Künstliche Intelligenz setzt schon seit einigen Monaten dazu an, die Unternehmenswelten zu revolutionieren. Vor allem durch die Verwendung von Large Language Models, kurz LLMS, gelingt es, wertvolle Ressourcen zu sparen und effizienter sowie produktiver zu agieren. Aber gilt das auch für den Bereich der betrieblichen (Weiter-)Bildung?
Bildquelle: (C) Alexandra Koch / Pixabay
Denkt man an den Einsatz von ChatGPT in klassischen Bildungseinrichtungen, wird das KI-Tool schnell als "Schummelwerkzeug" verurteilt. Die Nutzung von ChatGPT für Hausaufgaben? Untersagt! Das Erstellen von Projekt- und Abschlussarbeiten mit Hilfe des beliebten KI-Tools? Verboten! Wobei sich die Frage aufdrängt, wie lange es gelingt, diese Strategie weiterzuverfolgen. Muss es nicht das Ziel sein, einen "gesunden" Umgang mit modernster Technologie zu erlernen, ihn aktiv zu vermitteln und zu fördern? Und wie sieht es in der betrieblichen Bildung mit dem Einsatz von GPT-Ansätzen aus?
Wirft man einen Blick auf das betriebliche Lernen gibt es drei Personengruppen, für die der Einsatz von Generativer KI vielfache Mehrwerte bieten kann. Das sind auf der einen Seite die Lehrenden. Ihnen bieten KI-Tools unter anderem Unterstützung bei der Auswahl von Lehrinhalten und bei der Erstellung von Prüfungsfragen. Auf der anderen Seite sind die Lernenden. Sie profitieren von den kollaborativen Aspekten von Chatbots & Co. Aber auch von der Flexibilität, die deren Einsatz mit sich bringt. Und dann gibt es die dritte Gruppe - und zwar in Gestalt von HR-Experten in den Unternehmen. Zu ihren Aufgaben zählt es, maßgeschneiderte Weiterbildungsmaßnahmen zu kreieren, Pflichtschulungen zu organisieren und nachzuhalten und die Lernthemen stets aktuell zu halten. Gerade bei derartigen administrativen Herausforderungen können smarte Tools für Entlastung sorgen und gleichzeitig dabei unterstützen, passgenaue Mitarbeiterservices zu erstellen.
Welche Rolle GenAI im Corporate Learning spielt - und wohin die Reise gehen wird, lesen Sie im Titelthema ab Seite 22.
Übrigens: Haben Sie in Ihrem Unternehmen auch schon Erfahrungen mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz gesammelt? Nutzen Sie Microsoft Copilot oder eine Eigenentwicklung? Oder planen Sie den Einsatz in einem bestimmten Unternehmensbereich? Dann berichten Sie bei den 20. Stuttgarter Wissensmanagement-Tagen am 19./20. November von Ihren Erfahrungen. Reichen Sie noch bis zum 21. Juni Ihre Vortrags- oder Workshop-Idee ein. Alle Infos finden Sie unter www.wima-tage.de. Oder schreiben Sie mir an nicole.lehnert@wissensmanagement.net.
Seit mehreren Jahren ist von einer "neuen Arbeitswelt" die Rede, in der sich mehrere Generationen gleichzeitig zurechtfinden sollen. Mit Blick auf die deutsche Gesellschaft wird der demografischen Wandel relativ deutlich. Bezogen auf den Arbeitsmarkt bedeutet das, dass Arbeitnehmende immer älter werden, während jüngere Genrationen - wie die Gen Z - schrittweise auf den Markt drängen. Die ...
Unternehmen erzeugen und verarbeiten heute mehr Dokumente als je zuvor. Dazu gehören Rechnungen, Verträge, Lieferscheine und Anträge sowie E-Mails mit Anhängen, Formulare und Belege, die täglich operative Prozesse durchlaufen. Dabei zeigt sich häufig ein zentrales Problem: Viele Dokumente liegen nicht in standardisierter Form vor, sondern in wechselnden Layouts und Formaten, mit unvollständigen ...
Bis zum Jahr 2036 gehen in Deutschland laut Statistischem Bundesamt fast 19,5 Millionen Menschen der Babyboomer-Generation mit den Geburtsjahren 1957 bis 1968 in den Ruhestand. Jährlich scheiden dabei durchschnittlich rund 1,3 Millionen Erwerbstätige aus dem Arbeitsmarkt aus. Dadurch verschärft sich nicht nur der Fachkräftemangel - in Unternehmen droht zugleich ein erheblicher Verlust an Erfahrungs...
Künstliche Intelligenz verändert das Wissensmanagement grundlegend. An die Stelle strukturierter Dokumentenablage treten zunehmend produktive Assistenzsysteme. Nur durch ein solches KI-gestützte Upgrade bleibt das organisationale Wissensmanagement langfristig wettbewerbsfähig. Im Gespräch mit "wissensmanagement - Das Magazin für Digitalisierung, Vernetzung & Collaboration" erklärt ...
Viele Organisationen stehen vor einer strategischen Herausforderung, die häufig unterschätzt wird: Mit dem altersbedingten Ausscheiden erfahrener Mitarbeitender geht nicht nur Arbeitskraft verloren, sondern vor allem organisationsspezifisches Erfahrungswissen. Dieses Wissen ist selten dokumentiert. Es steckt in Routinen, situativen Entscheidungen, impliziten Heuristiken und über Jahre entwickelten ...
Wissen verschwindet selten plötzlich. Stattdessen geht es meistens leise verloren, wenn erfahrene Mitarbeitende das Unternehmen verlassen, wenn Teams wechseln, wenn Fluktuation steigt oder sich Aufgaben verschieben. Zurück bleiben oft sauber dokumentierte Prozesse - aber nicht unbedingt das Wissen darüber, warum Workflows und einzelne Arbeitsschritte in der Praxis tatsächlich funktionieren. Genau d...
KI verändert als lernendes System Arbeitsprozesse und Aufgaben. Im Unterschied zu vielen bekannten Werkzeugen kann KI kognitive und repetitive Tätigkeiten übernehmen, datenbasiert Entscheidungen vorbereiten und zugleich als Dialogpartner fungieren. Die Grenzen zwischen der Nutzung als Unterstützungstool - wie wir sie von klassischen Werkzeugen oder dem PC kennen - und interaktiver Zusammenarbeit s...
Generative KI verspricht erhebliche Produktivitätsgewinne in der Wissensarbeit: Texte, Analysen, Konzepte oder Codes können in kürzester Zeit erstellt werden. In vielen Organisationen wird KI daher primär als Effizienzwerkzeug eingeführt - mit messbaren kurzfristigen Erfolgen. Eine aktuelle PwC-Studie beziffert das Produktivitätswachstum im Zeitraum 2018 - 2024 in den Branchen, die am stärksten ...