Die vier Vorteile von Edge Computing für das Internet of Things

IoT-Anwendungen stellen anspruchsvolle Anforderungen an die IT-Infrastruktur. Sie benötigen geringste Latenzzeiten bei gleichzeitig höchster Skalierbarkeit, Ausfallsicherheit und Verfügbarkeit. Das erklärt die Tatsache, dass sich Edge Computing zu einer besonderen und zunehmend wichtigen Disziplin innerhalb einer Netzwerk-Infrastruktur entwickelt hat.

Die verteilte, offene IT-Architektur von Edge Computing verarbeitet viele Daten in Echtzeit direkt vor Ort und reduziert somit drastisch den Bandbreitenbedarf und die Latenzzeiten, die zwangsläufig bei der Datenübertragung und der Datenverarbeitung in einem Rechenzentrum entstehen. Und das unabhängig davon, ob dafür ein Inhouse- oder ein Cloud-Datacenter genutzt wird.

Gleichzeitig führen das hohe und ständig wachsende Datenaufkommen und die Zunahme kritischer Anwendungen an den Endpunkten (Edge) dazu, dass die für ein Datacenter typischen Qualitätsmerkmale wie Skalierbarkeit, Ausfallsicherheit und Hochverfügbarkeit auch für Edge-Infrastrukturen unverzichtbar werden.

Für die Experten von Opengear, Anbieter von smarten Out-of-Band-Managementlösungen für den Schutz kritischer Infrastrukturen, zeichnet sich Edge Computing im IoT-Umfeld gegenüber Cloud- und Datacenter-zentrierten Ansätzen vor allem durch diese vier Vorteile aus:

  1. Geschwindigkeit: Je länger es braucht, bis Daten verarbeitet werden, desto weniger relevant werden sie. Einerseits reduziert Edge Computing das Gesamtaufkommen des Datenverkehrs und erhöht damit die Performance von Anwendungen und Services. Andererseits werden durch Edge Computing latenzsensible Anwendungen möglich, zum Beispiel Autonomes Fahren, die mit Datacenter-zentrierter Datenverarbeitung oder in Gebieten mit ungenügender Netzabdeckung gar nicht möglich wären.

  2. Sicherheit: Die Zahl von IoT-Geräten wächst ständig. Damit werden sie zunehmend zum Ziel für potenzielle Netzwerkangriffe. Aufgrund der zentralisierten Struktur ist Cloud Computing anfällig für DDoS-Attacken und Ausfälle. Edge Computing dagegen verteilt Anwendungen und Prozesse über verschiedene Devices, so dass es für Angreifer weitaus schwieriger und aufwändiger wird, das Netzwerk zu infiltrieren. Zudem kann Edge Computing sensitive Informationen filtern und gegebenenfalls nur unkritische Daten übertragen, um Security- und Compliance-Vorgaben zu erfüllen. Dadurch können weniger Daten abgefangen werden, was die Einhaltung von Sicherheitsstandards erleichtert.

  3. Kosten: Beim Edge Computing können die Daten am Ort ihres Entstehens gefiltert werden und müssen nicht an ein Datacenter geschickt werden. Unternehmen haben deshalb die Wahl, die für sie perfekte Mischung zwischen lokalen Services und Cloud-gestützten Anwendungen für eine kostengünstige IoT-Lösung zu nutzen. Die Datenverarbeitung und -speicherung in Edge-Devices reduziert den teuren Bandbreitenbedarf und optimiert damit die Gesamtkosten.

  4. Skalierbarkeit: Edge Computing erlaubt es Unternehmen, ihren Kapazitätsbedarf jederzeit und effizient durch eine Kombination von IoT-Devices und Edge-Datacentern zu erweitern. Die Nutzung von Edge-Devices optimiert die Skalierungskosten, weil mit jedem zusätzlichen Gerät ein weitaus geringerer Bandbreitenbedarf für das Netzwerk verbunden ist.

"Edge Computing ist für viele IoT-Szenarien unverzichtbar, denn mit der optimalen Nutzung der Daten kann genau der Mehrwert erzielt werden, durch den entscheidende Wettbewerbsvorteile entstehen", so Dirk Schuma, Opengear Sales Manager Europe. "Um so wichtiger ist es, bei der Implementierung die besten, smartesten Lösungen einzusetzen."

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