Studie: Flut an Personaldaten zählt zu Top-Herausforderungen

77 Prozent der weltweiten Personalverantwortlichen wissen nicht, wie sich das Potenzial der Belegschaft auf den Geschäftserfolg auswirkt. Weniger als die Hälfte der befragten Unternehmen treffen ihre Geschäftsentscheidungen zudem auf Grundlage objektiver Talentdaten. Das sind die Ergebnisse des Global Assessment Trends Report 2013, die SHL, Anbieter von Talentbewertungslösungen, jährlich veröffentlicht. An der Umfrage haben sich weltweit 592 HR-Experten beteiligt. Die Studie legt dar, dass viele Personalabteilungen vom Umfang ihrer Personaldaten überfordert sind. Es fällt ihnen schwer, aus der Datenfülle aussagekräftige Erkenntnisse für ihr Unternehmen abzuleiten.

Die meisten Unternehmen fokussieren sich derzeit auf Restrukturierungen, Kosteneinsparungen und Umsatzsteigerung in schwierigen Märkten. Dies spiegeln die HR-Prioritäten 2013 wider. Laut Studie erklärten über die Hälfte der Befragten den Bedarf, Mitarbeiter verstärkt zu binden (55 Prozent der Befragten) und starke Führungspersönlichkeiten zu entwickeln (52 Prozent der Befragten), um die erforderlichen Änderungen zu forcieren. Zu den weiteren Trendthemen der Personalverantwortlichen gehören die Bereiche Leistungsmanagement (49 Prozent), Personalplanung/Talentanalyse (43 Prozent) sowie Aus- und Weiterbildung (42 Prozent). Die HR-Prioritäten verdeutlichen zudem den Konflikt zwischen der kurzfristigen Produktivität und Leistung von Mitarbeitern und der langfristigen Strategie, die darauf ausgelegt ist, Talente auf die betrieblichen Anforderungen und die Vision des Unternehmens abzustimmen.

Die SHL-Studie signalisiert, dass Personalverantwortliche aufgrund der enormen Datenflut nicht genau wissen, wie sie Talentdaten effektiv nutzen können, um auf den Geschäftserfolg einzuwirken. 2012 wurden täglich etwa 2,5 Exabyte Daten erfasst. Diese Zahl wird sich schätzungsweise alle 40 Monate verdoppeln. Die beiden großen Herausforderungen, die Personalabteilungen bewältigen müssen, sind, die Qualität der Informationen und den Zugang zu den Daten sicherzustellen. Die Befragten gaben an, dass in beiden Bereichen noch Nachholbedarf bestehe.

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