2011/7 | Editorial | Editorial

IT in der Wolke – vernebelt oder gut verhüllt?

von Oliver Lehnert

Definitionen zu den einzelnen Begriffen lassen sich natu?rlich nachlesen und Lösungen für die eigene Unternehmenssituation müssen erarbeitet werden. Dennoch ist und bleibt das Thema abstrakt. Klar, es handelt sich ja auch um abstrakte ITInfrastrukturen. Doch abstrakte Themen müssten ja gerade Wissensarbeitern bekannt vorkommen. Und genau hier treffen sich die Themen, denn dem Wissensarbeiter geht es – unter anderem – um einen permanenten, ungehinderten Zugriff auf das verfügbare Wissen. Unabhängig von Zeit und Ort, aber immer unter Berücksichtigung der entsprechenden Befugnisse und Zugriffsberechtigungen. Das kann die Cloud leisten, keine Frage. Der Wissensarbeiter möchte zudem den Wissensaustausch fördern, Wissensträger vernetzen und wertvolles (Erfahrungs-)Wissen bewahren. Wenn man Cloud Computing nicht nur als Werkzeug zur reinen Datenspeicherung ansieht, ist auch das möglich. Und der Wissensarbeiter möchte sein Wissen, das seiner Kollegen und das des Unternehmens Compliance-konform aufbewahren und vor Missbrauch schützen. Sprich vor Datenklau, Hackerangriffen und Ähnlichem. Und hier kommen dann Bedenken zum Tragen – denn genau das kann die Cloud nicht 100-prozentig leisten. Doch muss man an dieser Stelle auch einwerfen, dass es es schlichtweg keine 100-prozentige Sicherheit gibt, weder im stationären IT-Betrieb noch in der Cloud.

Doch was mache ich nun mit meinen Daten? Ab in die Cloud oder doch lieber in den eigenen Serverraum im Keller des Unternehmensgebäudes? Hier tut vor allem eine Analyse des eigenen Datenbestandes not, so Uwe Rühl, der ab Seite 18 über das Thema IT-Sicherheit und Cloud Computing schreibt. Auch Diethelm Siebuhr fragt ab Seite 22, ob es sich beim Cloud Computing um ein Allheilmittel oder doch eher um ein (Sicherheits-) Risiko handelt – und deckt dabei aktuelle Strukturprobleme auf.

Ihr Oliver Lehnert

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