HR-Abteilungen fehlt Fachkompetenz

SAP-Experten wünschen sich von den Personalabteilungen in den deutschen Betrieben mehr Tempo, Flexibilität und Fachkompetenz. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage, die die SAP-Personalberatung Hype unter 450 SAP-Fach- und Führungskräften durchgeführt hat. Dabei gaben mehr als 67 Prozent der Befragten an, dass die Recruiting-Prozesse zu lange dauern und den Kandidaten keine Transparenz über den Stand ihrer Bewerbung bieten. Über 50 Prozent der SAP-Spezialisten kritisierten, dass sich die HR-Manager bei der Auswahl zu stark von vorhandenen Zeugnissen und Zertifikaten leiten lassen, anstatt auch Quereinsteigern eine Chance zu geben und diese bei Bedarf intern weiterzubilden.

Überhaupt ist das Thema betriebliche Weiterbildung und Weiterentwicklung von zentraler Bedeutung für mehr als 60 Prozent der befragten SAP-Experten. Sie möchten von der Personalabteilung bei der Planung ihrer persönlichen Entwicklung unterstützt werden, zum Beispiel durch professionelle Trainings und regelmäßige Bewertungen. Dafür fehle es vielen HR-Managern jedoch an Fachkompetenz, beklagen die Befragten und fordern zumindest ein Basisverständnis für das operative Geschäft und den Arbeitsalltag der Mitarbeiter. Ein solches Fachwissen, das sich nur durch eine verstärkte Zusammenarbeit mit den Fachbereichen entwickeln lasse, sei auch für die Gewinnung von SAP-Spezialisten unerlässlich.

„Die Umfrage zeigt, dass sich die Personalabteilungen mehr ihrer Rolle als Dienstleister für die Mitarbeiter und Bewerber bewusst werden müssen“, fasst Frank Rechsteiner, Geschäftsführer der Hype-Personalberatung, zusammen. „Dazu gehört, dass sie genügend Know-how über die ausgeschriebenen Positionen entwickeln, anstatt die Besetzungsvorschläge der Fachabteilungen einfach durchzuwinken.“ Zu diesem Verständnis der Rolle von HR-Managern zählt auch, dass sich die SAP-Kandidaten eine direkte Ansprache und offene Kommunikation über ihre beruflichen Chancen im Unternehmen wünschen. Sie möchten bei Absagen nicht mit den üblichen Floskeln abgespeist, sondern ehrlich über die tatsächlichen Gründe informiert werden.

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