Alternativen und Planung der Unternehmensnachfolge

Eine Unternehmensnachfolge zu planen impliziert, sich intensiv mit den Alternativen auseinander zu setzen. Wer die Chance versäumt, rechtzeitig die Weichen zu stellen, manövriert sich in eine schwierige Situation, die die realisierbaren Lösungen stark einschränken.

 

Abbildung: Zusammen mit erfahrenen Experten gelingt es leichter, die komplexe Herausforderung zu bewältigen. | Bildquelle: pixabay.com © advogadoaguilar (CC0 Creative Commons)

Gemeinsam mit Profis Unternehmensnachfolge vorbereiten

Die Übergabe eines Unternehmens ist eine große Herausforderung. Wenn das Ende des Arbeitslebens unaufhaltsam näher rückt, während das Unternehmen zumindest theoretisch ewig leben kann, gilt es vorausschauende Entscheidungen zu treffen. Der Prozess der Planung und Übergabe ist langwierig, anstrengend und komplex. Darüber hinaus findet er in der Regel für den scheidenden Unternehmer nur ein einziges Mal im Leben statt. Eng verbunden mit der Firma sind Emotionen, die eine sachliche Einschätzung des Firmenwerts beeinflussen.

Üblicherweise fehlen Erfahrung und Routine, die bei einer Unternehmensnachfolge erforderlich sind, um einen angemessenen Preis nebst stimmigen Konditionen zu verhandeln. Auch deshalb ist die Zusammenarbeit mit erfahrenen Experten empfehlenswert, deren Tagesgeschäft die Corporate Finance Beratung ist. Sie geben bereits im Vorfeld zielführende Anstöße für die Umstrukturierung, um beispielsweise Leitung und Kapital voneinander zu trennen. Diese Maßnahmen verbessern die Chancen für eine erfolgreiche Unternehmensnachfolge und steigern den Firmenwert. Zudem kennen Corporate Finance Berater die Besonderheiten, die in den unterschiedlichen Nachfolgevarianten steckt.

Interne oder externe Nachfolge

Geht es um die Nachfolgeregelung in einem familiengeführten Unternehmen, stehen prinzipiell zwei Wege offen. Einerseits kommen Familienangehörige oder firmeninterne Manager bzw. Mitarbeiter als Nachfolger infrage. Andererseits stehen Möglichkeiten zur externen Nachfolge offen. Diese können entweder als Management-buy-in (MBI) oder in Form eines Unternehmensverkaufs realisiert werden.

Abbildung: Wenn Mitarbeiter die Firmenleitung übernehmen, entsteht ein enormer Motivationsschub. | Bildquelle: pixabay.com © jmexclusives  (CC0 Creative Commons)

MBI: Neuer mehrheitlichen Anteilseigner und übernimmt die Geschäftsführung

Falls eine interne Nachfolge nicht realisiert werden kann, kommt die externe Nachfolge in Betracht. Dabei übernimmt der Nachfolger die Mehrheit oder alle Anteile. Bei diesem Modell treten z. B. Banken auf den Plan, die den Anteilskauf finanzieren. Auch die Finanzierung über ein Verkäuferdarlehen ist denkbar.

Alternative zum MBI: MBO mit Beteiligten im Unternehmen

Beim MBO übernehmen Mitarbeiter und/oder Manager aus der Firma die Anteile. Der große Vorteil bei dieser Variante ist die Kenntnis der firmeninternen Strukturen. Die Einarbeitungszeiten sind kürzer, die Nachfolge lässt sich schneller verwirklichen. Schwächen zeigt dieses Konzept häufig in punkto Zahlungsfähigkeit der Käufer. Dafür gibt es Lösungen, die sich zum Beispiel aus Fremdkapital, Private Equity und Verkäuferdarlehen konzipieren lassen.

Möglichkeiten: Externe Unternehmensnachfolge

Auf der Seite der externen Unternehmensnachfolge steht die Option des Fremdmanagements. Dabei werden keine Anteile verkauft, sondern die bisherigen Anteilseigner kontrollieren weiterhin das Unternehmen. Fremdmanager bzw. Geschäftsführer und Kapital sind voneinander getrennt und die aus dem Tagesgeschäft scheidenden Anteilseigner profitieren langfristig über Gewinnausschüttungen und über den Wertzuwachs der Firma. Darüber hinaus können Stiftungen im Rahmen der Nachfolge mit steuerlichen Vorteilen eingesetzt werden oder das Unternehmen wird an Beteiligungsgesellschaft oder strategische Käufer veräußert.

Bei jeder geplanten Variante, unabhängig davon, ob sie intern oder extern abläuft, ist die Zusammenarbeit mit Corporate Finance Beratern empfehlenswert, um die bestmögliche Lösung zu erreichen.