2014/6 | Editorial | Editorial

DMS, ECM, EIM ... viele Anwendungen, ein Ziel: Daten nutzbar machen

von Oliver Lehnert

E-Mails, Geschäftsbriefe, Telefonnotizen, Projektunterlagen, Wiki-Einträge, Chat-Verläufe, Tweets ... unsere Kommunikation ist vielfältiger geworden. Das macht sie oft schneller und direkter. Für jedes Anliegen und für jeden Gesprächspartner gibt es mittlerweile das „richtige" Medium, über das wichtige Informationen ausgetauscht werden können. Ein immenser Vorteil! Allerdings werden dadurch Daten auf immer mehr Kanäle verteilt. Diese müssen anschließend wieder zusammengeführt und zugreifbar gemacht werden. Denn nur wenn Informationen such- und auffindbar sind, schaffen sie für die Organisation einen echten Mehrwert. Doch wie lassen sich verteilte Daten, die oftmals nur unstrukturiert vorliegen, strukturieren, ablegen und wiederfinden?

Lösungen aus dem Dokumentenmanagement (DMS) und speziell aus dem Enterprise Content Management (ECM) versprechen hier Abhilfe – und zwar von der Erfassung über die Verwaltung bis hin zur erneuten Bereitstellung der Daten. Als neuer Stern am Horizont gelten die Tools aus dem EIM – dem Enterprise Information Management, das das bisherige ECM um Aspekte wie Collaboration und Prozessorientierung erweitert. Ziel ist es, Daten egal welcher Herkunft und welchen Formats verfügbar zu machen. Alle drei Formen – DMS, ECM und EIM – sind in Unternehmen und Behörden derzeit erfolgreich im Einsatz. Wie die praktische Umsetzung in einer Versicherungsagentur, in Europas größter Teppichweberei und in der niederländischen Gemeinde Best aussieht, erläutert Eva Bischoff ab Seite 24.

Wohin mit meinen Daten? Mit dieser Frage beschäftigt sich auch Daniela Reichart ab Seite 20. Die Journalistin spürt innovative Lösungen in Unternehmen auf. Dabei ist sie auf die Erdt-Gruppe gestoßen, einem modernen Logistikanbieter. Herzstück des Unternehmens ist eine ERP-Lösung, in der alle Daten – von Produktions- bis Finanzdaten – zusammenlaufen und Prozesse automatisiert werden. Auch Anton-Solar, ein Fachgroßhandel für Photovoltaik und Solarstromtechnik, setzt auf ERP. Und auf ein CRM-System, das alle Kundeninformationen sammelt. Eine Business-Intelligence-Lösung führt schließlich die Informationen aus den verschiedenen Datenquellen zusammen und wertet sie aus.

Doch neben der Frage nach dem Wie und Wo der Datenspeicherung & -auswertung kommen weitere Aspekte. Dazu zählen unter anderem Sicherheitsaspekte, langfristige Speichermedien, aber auch Filesharing. Sowohl die Clould als auch Social Media können hier Brücken bauen. Wie, das lesen Sie ebenfalls in unserem Titelthema. Hier finden Sie auch eine Auswahl von Anbietern aus dem DMS/ECM-Umfeld, die ihre Leistungen vergleichend gegenüberstellen.

Dokumentenmanagement in all seinen Facetten ist ein Thema, das uns immer wieder beschäftigt – nicht nur in unserer aktuellen Ausgabe. Auch bei den 10. Stuttgarter Wissensmanagement-Tagen am 18. & 19. November gibt es wieder Best Practices zu diesem Schwerpunkt. Darüber hinaus dürfen sich die Teilnehmer beim diesjährigen Jubiläumskongress auf ein Themen-Special rund um Social Collaboration freuen. Das vollständige Programm finden Sie unter www.wima-tage.de. Sichern Sie sich jetzt noch den attraktiven Frühbucherrabatt und sparen Sie bis zu 300 Euro.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren

IT in der Wolke – vernebelt oder gut verhüllt?

Cloud Computing ist in aller Munde. Für die einen ist es der neue Stern am IT-Himmel, quasi das Allheilmittel in punkto Datenspeicherung, orts- und zeitunabhängigem Informationszugriff und auch in Bezug auf die IT-Sicherheit. Für die anderen ähnelt es noch eher einem Buch mit sieben Siegeln, das seine wahren Vor- und vor allem Nachteile vernebelt wie in einer Wolke....

Weiterlesen

Innovationen – (k)ein IT-Thema?

Wenn wir von Innovationen sprechen, denken wir oft zunächst an neue Produkte. Weltneuheiten, die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen. Weltneuheiten, die die Nutzergewohnheiten revolutionieren. Weltneuheiten, die Milliardenumsätze erwirtschaften. Und natürlich gibt es solche bahnbrechenden Innovationen. Viele denken in diesem Zusammenhang zuallererst an die Marke Apple und Produkte wie iPod, i...

Weiterlesen

Gen Y – die unbekannte Spezies?

Sie sind hoch motiviert, sie sind sehr gut ausgebildet, sie sind besonders internet-affin. Sie haben die IT im Blut, das Smartphone immer parat – und arbeiten gern flexibel, rund um die Uhr, egal von welchem Ort auf dem Globus. Geld ist ihnen zwar wichtig, ihr eigenes Fortkommen aber noch wichtiger. Sie arbeiten, um sich selbst zu verwirklichen. Der Spaß steht im Vordergrund, aber auch Aspekte wie Famili...

Weiterlesen

Lernen – nonstop, überall & lebenslang

Lebenslanges Lernen ist eine unbedingte Notwendigkeit, um mit der Gesellschaft Schritt halten zu können – oder wie es der Komponist Benjamin Britten sagte: „Lernen ist wie Rudern gegenden Strom. Sobald man aufhört, treibt man zurück.“ In den letzten Jahren und Jahrzehnten hat die Dynamik an den Märkten und in der Gesellschaft allerdings so rasant zugenommen, dass wir viel schneller und immer mehr ...

Weiterlesen

Information kennt viele Wege

Wir leben im Web 2.0. Wir sind vernetzt. Wir verbreiten und konsumieren Informationen. Jeden Tag. Dazu lesen wir täglich die Statusmeldungen in unserem Xing-Account, posten Neuigkeiten auf Facebook. Wir twittern und bloggen. Persönlich bzw. privat, aber zunehmend auch geschäftlich. Persönlich knüpfen wir auf diese Weise wertvolle Kontakte – und pflegen sie. Wir teilen Urlaubsfotos und kommentiere...

Weiterlesen

Messen als Trendbarometer für Wissensmanagement

Am 7. Februar schloss die LEARNTEC 2003 in Karlsruhe ihre Pforten. Vier Tage lang diskutierten Experten aus Wissenschaft und Praxis die neuesten Entwicklungen und Strategien rund um das technologiebasierte Lernen. Als einer der beherrschenden Trends zeichnete sich auf der Kongressmesse einmal mehr die Notwendigkeit ab, E-Lear-ning als Bestandteil des Wissensmanagements und damit als Gesamtprozess im Unterne...

Weiterlesen

Wissensmanagement in Verzug?

Der Mittelstand nimmt schon immer eine herausragende Bedeutung ein. Und auch wenn man sich mehr und mehr von Großunternehmen und Konzernketten umgeben fühlt, zählen laut Initiative für Mittelstand über 99 Prozent der Firmen in Deutschland zu KMU. Gerade deshalb muss man aber auch ein besonderes Augenmerk auf diese Unternehmen richten. Denn sie sind mehr und mehr vom internationalen Konkurrenz- und Wett...

Weiterlesen

Digital Business: Real war gestern?

Kennen Sie das Gros Ihrer Kollegen persönlich? Wissen Sie, wer bei Ihnen die IT administriert? Oder die Kundenhotline betreut? Verteilte Standorte und die zunehmende Virtualisierung wirken sich unter anderem auf die Unternehmenskultur aus. Man kommuniziert via Chat, Blog oder Instant Messaging. Wichtige Themen werden in Videokonferenzen besprochen oder einfach per Skype. Diverse Portale und Plattformen sor...

Weiterlesen