Videokommunikation – der Employer Branding Trend 2012

Attraktive Arbeitgebermarken werden im Kampf um begehrte Fachkräfte immer wichtiger. 2011 setzten die Unternehmen daher verstärkt auf professionelle Videokommunikation – ein Trend, der sich auch 2012 fortsetzen wird.

  1. Videokommunikation wird fester Bestandteil: 2011 war professionelles Employer Branding wichtig wie nie zuvor. Dies zeigt schon ein kurzer Blick über die Titel zahlreicher HR-Fachartikel oder Fachvorträge des ausklingenden Jahres. Und die Situation wird von dem auf verschiedene Wirtschaftsbereiche zukommenden Fachkräftemangel zukünftig weiter verstärkt, denn im Kampf um begehrte Spitzenkräfte ist eine attraktive Arbeitgebermarke ein entscheidender Faktor. Schon heute stellen Recruiting-Videos dabei ein beliebtes und effektives Mittel dar. So zeigte die Studie Trendemployer 2010 beispielsweise, dass 91 Prozent der Top Ten Engineering Arbeitgeber, darunter Audi, BMW und die Fraunhofer Gesellschaft, auf Recruiting-Videos setzen.
  2. Die HR-Szene wird mutiger – der Wettbewerb erfordert Aufmerksamkeit: Abseits von Statistiken wird die wachsende Bedeutung der Videos auch durch die Vielfalt der Ansätze belegt, mit der Arbeitgeber mittlerweile um Arbeitskräfte buhlen. Neben klassischen, detaillierten Job- und Unternehmensdarstellungen entstehen immer wieder unkonventionelle, emotional gestaltete Clips, bei denen die Botschaft im Vordergrund steht.
  3. Bewerber differenziert ansprechen und überzeugen: Ebenfalls immer wichtiger wird die differenzierte Ansprache von Zielgruppen. Denn der Mangel an Fachkräften für einzelne Arbeitsbereiche macht es oftmals notwendig, spezifisch an einzelne Berufsgruppen heranzutreten. Wie dies geht, machte die BMW-Marke MINI vor: Im Recruiting-Video „MINI-Verkäufer -  Hausbesuch“ sucht MINI nach Verkäufer-Nachwuchs für Autohäuser – ein unkoventioneller Job für einzigartige Menschen. Im Stil einer Homestory präsentieren echte Verkäuferpersönlichkeiten daher sich und ihren Job, spontan, authentisch und passend zur Zielgruppe im MTV-Look.
  4. Professionelle Darstellung statt YouTube: Deutlich zeichnet sich auch ab, dass Arbeitgeber vermehrt auf den Faktor Technologie achten und ein immer größeres Augenmerk auf ihre eigenen Web-Auftritte legen, mit denen sie Jobsuchende detailliert informieren und direkt zur passenden Bewerbung anregen möchten – natürlich optimal an des Corporate Design angepasst. Für die Bereitstellung von Recruiting-Videos reicht da eine simple Einbindung des YouTube-Kanals inzwischen nicht mehr aus. Gut beraten sind daher Unternehmen, die ihre Recruiting-Videos mit der passenden Online-Video-Lösung auch professionell in die eigene Webseite einbetten können.

 

Was müssen Personaler nun also für das kommende Jahr beachten? Die Trends des Vorjahres setzen sich durch und werden mit der Zeit zum Standard. Um auf dem Arbeitnehmer-Markt wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen zukünftig Videos in ihre Employer-Branding-Maßnahmen integrieren – platziert in den passenden Portalen und professionell in die Unternehmenswebsite integriert. Über allgemeine Videos hinaus müssen spezialisierte Fachkräfte jedoch auch direkt angesprochen werden, wozu differenziert auf die jeweilige Zielgruppe zugeschnittene Clips ein probates Mittel sind. Beim Einsatz von Videos gilt zudem ein klarer Grundsatz: Qualität setzt sich durch. Kein Bewerber interessiert sich mehr für ein gestelltes, hölzern wirkendes Interview mit verwackelter Amateurkamera. Und wer dabei trotz aller Seriosität den Mut zu Kreativität und ästhetischer Gestaltung bewahrt – wie beispielsweise BMW-MINI – hat gute Chancen, Jobsuchende nachhaltig zu begeistern.

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