2018/1 | Editorial | Digitale Transformation

Erfolg ist individuell

von Oliver Lehnert

Unternehmen wollen erfolgreich sein. Das gilt auch für ihre Wissensarbeit. Doch während sich die geschäftliche Strategie anhand von Umsatzzahlen und Gewinnmargen definieren lässt, bietet sich beim effizienten Umgang mit den immateriellen Werten ein ganzer Werkzeugkasten an Tools ohne unmittelbaren Return on Investment. Genau das erschwert die Suche nach den richtigen Stellschrauben. Häufig gibt es auch gar nicht die einzig wahre Methode, die die Wissensarbeit in der eigenen Organisation nach vorne bringt. Vielmehr ist es ein ganzer Blumenstrauß an unterschiedlichen Tools und Vorgehensweisen, die – mittel- und langfristig – zum gewünschten Erfolg führen. Allerdings nur dann, wenn sie im Unternehmen auf fruchtbaren Boden treffen. Also auf eine Wissenskultur, die das Teilen von Know-how und Erfahrungen ausdrücklich fördert.

Dieser gemeinsame Spirit ist die Voraussetzung für erfolgreiche Wissensarbeit. In jeder Firma. Ganz gleich welche Ziele sie verfolgt. Wie das in der Unternehmensrealität aussehen kann, zeigt Microsoft. In der neuen Deutschlandzentrale in München trägt der Softwarespezialist seinen wissensförderlichen Rahmenbedingungen mit einem innovativen Bürokonzept Rechnung. Der Anspruch an die Mitarbeiterselbstbestimmung und die Arbeitsplatzsouveränität werden so (be-)greifbar und im Rahmen des so genannten Smart-Workspace-Konzepts im Büroalltag erlebbar.

Doch die Ausgestaltung erfolgreicher Wissensarbeit kann ganz unterschiedlich erfolgen. Während die einen auf Wikis und Social Collaboration setzen, führen andere ein Input Management ein oder setzen auf virtuelle Welten. Und das gilt längst nicht nur für die Big Player. Auch kleine und mittlere Unternehmen können mit dem Einsatz, beispielsweise von Augemented Reality, ganz vorn mit dabei sei. So wie der Friseursalon Gress. Der Handwerksbetrieb aus Esslingen schafft mit 3D-Brillen und einer ausgefeilten Digitalstrategie vielfältige Mehrwerte für seine Kunden.

Wie die Wissensarbeit bei Microsoft und beim Friseursalon Gress genau aussieht, das lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von „wissensmanagement – Das Magazin für Führungskräfte“. Außerdem erfahren Sie, wie die Weidmüller GmbH virtuelle Welten bei der Aus- und Weiterbildung nutzt, mit welcher Strategie das papierlose Büro beim Dentalfachhandel Anton Gerl gelebte Realität geworden ist und wie der Glasspezialist Schott die Digitalisierung mit einem neuen Self-Service-Portal für seine Kunden voranbringt.

Außerdem werfen wir einen Blick auf die Zukunft der Wissensarbeit. Welche Rolle spielen künstliche Intelligenzen, Chatbots & Co. künftig für den Erfolg von Wissensarbeit? Wo liegen die Mehrwerte? Und welche Hürden lauern? Apropos Hürden: Gerade die Personalabteilungen haben im Zuge des digitalen Wandels vermehrt mit Stolpersteinen zu kämpfen. Wissensmanagement kann helfen, den Sprung zur HR 2.0 zu schaffen. Dafür bedarf es einerseits innovativer Tools, andererseits aber auch entsprechend qualifizierter Fach- und Führungskräfte.

Ab Mai kommt noch eine weitere Hürde hinzu, die allerdings nicht nur für Personalverantwortliche gilt, sondern das gesamte Unternehmen betrifft: Die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Gerade im Hinblick auf Big Data und Business Analytics stellt sich dabei die Frage: Was ist künftig noch erlaubt? Die Antwort darauf finden Sie ganz zu Beginn der aktuellen wissensmanagement-Ausgabe.

Ich wünsche Ihnen eine wissensintensive Lektüre.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren

Das Büro der Zukunft

WISSENplus
Remote Work, Home Schooling, Versorgungsengpässe - das Jahr 2020 hat viele Unternehmen an die Belastungsgrenze gebracht. Eine besonders große Herausforderung stellte das mobile Arbeiten dar. Aber die bisherige Bilanz sieht größtenteils gut aus: Aus der Notwendigkeit heraus, eine Business Continuity zu gewährleisten, haben viele Unternehmen in kürzester Zeit enorme Fortschritte gemacht. Die groß...

Weiterlesen

Schluss mit halbherziger Digitalisierung!

WISSENplus
Auf Server Nr. 1 eine E-Mail versenden, mit Tool Nr. 2 ein neues Projekt erfassen und in Software Nr. 3 Rechnungen verwalten - für alle digitalen Prozesse gibt es unterschiedliche Insellösungen. Unternehmen sind sich häufig nicht bewusst, wie zeitaufwändig und kostenintensiv eine derart verteilte Softwarelandschaft ist. Enterprise-Content-Management (ECM)-Systeme arbeiten anders: Intelligent vern...

Weiterlesen

Hilfe-Communities: Von Klickanleitungen zu kollaborativen Arbeitsweisen

Heimarbeit & Co. sind in diesem Jahr ein Treiber für digitale Kommunikation und Zusammenarbeit gewesen: Laut Bitkom geben 43 Prozent der Beschäftigten an, dass im Zuge der Corona-Krise ihre Homeoffice-Möglichkeiten ausgeweitet wurden. Zahlreiche neue Tools rund um die Themen Videokonferenz, Chat, Dateiaustausch & Co. wurden dabei für die Mitarbeitenden bereitgestellt. Die Infrastruktur run...

Weiterlesen

Was kann Microsoft Teams leisten? Ein Überblick!

Microsoft Teams, der Nachfolger von Skype for Business, gehört zu den beliebtesten und am weitesten verbreiten Werkzeug für berufliche Kommunikation und Zusammenarbeit. Es bietet Unternehmen zahlreiche Kollaborationsmöglichkeiten - und zwar unabhängig davon, ob sie das Tool on-premise oder webbasiert nutzen. Auch mobil können Sie damit auf Ihre Daten, Dokumente und Gesprächsverläufe zugreifen. Doch ...

Weiterlesen

My CMS: Anwaltskanzlei bündelt ihr Wissen App-basiert

WISSENplus
CMS ist eine der zehn größten internationalen Anwaltskanzleien. Sie ist in 70 Städten in 43 Ländern vertreten - mit 75 Standorten weltweit. Aufgrund einer Fusion mit den Kanzleien Nabarro und Olswang im Jahr 2017 hatte es CMS mit einer heterogenen IT-Landschaft zu tun. Doch die Digitalisierung macht auch vor der Rechtsbranche keinen Halt. Ein immer schnelleres Wachstum und die hohen Anforderungen ...

Weiterlesen

Effizientere Prozesse, transparente Workflows: Die Zukunft der Immobilienbranche ist digital

Viele Immobilienverwalter halten in ihren internen Workflows und der Kundenkommunikation immer noch an papiergebundenen Prozessen fest - mit allen Nachteilen, die sich daraus ergeben. Die zeigen sich etwa am Beispiel der Rechnungsverarbeitung. Die notwendige Belegprüfung, zum Beispiel durch den Vermögensverwalter eines institutionellen Immobilieninvestors, ist mit Papierbergen kaum kontaktlos realis...

Weiterlesen

Studie: Die HR-Welt blickt positiv in eine digitalere Zukunft

Wie sieht eigentlich das „Neue Normal“ in den Personalabteilungen aus? Gibt es bleibende Veränderungen oder geht es nach dem Krisenmanagement wieder zurück zu „business as usual“? Im Rahmen einer meta | five Studie wurden im Mai 2020 rund 50 Unternehmensvertreter, vorwiegend führende Mitarbeitende aus Personal-Abteilungen verschiedener Branchen dazu befragt, inwieweit sich ihr beruflicher Alltag...

Weiterlesen

Eine Ode an Homeoffice, virtuelle Räume & Co.

Ob bei politischen Verantwortungsträgern oder in den Medien: Virologen und Epidemiologen waren in den letzten Wochen die gefragtesten Interviewpartner. Wissenschaftler haben es geschafft, wieder on-vogue zu sein. Man glaubt ihnen wieder mehr, als so genannten Gesundheitsexperten - die zwar wenig wirklich fachlichen Hintergrund besitzen, dafür aber voll gefüllte Seminarhallen und geschliffene Marketing-K...

Weiterlesen