Web-Collaboration – Mehrwert für Hochschulen

Nicht nur im Business-Umfeld lassen sich Online-Meetings sinnvoll einsetzen. Auch an Hochschulen gibt es vielfältige Einsatzszenarien für die Technologie. Im Rahmen eines Projektes beschäftigten sich 18 Studenten der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Karlsruhe ausgiebig mit dem Thema. Sie überlegten sich Einsatzszenarien, führten Probevorlesungen durch und erarbeiteten ein Handbuch für das Durchführen von Online-Vorlesungen sowie Tipps, die den Einsatz von Webkonferenzen an Hochschulen auf jeden Fall zum Erfolg machen.

Dank Online-Meetings können Professoren Vorlesungen direkt auf den Computer-Bildschirm entfernter Studenten übertragen oder Diplomanden zeitlich flexibel betreuen. Studierende sind in der Lage, sich online zu Lerngruppen zu treffen. Verhinderte Dozenten können ortsunabhängig unterrichten und Experten zu einem Seminar zuschalten, die aufgrund weiter Anfahrtswege ansonsten nicht dafür zur Verfügung stünden.

Alle Teilnehmer eines Online-Meetings können dank Screen-Sharing-Technologie den Bildschirm des Vortragenden sehen bzw. nur die Anwendungen, die er übertragen möchte. Mit einem Klick ist ein anderer Teilnehmer Präsentator oder erhält die Rechte für die Steuerung des Computers des Vorredners. So können Studenten einer Power Point Präsentation folgen oder gemeinsam an einem Dokument arbeiten. Die Tonübertragung erfolgt über eine Audiokonferenz oder kostenlos über Voice-over-IP. Zusätzliche Funktionen wie ein integrierter Chat oder Zeichenwerkzeuge erweisen sich als nützlich, um auf Dinge hinzuweisen oder Fragen zu stellen.

Folgende Aspekte sind bei der Einführung einer Webkonferenzlösung an Hochschulen zu beachten:

  • Auswahl einer Webkonferenzlösung, die Mac unterstützt: Mehr noch als im Business-Umfeld kommt es bei Hochschulen darauf an, eine Webkonferenzlösung auszuwählen, die auch unter Mac funktioniert, da ein Großteil der Studenten nur noch mit dem Mac arbeitet.
  • Studierende und Lehrende mit der Software vertraut machen: Auch wenn Programme wie GoToMeeting intuitiv und leicht zu bedienen sind, haben viele Dozenten und Studierende eine Scheu vor dem Einsatz eines solchen Tools.


Einführungsveranstaltungen helfen dabei, diese Scheu zu überwinden. Wenn die Nutzer sich bereits mit der Lösung vertraut gemacht haben, fällt es ihnen außerdem leichter, sich auf den Inhalt der Vorlesung zu konzentrieren.

  • Regeln für die Teilnahme an Online-Vorlesungen formulieren: Online-Vorlesungen unterscheiden sich stark von Präsenzveranstaltungen. Deshalb bedarf es Regeln für die Teilnehmer. Meeting-Teilnehmer sollten Chat und Zeichen-Funktionen nur konstruktiv verwendet und bei der Anmeldung ihren richtigen Namen angeben. Weisen Sie die Studenten darauf hin, dass sie aufgezeichnete Vorlesungen nur zu Lernzwecken nutzen dürfen.
  • Online-Vorlesungen gut vorbereiten: Mit den meisten Webkonferenzlösungen lassen sich Meetings weit im Voraus planen und man kann für wiederkehrende Termine immer dieselbe Sitzungsnummer verwenden. Aus technischer Sicht empfehlen die Studenten der DHBW Karlsruhe den Einsatz von Tischmikrofonen/Ansteckmikrofonen oder Headsets für eine gute Tonqualität. Darüber hinaus schlagen sie die Nutzung eines Graphik-Tablets vor, mit dem sich der Tafelanschrieb ersetzen lässt. Auch wenn Lösungen wie GoToMeeting sehr bandbreitenschonend sind, sollte – wo möglich – auf kabelgebundenes Internet statt auf WLAN zurückgegriffen werden. Gerade an Hochschulen, wo viele Menschen gleichzeitig dasselbe Netz nutzen, kann es häufig zu Verbindungsunterbrechungen kommen.
  • Online-Vorlesungen aufzeichnen: Auf diese Weise können die Studenten beim Lernen auf Klausuren noch einmal darauf zugreifen und doppelt davon profitieren.

Die Studenten der DHBW Karlsruhe zogen ein positives Fazit aus ihrer Beschäftigung mit dem Thema Web-Collaboration an der Hochschule. Sie wünschen sich, dass in Zukunft jeder Student direkt zu Beginn des Studiums einen Zugang zu einer Webkonferenzlösung erhält.

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