Studie: ECM auf dem Weg in die Cloud – aber der Weg ist noch lang

Laut einer aktuellen Umfrage von Pentadoc Radar nutzen gut 18 Prozent der Unternehmen Cloud-Dienste im Bereich Dokumentenmanagement und Enterprise-Content-Management. Dies erfolgt bei den meisten Unternehmen im Bereich der Archivierung. Für den Großteil der bisherigen ECM-Nutzer (27,27 Prozent) kommt die Anwendung von Cloud-Diensten jedoch gar nicht in Frage.

Bei den knapp 82 Prozent der bisherigen ECM- aber Nicht-Cloud-Nutzer herrscht noch eine bemerkbare Zurückhaltung. Für fast ein Drittel (27,3 Prozent) kommt die Auslagerung von DMS- bzw. ECM-Diensten überhaupt nicht in Frage. Bei den restlichen Befragten zeigt sich das Interesse in sehr unterschiedlichen Bereichen, weshalb sich keine klaren Einsatzschwerpunkte ableiten lassen. Während vor allem Collaboration (15,7 Prozent), Archivierung (14,9 Prozent) und Web-Content-Management (14,9 Prozent) den meisten Zuspruch erhalten, kommen die Bereiche des Outputmanagements, der elektronischen Aktenlösungen und rund um Workflows/BPM besonders wenig in Frage. Deutlich mehr Interesse zeigt sich jedoch bei den Unternehmen, die bislang noch kein DMS- bzw. ECM nutzen, die Einführung jedoch zukünftig planen. Lediglich 15,8 Prozent dieser Unternehmen schließen die Nutzung von Cloud-Diensten grundsätzlich aus. 36,8 Prozent der Unternehmen hingegen können sich beispielsweise eine Archivierung in der Cloud gut vorstellen.

Christoph Tylla, Analyst der Pentadoc AG, fügt an: „Es ist nachvollziehbar, dass Unternehmen, die bislang noch keine Investitionen für Hard- und Software im Bereich ECM getätigt haben, offener dem Thema Cloud und den damit zusammenhängenden Abrechnungsmodellen gegenüberstehen. Aber wir rechnen auch bei bisherigen ECM-Anwendern mit steigender Nachfrage. Letztlich werden die Lösungsangebote und die Transparenz und Attraktivität der damit zusammenhängenden Abrechnungsmodelle für den Erfolg oder Misserfolg ausschlaggebend sein.“ Besonders wichtige Aspekte sind für die Unternehmen die Datensicherheit (62,0 Prozent), eine einfache Einführung (47,9 Prozent) und geringe Gesamtkosten (47,9 Prozent). Es bleibt also spannend, was der Markt an Lösungsangeboten liefert und wie diese angenommen werden.

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