Leadership 2.0: Was fordert die digitale Welt von der Führungskraft der Zukunft?

Unsere Arbeitswelt 4.0 wird immer flexibler, kommunikativer, digitaler und vernetzbarer. Durch die Digitalisierung sind alle Innovationsprozesse und Abläufe schneller geworden und auch die Kommunikation hat sich durch die Vernetzung im Internet verändert. Folglich müssen sich ebenfalls die Geschäftsführer von Unternehmen der digitalen Arbeitswelt anpassen. Doch wie sieht eine erfolgreiche Führung in der Zukunft aus?

Mit dieser Frage hat sich unter anderem die Initiative Neue Qualität der Arbeit in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales beschäftigt. Mithilfe einer Befragung von rund 400 Führungskräften aus unterschiedlichen Unternehmen wurde analysiert, wie sich die Anforderungen an eine gute Führung verändern. Hieraus resultiert, dass besonders auf die Vielfalt in Unternehmen und auf die steigende Flexibilität reagiert werden muss. Die befragten Führungskräfte sind sich einig, dass die Organisation in Netzwerke ein geeignetes Modell ist, um auf die moderne Arbeitswelt schnell zu reagieren. Laut Thimo Müller, Geschäftsführer der Contento Select GmbH, müssen die Führungskräfte von morgen nicht nur Kenntnisse der neuesten Technologien mitbringen, sondern auch im Allgemeinen für neue Geschäftsmodelle bereit sein. „Ein moderner Manager muss sich in der Zukunft mit digitalen Strategien auseinandersetzen können, neue Geschäftsmodelle mithilfe von Technologien entwickeln und das Unternehmen in der Arbeitswelt 4.0 vorantreiben. Dies bedeutet nicht nur Mut für Neues oder Verständnis für Daten und Fakten, es bedeutet auch, dass das eigene Handeln oder die alten Business-Modelle stets hinterfragt werden müssen“, meint der Experte. Ziel ist es, starre Strukturen aufzulösen und mit der Zeit zu gehen, indem berücksichtigt wird, was in den kommenden Jahren technologisch möglich und auch sinnvoll sein wird. Des Weiteren ist es unter anderem Aufgabe einer modernen Führungskraft, als Motivationscoach zu fungieren, um Mitarbeiter mitzureißen und sie zu ermutigen, die sich neu ergebenden Aufgaben und Chancen gemeinsam anzugehen, denn letztlich betrifft der digitale Wandel nicht nur die Manager, sondern alle Mitarbeiter eines Unternehmens.

Doch die richtigen Manager sind nicht immer einfach zu finden, da sie sich oftmals nicht eigenständig für eine derartige Position bewerben oder weil Führungspositionen von Unternehmen gar nicht erst ausgeschrieben werden. Laut der Bundesagentur für Arbeit werden ungefähr zwei Drittel aller Stellen nicht öffentlich ausgeschrieben2. Dienstleistungsunternehmen wie Contento Select ermöglichen Unternehmen trotzdem die passenden Kandidaten zu finden, indem sie Bewerber kontaktieren, die nicht auf dem freien Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. „Nachdem die Unternehmen mit ihren Vorstellungen zu uns gekommen sind, begeben wir uns auf die Suche nach dem passenden Bewerber. Die zukünftigen Arbeitnehmer kontaktieren wir daraufhin sowohl über das Internet als auch privat. Besonders unsere Datenbank erleichtert uns den passenden Kandidaten für unsere Kunden zu finden“, erklärt Müller. Damit das Unternehmen immer auf dem aktuellen Stand seiner Suche ist, gibt das Personalberatungsbüro seinen Auftraggebern im Wochenrhythmus Rückmeldung.
Aber nicht nur die zukünftigen Arbeitgeber sind bei der Suche nach einer neuen Führungsposition gefragt, aktiv zu werden. Auch als Bewerber sollte man immer dafür sorgen, Unternehmen auf sich aufmerksam zu machen, wie beispielsweise durch die Verwendung sozialer Netzwerke wie Xing, LinkedIn oder auch Facebook. Durch die richtige Netzwerkpflege erhöhen Bewerber ihre Chancen, auf dem verdeckten Arbeitsmarkt gefunden zu werden. Unternehmen schreiben User immer häufiger über Onlineplattformen an und bieten im Optimalfall eine passende Stelle. Hierfür ist es wichtig, sowohl den beruflichen Werdegang als auch die besonderen Qualifikationen sichtbar zu machen. Wichtig ist sich bewusst zu machen: Nur wer im Internet aktiv wird, kann letztlich auch wahrgenommen werden.

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