Zufriedenheit im Job hängt maßgeblich vom Führungsverhalten ab

Sind es monetäre Anreize, Chancen zur persönlichen Entfaltung oder einfach die gute Stimmung im Kollegenkreis, die dafür sorgen, dass Angestellte ihrer Arbeit mit Freude nachgehen? OfficeTeam, der spezialisierte Personaldienstleister für Fachkräfte im Büro- und Assistenz­management hat nachgefragt, was Menschen bei der Arbeit jeweils glücklich und unglücklich macht. Demnach hängt Zufriedenheit im Berufsleben auch maßgeblich von der Führungskraft ab.

Insgesamt wurden für die Studie über 200 Fachkräfte im Assistenz- und kaufmännischen Bereich gefragt, woraus sie bei der Arbeit Glück schöpften. Auf Platz eins rangiert bei 23 Prozent     der Befragten ein gutes Einkommen, dicht gefolgt von interessanten Aufgaben und Arbeitsinhalten (22 Prozent). Ein fairer Chef und eine Work-Life-Balance, die es den Mitarbeitern erlaubt, berufliche und private Bedürfnisse zu vereinbaren, machen jeweils 16 Prozent der Befragten glücklich.

Als unwichtig für die eigene Zufriedenheit im Job schätzen 31 Prozent der Office-Mitarbeiter hingegen attraktive Zusatzleistungen ein. Ebenso abgeschlagen landen Entwicklungsmöglichkeiten und eine angenehme Unternehmenskultur bei 22 Prozent bzw. 16 Prozent der Befragten auf dem letzten Platz der Zufriedenheitsfaktoren.

Die meisten Faktoren, die umgekehrt zur Unzufriedenheit von Arbeitnehmern beitragen, lassen sich durch passende Führungskonzepte verbessern: Von den befragten Fachkräften im Assistenz- und kaufmännischen Bereich gaben 31 Prozent an, die negative Stimmung im Betrieb schlage ihnen aufs Gemüt. Zudem beklagte sich jeweils mehr als ein Viertel der Befragten über mangelnde Wertschätzung vom Chef (28 Prozent) und ungenügende Kommunikation (27 Prozent).

Was aber kann eine Führungskraft tun, um zur Zufriedenheit ihrer Teammitglieder beizutragen? Dazu äußerten die Befragten ihre Vorstellungen: Mit jeweils 95 Prozent Zustimmung wünschen sie sich, dass ihr Chef sich fair verhält und klar kommuniziert. Daneben soll ein Vorgesetzter ein positives Arbeits- und Teamklima fördern (93 Prozent) sowie gute Leistungen mit Anerkennung belohnen (91 Prozent).

In der Realität scheinen Führungskräfte diesen Anforderungen nur mäßig nachzukommen: Von den Befragten gaben nur 41 Prozent an, dass ihr Chef Interesse an seinen Mitarbeitern zeige, Fairness und Offenheit gegenüber neuen Ideen und Vorschlägen attestierten ihrem Vorgesetzten jeweils 35 Prozent der Fachkräfte im Assistenz- und kaufmännischen Bereich. Mit 34 Prozent ergreift rund jede dritte Führungskraft Maßnahmen für ein angenehmes Miteinander im Team. Fast ein Viertel der Befragten (23 Prozent) gab sogar an, ihr Chef unternehme nichts, um Mitarbeiter glücklicher zu machen.

Doch nicht nur auf Führungsebene gibt es Verbesserungspotenzial. Auch strukturelle Veränderungen durch die Unternehmensleitung können zum Glück der Mitarbeiter beitragen. So sagten 78 Prozent der Befragten, eine Flexibilisierung der Arbeitszeit sei für das eigene Glücksempfinden sehr wichtig oder wichtig. Für 71 Prozent ist vorstellbar, mit einer besseren Work-Life-Balance glücklicher zu werden und 66 Prozent wären mit einer guten verkehrstechnischen Anbindung oder guten Lage ihres Arbeitsplatz zufriedener.

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