinnvolle Alternative insbesondere für kleinere und mittelständische Betriebe stellt der Einsatz einer unternehmensinternen Search Engine dar. Denn auch dieses auf den ersten Blick simple Tool hilft Unternehmen dabei, wertvolle Zeit bei der Informationsfind...

Weiterlesen

Fünf Dinge, die ein CMS können sollte

Für die meisten Menschen ist die Website eines Unternehmens mittlerweile der erste und auch der wichtigste Touchpoint. Mit den Ansprüchen der Nutzer steigen aber auch die Anforderungen an das Content-Management-System (CMS). Einige der aktuell wichtigsten Entwicklungen, die für den Funktionsumfang eines CMS maßgeblich sind, haben wir hier in fünf Punkten zusammengefasst....

Weiterlesen

Maschinenbau 2.0 – die Effizienz liegt im Netz

WISSENplus
Unternehmen stehen oft vor der Herausforderung, schnell auf Marktveränderungen reagieren zu müssen. Kürzere Time-to-market-Zeiten lassen keinen Spielraum für langwierige Prozesse oder das Suchen nach Informationen. Flexible, webbasierte Redaktionssysteme, die ein kollaboratives Arbeiten ermöglichen, werden daher zu immer bedeutenderen Erfolgsfaktoren. Auch im Maschinenbau. Denn so werden Kunden, Partne...

Weiterlesen

Kanzleiübergreifende Zusammenarbeit – Wiki vernetzt Steuerberater

Mittlerweile ist die Erkenntnis, dass die Zukunft von erfolgreichen Unternehmen in der Vernetzung liegt, wohl bei den meisten Betroffenen gereift. Wer dies nicht erkennt oder nicht erkennen will, wird die Folgen schmerzlich – natürlich in unterschiedlichen Ausprägungsformen – zu spüren bekommen. Das gilt auch für Steuerberater und alle anderen Dienstleistungsberufe. Doch wie lässt sich die Zusammen...

Weiterlesen

Wissensmanagement bei der Deutschen Post World Net

Investoren und Analysten fordern, dass unternehmensrelevante Informationen über die Deutsche Post World Net (DPWN) umfassend, verständlich und zeitnah zur Verfügung gestellt werden. Der Zentralbereich Investor Relations sorgt dafür, dass der Kapitalmarkt mit diesen Informationen in höchster Qualität versorgt wird. Es muss jedoch gewährleistet sein, dass alle Kommunikatoren mit einer Stimme sprechen. ...

Weiterlesen