Qualifikation in Krisenzeiten und darüber hinaus: Mit flexibler beruflicher Weiterbildung "on the Job" Fachkräfte finden und Personal stärken

Qualifizierte Fachkräfte sind ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Doch in unterschiedlichen Branchen wird seit Jahren ein umfassender Fachkräftemangel beklagt. Was in Krisenzeiten besonders wichtig ist? Dass die Qualifikation von Menschen gut zum Unternehmen passt. In der flexiblen beruflichen Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter "on the Job" liegt daher jetzt ein großes Potenzial für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen.

Das Modell der Teilqualifizierung: Die eigenen Mitarbeiter als Antwort auf Kompetenzveränderungen

Damit Unternehmen die aktuellen Herausforderungen meistern, müssen sie jetzt die dafür notwendigen Kompetenzen ihrer Arbeitskräfte unternehmens- und praxisbezogen mitdenken.

Berufliche Fort- und Weiterbildung unterstützte Mitarbeiter schon immer dabei, ihr Fachwissen aufzufrischen. In einer beschleunigten Digitalisierung notwendige Kompetenzen erlernen Beschäftigte jedoch besser im Kontext ihres Aufgabenspektrums. Damit vor allem kleine und mittelständische Unternehmen jetzt das große Potential der eigenen Mitarbeiter nutzen können, brauchen sie neue Strategien und Formate für die Kompetenzentwicklung.

Menschen machen Unternehmen in allen Zeiten stark

Es sind die Menschen, die Produkte oder Dienstleistungen entwickeln, und die an jedem Arbeitstag Leidenschaft und Kreativität einbringen. Gute Mitarbeiter zu finden und weiterzuentwickeln, erfordert von Unternehmen gezielte Investitionen - auch in deren Qualifikation. Mit Teilqualifizierungen (TQ) verfügen Personalabteilungen über ein effizientes und schnelles Instrument zur beruflichen Weiterentwicklung der Teams.

An- und ungelernte Mitarbeiter erwerben in Modulen ausgewähltes Fachwissen aus anerkannten Ausbildungsberufen. Jedes Modul besteht aus Theorie- und Praxisanteilen. Die Praxis kann im eigenen Unternehmen absolviert werden. Nachqualifizierte Mitarbeiter entlasten dann die Fachkräfte, indem sie komplexe und anspruchsvolle Tätigkeiten übernehmen. Aber auch für Unternehmen, welche die Kompetenzen ihrer Fachkräfte entwickeln wollen, stehen Nachqualifizierungsangebote in relevanten Berufsbildern bereit.

Qualität statt Fantasie-Zertifikate

Das Handelsblatt[1] berichtete jüngst von einem "unübersichtlichen Wildwuchs" an Teilqualifizierungen, was insgesamt auf den Fort- und Weiterbildungssektor in Deutschland bezogen werden kann. 540 Bildungsträger möchten derzeit in Deutschland mehr als 20.000 TQ-Maßnahmen an den Markt bringen. Wo es für die Weiterbildung keine einheitlichen Standards gibt, entlastet das Gütesiegel "Eine TQ besser!" Personalentscheider von der Schwierigkeit, Qualität herauszufiltern. Das Siegel ist bundesweit anerkannt und garantiert neben der Qualität auch den Mehrwert wirtschaftsnaher Teilqualifizierungen. Mit der Initiative "ETAPP" tragen Arbeitgeber und Bildungswerke das Modell in die Öffentlichkeit - gemeinsam mit den Industrie- und Handelskammern.

Fazit: Die Teilqualifizierung bietet Unternehmen jetzt eine wirkungsvolle Möglichkeit, die eigenen Mitarbeiter mit einem digitalen Lernformat weiterzuentwickeln. Personalbedarf wird auf diese Weise schnell und risikoarm behoben, und der modulare Aufbau bietet den Firmen größtmögliche Flexibilität. Menschen ohne eine Ausbildung, mit einer fachfremden oder einer veralteten Ausbildung, steigern ihre Beschäftigungsfähigkeit - durch Lernen im Arbeitskontext.

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[1] 28. Januar 2020: Das Handelsblatt berichtete im Rahmen der ETAPP-Tagung in Berlin über die wirtschaftsnahen Teilqualifizierungen.