Der weltweite Datenverkehr soll bis 2021 auf 3,3 Zettabyte pro Jahr anwachsen

Der weltweite Datenverkehr wird sich bis zum Jahr 2021 verdreifachen und erreicht dann ein Volumen von 3,3 Zettabyte pro Jahr. Ein Zettabyte entspricht 1.024 Exabyte = 1021 Byte. Dies ist die Erkenntnis der aktuellen Studie „Cisco Visual Networking Index™ (VNI)“ der Cisco Systems, Inc. Gerade von dem Hintergrund des steigenden Datenvolumens werden IT-Lösungen, mit denen digitales Wissen gelöscht werden kann, dringend benötigt.

Mario Herb von der esentri AG, der das Projekt EDV leitet, erläutert: „Je mehr Daten ausgetauscht werden und je sensibler die Informationen sind, umso mehr rückt auch das Thema Datensicherheit in den Fokus der Nutzer – wobei bestehende Angebote zunehmend kritisch hinterfragt werden. Mit dem Projekt EDV möchten wir den Anwendern deshalb eine permanente Kontrolle über ihre Daten geben, Vertrauen in das entwickelte System schaffen und die Risiken einer unerlaubten Nutzung von Daten minimieren. Im Ergebnis kann sich nicht nur die Bereitschaft der Menschen, Informationen auszutauschen, erhöhen, sondern auch die Zusammenarbeit von Projektpartnern und die Einwicklung von Innovationen gefördert werden. Dadurch wird der Wirtschaftsstandort Deutschland nachhaltig gestärkt. Denn Datensicherheit wird zunehmend zum Erfolgsfaktor – bei der Übertragung von einem Kilobyte prinzipiell genauso wie bei 3,3 Zettabyte.“

Die steigende Datenmenge erfordert neue Konzepte, um die übertragenen Informationen angemessen zu schützen. Wichtig ist dieser Schutz vor allem da, wo vermehrt vertrauliche Daten wie Umsätze, Projektergebnisse und Angaben zur Unternehmensstrategie oder zu Personal digital, also per E-Mail oder mithilfe von externen Speicherbereichen wie Cloud-Lösungen, ausgetauscht werden. Dabei müssen einige Daten oftmals nur temporär verfügbar sein und könnten danach wieder gelöscht werden. Innerhalb des Projekts EDV – Einfaches Digitales Vergessen werden Möglichkeiten des selbstbestimmten Austauschs von sensiblen oder personenbezogenen Informationen sowie das selbstständige Löschen dieser Informationen erforscht.

Ziel des Projektes ist es, ein aus Soft- und Hardwarekomponenten bestehendes System zum sicheren Austausch und zur Verwaltung von Daten zu entwickeln. Die eingesetzte Hardware dient unter anderem der eindeutigen Identifikation des Nutzers, beispielsweise durch ein Kartenlesegerät für elektronische Personalausweise. Seit 2017 wird das Projekt im Rahmen des Technologieprogramms „Smart Data – Innovationen aus Daten“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.

Für die Plattform des Projekts EDV wird eine Software genutzt, die einen sicheren Datenaustausch gewährleistet, beispielsweise durch eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Darüber hinaus behält der künftige Nutzer der Lösung von EDV auch nach dem Versand die Kontrolle über seine Daten, indem er seine Informationen entweder mit temporären Zugriffsrechten versieht oder seine Informationen nach Ablauf einer Frist automatisch gelöscht werden.

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