Intelligent automatisierte Aufgaben und Prozesse erleichtern Mitarbeitern das Tagesgeschäft und stärken die Kundenbindung. Allerdings sollten sich Unternehmen nicht unüberlegt in Automatisierungsvorhaben stürzen, damit diese keine unnötigen Arbeitsaufwände verursachen und ihren Nutzen voll entfalten können. Pegasystems, Anbieter innovativer Software zur drastischen Vereinfachung komplexer Arbeitsprozesse, nennt die sechs wichtigsten Erfolgsfaktoren.
Bildquelle: (C) Gerd Altmann / Pixabay
Gleiche User Experience (UX) für Mitarbeiter und Kunden: Normalerweise sollten die Entwicklungsprozesse für interne und externe Apps in einem Unternehmen ähnlich sein, dennoch haben Anwendungen für den internen Einsatz häufig eine geringere Qualität. Das liegt daran, dass Unternehmen ihre Ressourcen lieber in Anwendungen für Kunden stecken. Dabei kann die schlechte User Experience der Mitarbeiter-Apps nicht nur die Belegschaft frustrieren, sondern auch die Customer Experience negativ beeinflussen. Zum Beispiel wenn Mitarbeiter erst mehrere Minuten mit ihrer Anwendung kämpfen müssen, bevor sie eine Anfrage beantworten können. Unternehmen sollten daher bei internen Apps auf dieselben nahtlosen und effizienten Nutzererfahrungen wie bei ihren externen Apps achten.
Wiederverwendung von Design-Elementen und Logik: Anwendungen von Grund auf neu zu entwickeln, ist arbeitsintensiv und teuer. Trotzdem versuchen sich Firmen regelmäßig daran, wenn neue Geschäftsanforderungen auftauchen. Der Schlüssel zu einer schnelleren und kostengünstigeren Entwicklung ist die Wiederverwendung von App-Bausteinen wie Design-Elementen, Funktionen, Ablauflogik und Anbindungen zu Umsystemen. In einem zentralen System vorgehalten, lassen sich diese leicht für alle neuen Anwendungen nutzen, die - als willkommener Nebeneffekt - eine einheitliche User Experience bieten.
Nicht jeden Design-Trend mitmachen: Häufig wollen Unternehmen die angesagtesten Designs und Frameworks nutzen, um jede Anwendung zeitgemäß zu gestalten. Das erfordert jedoch viele Entwickler und UX-Designer und resultiert letztlich in einem großen Bestand an unterschiedlich gestalteten Legacy-Apps, der sich nicht richtig pflegen lässt. Einfacher geht es mit Low-Code, weil Änderungen am Design und an der Nutzerführung einmalig zentral vorgenommen und an alle Apps ausgerollt werden können. So lassen sich innovative Apps ohne großes Entwicklungsteam realisieren und deren Designs regelmäßig einheitlich modernisieren.
Legacy-Anwendungen akzeptieren (und schrittweise ablösen): Bestandsanwendungen werden gerne als Vorwand genutzt, um Innovationen aufzuschieben. Allerdings können Unternehmen durchaus alte Apps modernisieren und neue entwickeln, auch wenn das herausfordernd ist und Zeit kostet. Sie müssen die richtige Balance finden, mit den vorhandenen Budgets den Berg an alten Tools schrittweise abzutragen, während sie gezielt neue Projekte starten, die Innovationen fördern und Veränderungen unterstützen. Low-Code ist dabei eine Hilfe, weil sich Anwendungen schnell, kostengünstig und mit geringen Risiken erstellen lassen.
Low-Code taugt nicht nur für kleine Apps: Low-Code wird bisweilen als Lösung für kleine Produktivitätstools und interne Apps abgetan, eignet sich aber auch, um innovative, skalierbare Anwendungen auf Enterprise-Niveau zu erstellen. Eine Low-Code-Plattform ist ein regelrechter Innovationstreiber, weil Fachbereichsspezialisten an den Entwicklungsprozessen teilhaben und so mehr Mitarbeiter neue Dinge schneller ausprobieren können.
Prozessanalysen verbessern Arbeitsabläufe: Bei Onlinediensten und Anwendungen für Endkunden ist es üblich und weitgehend akzeptiert, das Nutzerverhalten auszuwerten, um die Services und Apps kontinuierlich zu verbessern. Dieses Prinzip lässt sich auf die Arbeitswelt übertragen. Technologien wie Task Mining, Process Mining und KI-basierte Prozessanalysen helfen, tiefe Einblicke in Arbeitsabläufe zu erhalten. So spüren Unternehmen suboptimale Prozesse auf und erkennen, wo Mitarbeiter Arbeitszeit mit belanglosen Aufgaben verschwenden. Anschließend können sie Prozesse gezielt neu gestalten und Mitarbeiter effektiv mit Automatisierung unterstützen.
"RPA und KI sind leistungsstarke Helfer, um Prozesse intelligent zu automatisieren. Aber erst im Zusammenspiel mit Low-Code lassen sich die hilfreichen Produktivitätstools, Business-Apps und Kundenanwendungen zügig und kostengünstig erstellen sowie langfristig ohne großen Aufwand pflegen und verbessern", betont Florian Binder, Principal Solution Consultant bei Pegasystems. "Low-Code erlaubt es Unternehmen, Mitarbeiter- und Kundenerfahrungen auf einfache Art und Weise zu optimieren, ohne umfangreiche Ressourcen zu binden, die in großen Transformationsprojekten gebraucht werden."
Der Autor:
?Florian Binder ist Principal Solution Consultant bei Pegasystems. Das Unternehmen liefert innovative Software, mit der sich komplexe Arbeitsprozesse drastisch vereinfachen lassen. Organisationen können dadurch gezieltere Entscheidungen treffen und ihren Tätigkeiten besser nachkommen.
In den vergangenen Jahren hat sich Customer Experience stark professionalisiert: Wir haben gelernt, Kundensignale systematisch zu erfassen und diese über Dashboards, automatisierte Reports und NPS‑Tracking im Unternehmen verfügbar zu machen. Diese Grundlagenarbeit war wichtig - und sie war eine echte Stärke moderner CX‑Teams. Noch nie wussten Unternehmen so viel über ihre Kunden wie heute. Und doch ...
Viele Organisationen stehen vor einer strategischen Herausforderung, die häufig unterschätzt wird: Mit dem altersbedingten Ausscheiden erfahrener Mitarbeitender geht nicht nur Arbeitskraft verloren, sondern vor allem organisationsspezifisches Erfahrungswissen. Dieses Wissen ist selten dokumentiert. Es steckt in Routinen, situativen Entscheidungen, impliziten Heuristiken und über Jahre entwickelten ...
Künstliche Intelligenz gilt als einer der zentralen Treiber für Effizienz und Innovation in Unternehmen. In der Praxis zeichnet sich jedoch häufig ein anderes Bild: Während einzelne, isolierte Anwendungsfälle beeindruckende Ergebnisse liefern, scheitert die breite Skalierung von KI-Initiativen oft. Viele Projekte bleiben hinter den Erwartungen zurück oder werden nach ersten Tests gar nicht erst i...
Hybrides Arbeiten ist vom Krisenmodus zum Standard geworden. Für viele Wissensarbeitende gehört die durch Homeoffice gewonnene Flexibilität inzwischen zu den beliebtesten Benefits und gilt heute vielerorts als nicht mehr verhandelbar. Gleichzeitig zeigt sich in der Praxis jedoch eine strukturelle Herausforderung: Besonders für junge Talente droht die Freiheit hybrider Arbeit in Isolation umzuschlag...
Künstliche Intelligenz verändert das Wissensmanagement grundlegend. An die Stelle strukturierter Dokumentenablage treten zunehmend produktive Assistenzsysteme. Nur durch ein solches KI-gestützte Upgrade bleibt das organisationale Wissensmanagement langfristig wettbewerbsfähig. Im Gespräch mit "wissensmanagement - Das Magazin für Digitalisierung, Vernetzung & Collaboration" erklärt ...
Automatisierte Produktionsabläufe mit Künstlicher Intelligenz, schnellere Fertigung durch 3D-Druck oder humanoide Roboter, die gefährliche Schweißarbeiten übernehmen - Deutschlands Fabriken werden digitaler. Die deutsche Industrie bewertet den Einsatz digitaler Technologien in der Produktion weit überwiegend positiv: 81 Prozent der deutschen Industrieunternehmen sehen Industrie 4.0 als Chance, nu...
Generative KI verändert, wie Unternehmen arbeiten - und sie schafft eine neue Anforderung: Wissen muss nicht nur für Menschen, sondern auch für KI-Assistenten und KI-Agenten zuverlässig nutzbar sein. Denn Agenten erledigen Aufgaben nicht „im Chat“, sondern greifen auf Informationen zu, folgen Regeln und Prozessen und liefern Ergebnisse - idealerweise mit Quellen und Nachvollziehbarkeit. Der Alltag z...
KI-Agenten, die eigenständig handeln, mehrstufige Workflows automatisieren und als vollwertige Teammitglieder in Microsoft 365 arbeiten: Das ist der Kern der aktuellen Copilot-Neuerungen. Wer jetzt die richtigen Weichen stellt, verschafft sich einen echten Vorsprung....
Das Magazin für Digitalisierung, Vernetzung & Collaboration
Cookie Einstellungen
Wir verwenden Cookies, um Ihre Erfahrung zu verbessern. Wählen Sie aus, welche Cookies Sie zulassen möchten. Sie können Ihre Auswahl jederzeit in unserer Datenschutzerklärung ändern.