Künstliche Intelligenz setzt schon seit einigen Monaten dazu an, die Unternehmenswelten zu revolutionieren. Vor allem durch die Verwendung von Large Language Models, kurz LLMS, gelingt es, wertvolle Ressourcen zu sparen und effizienter sowie produktiver zu agieren. Aber gilt das auch für den Bereich der betrieblichen (Weiter-)Bildung?
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Denkt man an den Einsatz von ChatGPT in klassischen Bildungseinrichtungen, wird das KI-Tool schnell als "Schummelwerkzeug" verurteilt. Die Nutzung von ChatGPT für Hausaufgaben? Untersagt! Das Erstellen von Projekt- und Abschlussarbeiten mit Hilfe des beliebten KI-Tools? Verboten! Wobei sich die Frage aufdrängt, wie lange es gelingt, diese Strategie weiterzuverfolgen. Muss es nicht das Ziel sein, einen "gesunden" Umgang mit modernster Technologie zu erlernen, ihn aktiv zu vermitteln und zu fördern? Und wie sieht es in der betrieblichen Bildung mit dem Einsatz von GPT-Ansätzen aus?
Wirft man einen Blick auf das betriebliche Lernen gibt es drei Personengruppen, für die der Einsatz von Generativer KI vielfache Mehrwerte bieten kann. Das sind auf der einen Seite die Lehrenden. Ihnen bieten KI-Tools unter anderem Unterstützung bei der Auswahl von Lehrinhalten und bei der Erstellung von Prüfungsfragen. Auf der anderen Seite sind die Lernenden. Sie profitieren von den kollaborativen Aspekten von Chatbots & Co. Aber auch von der Flexibilität, die deren Einsatz mit sich bringt. Und dann gibt es die dritte Gruppe - und zwar in Gestalt von HR-Experten in den Unternehmen. Zu ihren Aufgaben zählt es, maßgeschneiderte Weiterbildungsmaßnahmen zu kreieren, Pflichtschulungen zu organisieren und nachzuhalten und die Lernthemen stets aktuell zu halten. Gerade bei derartigen administrativen Herausforderungen können smarte Tools für Entlastung sorgen und gleichzeitig dabei unterstützen, passgenaue Mitarbeiterservices zu erstellen.
Welche Rolle GenAI im Corporate Learning spielt - und wohin die Reise gehen wird, lesen Sie im Titelthema ab Seite 22.
Übrigens: Haben Sie in Ihrem Unternehmen auch schon Erfahrungen mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz gesammelt? Nutzen Sie Microsoft Copilot oder eine Eigenentwicklung? Oder planen Sie den Einsatz in einem bestimmten Unternehmensbereich? Dann berichten Sie bei den 20. Stuttgarter Wissensmanagement-Tagen am 19./20. November von Ihren Erfahrungen. Reichen Sie noch bis zum 21. Juni Ihre Vortrags- oder Workshop-Idee ein. Alle Infos finden Sie unter www.wima-tage.de. Oder schreiben Sie mir an nicole.lehnert@wissensmanagement.net.
Was müssen Führungskräfte künftig können? Welche Zukunftskompetenzen sind entscheidend, um den Herausforderungen souverän zu begegnen? Bei der Beantwortung dieser Fragen spielt der Umgang mit Künstlicher Intelligenz eine zentrale Rolle. Ein Aspekt bleibt dabei jedoch häufig außer Acht: Viele Entscheider stehen der KI mit Vorbehalten gegenüber, weil sie einen Verlust an Autorität, Identität ...
Unternehmen erzeugen und verarbeiten heute mehr Dokumente als je zuvor. Dazu gehören Rechnungen, Verträge, Lieferscheine und Anträge sowie E-Mails mit Anhängen, Formulare und Belege, die täglich operative Prozesse durchlaufen. Dabei zeigt sich häufig ein zentrales Problem: Viele Dokumente liegen nicht in standardisierter Form vor, sondern in wechselnden Layouts und Formaten, mit unvollständigen ...
Künstliche Intelligenz gilt als einer der zentralen Treiber für Effizienz und Innovation in Unternehmen. In der Praxis zeichnet sich jedoch häufig ein anderes Bild: Während einzelne, isolierte Anwendungsfälle beeindruckende Ergebnisse liefern, scheitert die breite Skalierung von KI-Initiativen oft. Viele Projekte bleiben hinter den Erwartungen zurück oder werden nach ersten Tests gar nicht erst i...
Wer abends in einem Kochportal nach einem veganen Rezept sucht und stattdessen ein Gulasch mit Speck angezeigt bekommt, erlebt ein vertrautes Symptom schlecht gepflegter Metadaten: Jemand hat das Schlagwort „vegan“ vergeben, ohne dessen Bedeutung verbindlich festzulegen. Dasselbe Phänomen begegnet Wissensmanagerinnen und Wissensmanagern in nahezu jeder Organisation – ob bei Vertragsentwürfen, ...
KI verändert als lernendes System Arbeitsprozesse und Aufgaben. Im Unterschied zu vielen bekannten Werkzeugen kann KI kognitive und repetitive Tätigkeiten übernehmen, datenbasiert Entscheidungen vorbereiten und zugleich als Dialogpartner fungieren. Die Grenzen zwischen der Nutzung als Unterstützungstool - wie wir sie von klassischen Werkzeugen oder dem PC kennen - und interaktiver Zusammenarbeit s...
KI-Agenten sollen Prozesse koordinieren, Entscheidungen vorbereiten und Routineaufgaben eigenständig erledigen. Eine entscheidende Voraussetzung wird dabei jedoch in vielen Unternehmen unterschätzt: Autonome Systeme können nur mit den Informationen arbeiten, die ihnen tatsächlich zur Verfügung stehen. Eine aktuelle Studie zeigt, wie groß die Lücke zwischen den KI-Ambitionen und der organisatoris...
Viele Unternehmen starten ihre KI-Initiativen mit der Auswahl eines Tools, stellen später aber fest, dass sie den konkreten Nutzen kaum beziffern können. Eine Lünendonk-Studie zeigt, wie groß diese Lücke ist: Nur 30 Prozent der Unternehmen schaffen es, mehr als ein Viertel ihrer KI-Prototypen in den operativen Betrieb zu überführen. Als Ursache nennt die Studie vor allem organisatorische Faktoren, ni...
Das in einer Organisation vorhandene Wissen muss geteilt werden, damit es seine Wirkung entfalten kann. Das gilt insbesondere für Erfahrungswissen, das in den Köpfen der Mitarbeitenden gespeichert ist und sich einer vollständigen Dokumentation in Datenbanken entzieht. Denn in vielen Unternehmen werden Organisations- und Projektstrukturen zunehmend fluider, verändern sich Teams immer schneller und w...