Ideenmanagement bringt deutscher Wirtschaft Milliarden – Robert Bosch GmbH mit 222 Millionen Euro Spitzenreiter

Ein konsequentes Ideenmanagement bringt den Unternehmen der deutschen Wirtschaft jedes Jahr einen Nutzen in Milliardenhöhe. Das geht aus einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Betriebswirtschaft (dib) hervor, für die bundesweit 176 überwiegend große Unternehmen mit insgesamt zwei Millionen Beschäftigen befragt wurden. Allein diese Unternehmen erzielten im Jahr 2010 durch Verbesserungsvorschläge einen Gesamtnutzen in Höhe von 1,37 Milliarden Euro.

Reichen die Mitarbeiter in der öffentlichen Verwaltung jährlich nur 5 Ideen pro 100 Mitarbeiter ein, so kommt die metallverarbeitende Industrie auf einen Höchstwert von 256 Vorschlägen. Über dem Schnitt liegen auch die Automobilzulieferer (238), die Elektroindustrie (111) sowie der Maschinen- und Anlagenbau (105). Wie im Jahr zuvor beteiligte sich 2010 im Schnitt jeder fünfte Mitarbeiter (21 Prozent) am Ideenmanagement. Auch die Realisierungsquote, die Anzahl der positiv entschiedenen Ideen, blieb mit 69 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres.

Ein effizientes Ideenmanagement zahlt sich für die einzelnen Unternehmen sowohl durch eine stärkere Identifikation der Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen aus als auch in Euro und Cent. Laut dib-Report realisierte die Robert Bosch GmbH im Jahr 2010 mit 222 Millionen Euro den größten Nutzen der analysierten Unternehmen, gefolgt von der Deutschen Post DHL (220 Mio.), der Siemens AG (189 Mio.), der Volkswagen AG (93 Mio.) und der Deutschen Telekom AG (68 Mio.). Am kreativsten waren die Mitarbeiter der Viessmann Werke, die pro Kopf 21 Vorschläge einreichten.

Auch für die Mitarbeiter zahlte sich das Engagement aus. Die Unternehmen schütteten insgesamt rund 117 Millionen Euro (2009: 130 Mio. Euro) für neue Ideen aus. Ein Unternehmen der Chemiebranche honorierte einen Vorschlag mit der Höchstprämie von 228.000 Euro. Die durchschnittlich gezahlte Prämie je Verbesserungsvorschlag lag bei 137 Euro (2009: 170 Euro). Insgesamt errechnete das Deutsche Institut für Betriebswirtschaft für die befragten Unternehmen im Jahr 2010 einen durchschnittlichen Nutzen von 676 Euro pro Mitarbeiter.

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