Über alle Berufsgruppen hinweg zählen betrügerische Anrufe und SMS mit 41 Prozent sowie Spam mit 40 Prozent zu den häufigsten Vorfällen. Die größten Sorgen bereiten den Befragten dagegen Datenlecks, die Übernahme ihrer Social-Media-Konten und der Diebstahl persönlicher Daten.
Technisches Fachwissen verändert das Bedrohungsprofil
Mitarbeitende in technischen Berufen, darunter IT-Sicherheit, IT-Support und Softwareentwicklung, berichten seltener von betrügerischen Anrufen und SMS als Befragte ohne technischen Hintergrund. Bei komplexeren Bedrohungen zeigt sich jedoch ein umgekehrtes Bild: 11 Prozent der IT-nahen Berufsgruppen berichten von Malware-Angriffen, gegenüber 8,5 Prozent der übrigen Befragten. Bei KI-gestützten Betrugsversuchen und Deepfakes sind es 9 gegenüber 6 Prozent, bei Angriffen auf vernetzte Geräte knapp 7 gegenüber 4 Prozent.
Besonders häufig von unterschiedlichen Vorfallarten betroffen sind Mitarbeitende im Marketing. Sie berichten im Durchschnitt von 4,5 unterschiedlichen Cybervorfällen; über alle Befragten hinweg liegt dieser Wert bei 3,7. Die höchste Vorfallrate weisen Beschäftigte aus den Bereichen Risikomanagement, Recht und Compliance mit rund 90 Prozent auf.
Nach Cybervorfällen wird eher das Verhalten angepasst
Nach einem Sicherheitsvorfall setzen Betroffene laut Studie häufiger auf Veränderungen ihres Verhaltens als auf zusätzliche technische Schutzmaßnahmen. Rund 45 Prozent nehmen keine Anrufe unbekannter Nummern mehr an und knapp 37 Prozent meiden nicht vertrauenswürdige Webseiten. Eine Multi-Faktor-Authentifizierung aktivieren dagegen 30 Prozent, eine Sicherheitssoftware installieren 24 Prozent.
Die Studie wurde im März 2026 vom Kaspersky-Marktforschungszentrum durchgeführt. Befragt wurden 7.200 Personen aus 18 Ländern, darunter Deutschland.
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