Die meisten Unternehmen stecken noch in den Anfängen
Notion hat vier Reifegrade in Bezug auf KI-Nutzung definiert. Diese verdeutlichen, wie sich die Arbeit verändert und welche Ergebnisse Unternehmen erwarten können, wenn sie von individueller Unterstützung zu agentengesteuerten Workflows übergehen.
- Stufe 1 - Gedankenpartner: Mitarbeitende nutzen eigenständig KI-Tools, um Entwürfe zu erstellen, Inhalte zusammenzufassen oder Ideen zu sammeln.
- Stufe 2 - Assistent: KI-Tools sind in interne Systeme oder Datenquellen integriert, um Routineaufgaben zu beschleunigen.
- Stufe 3 - Teammitglied: KI führt wiederkehrende Workflows autonom aus, wobei an definierten Kontrollpunkten eine menschliche Überprüfung erfolgt.
- Stufe 4 - System: KI führt komplexe Workflows mit großer Tragweite Ende-zu-Ende aus, iteriert und verbessert sich kontinuierlich.
Angesichts des Hypes um KI mögen Unternehmen das Gefühl haben, im Rückstand zu sein - doch dies ist ein Trugschluss: 88 % der Unternehmen befinden sich noch auf Stufe 1 oder 2, wo KI hauptsächlich zur Unterstützung der individuellen Produktivität eingesetzt wird. Nur 12 % haben Stufe 3 oder 4 erreicht, wo KI in wiederkehrende Workflows eingebettet ist oder autonomer arbeitet.
Führungskräfte fühlen sich bereit, Mitarbeitende sind weniger überzeugt
Hier zeigt sich die Bereitschaftslücke. Während 60 % der KI-Entscheidungsträger*innen angeben, ihr Unternehmen sei bereit für den Einsatz von KI-Agenten, stimmen dem nur 36 % der Mitarbeitenden zu. Auch sind Führungskräfte zuversichtlicher in Bezug auf die KI-Fähigkeiten ihres Unternehmens: 49 % sind sehr oder extrem zuversichtlich, verglichen mit 23 % der Mitarbeitenden.
Diese Lücke lässt sich durch fehlendes Vertrauen erklären. 71 % der Mitarbeitenden geben an, dass sie häufiger KI nutzen würden, wenn sie sich sicher wären, dass bei wichtigen Aufgaben keine Fehler gemacht werden. Gleichzeitig weiß die Hälfte der Entscheidungsträger*innen entweder nicht, welche KI-Tools die Mitarbeitenden nutzen, oder vermutet, dass nicht genehmigte Tools bereits im Einsatz sind.
Fortgeschrittene Unternehmen bauen auf ein solides Fundament
Die Unternehmen, die am weitesten fortgeschritten sind, setzen auf die richtigen Grundlagen: Sie integrieren KI in bestehende Systeme (+18 Prozentpunkte), bauen Governance und Aufsicht auf (+16 Prozentpunkte) und messen die Auswirkungen von KI anhand klarer Kennzahlen (+15 Prozentpunkte).
Auch die Gründe für den Einsatz von KI unterscheiden sich. Unternehmen in einer früheren Phase konzentrieren sich tendenziell auf Schnelligkeit, wie das schnellere Finden von Informationen (60 %) und das Erledigen von mehr Aufgaben (48 %). Fortgeschrittenere Unternehmen nutzen KI eher, um neue Fähigkeiten freizusetzen, einschließlich der Ausführung von Aufgaben, die sie zuvor nicht erledigen konnten (+10 Prozentpunkte), und der Entscheidungsfindung (+7 Prozentpunkte).
Wie schneidet die DACH-Region ab?
In der DACH-Region geben 16 % der Befragten an, dass ihr Unternehmen Stufe 3 oder 4 erreicht hat, verglichen mit 12 % weltweit. Hingegen befinden sich 84 % auf Stufe 1 oder 2 (88 % weltweit).
Zudem sind die Befragten in der DACH-Region optimistisch: 55 % der KI-Entscheidungsträger*innen sind sehr oder extrem zuversichtlich in Bezug auf die KI-Fähigkeiten innerhalb ihres Unternehmens. Zum Vergleich: Der globale Durchschnitt liegt bei nur 49 %. Darüber hinaus teilen jedoch nur 35 % der Mitarbeitenden aus der DACH-Region diese Zuversicht (23 % weltweit). Die Hürde liegt also darin, das Vertrauen im gesamten Team zu stärken.
67 % der KI-Entscheidungsträger*innen geben außerdem an, dass ihr Unternehmen eine klare Strategie verfolgt (65 % in der gesamten EMEA-Region) und 46 % glauben, dass ihr Arbeitgeber schneller in KI investiert, als die Mitarbeitenden bereit sind, diese zu nutzen. Jede neue Welle von KI-Investitionen trifft auf eine Belegschaft, die sich noch an die vorherige anpasst. Diese KLuft gilt es durch den Fokus auf die richtigen Grundlagen und Schutzmaßnahmen zu überbrücken, damit Unternehmen ihre KI-Ambitionen skalieren können.
"Bei Notion glauben wir daran, dass die besten Lösungen nie im Alleingang entstehen. Viele Unternehmen verfügen bereits über mehr Momentum, als ihnen bewusst ist: Investitionen sind getätigt, Strategien werden entwickelt, und viele Organisationen stehen auf einer ähnlichen Stufe in ihrer Entwicklung. Jetzt kommt es darauf an, die gesamte Organisation mitzunehmen. Die Unternehmen, die sich langfristig abheben werden, tun dies mit Bedacht: Sie verankern KI in ihren Arbeitsprozessen, stärken das Vertrauen innerhalb ihrer Teams und machen den konkreten geschäftlichen Mehrwert messbar", sagt Andrew McCarthy, GM EMEA, Notion.
Über die Studie: Notion befragte mehr als 6.000 KI-Entscheidungsträger*innen und KI-Nutzende in 16 Märkten, um zu verstehen, wo Unternehmen auf ihrem Weg der KI-Transformation stehen. Mehr als 500 der Befragten arbeiten in der DACH-Region.
>> Mehr Infos: www.notion.com/de