Auf einer Skala von 0 bis 100 erreicht die Gesamtzufriedenheit mit HR bei HR-Profis und Führungskräften jeweils 72 Punkte. Beschäftigte vergeben im Durchschnitt 68,4 Punkte. Am besten bewerten Personalleitungen und CHROs die eigene Arbeit mit 76,5 Punkten, gefolgt vom oberen Management mit 74,1 Punkten.
Deutlich wird die Wahrnehmungslücke auch beim persönlichen Kontakt: 58,2 Prozent der HR-Profis gehen davon aus, mindestens einmal im Monat mit Mitarbeitenden im Austausch zu stehen. Unter den Beschäftigten bestätigen dies jedoch nur 34,9 Prozent.
Digitalisierung steigert die Zufriedenheit
Die Studie zeigt zugleich einen Zusammenhang zwischen dem Digitalisierungsgrad der Personalabteilung und der Zufriedenheit ihrer internen Zielgruppen: Je digitaler HR arbeitet, desto zufriedener sind Beschäftigte und Führungskräfte mit den angebotenen Leistungen. Besonders deutlich zeigt sich dieser Effekt bei Angeboten wie Weiterbildung, Talentmanagement und Mitarbeiterengagement. Haufe HR Service Experience Stu…
Eine führende Rolle bei der digitalen Transformation beansprucht HR allerdings nur selten. 72,6 Prozent der Personalerinnen und Personaler wollen die Digitalisierung begleiten, aber lediglich 18,4 Prozent sehen die Federführung im eigenen Bereich. Im oberen Management wünschen sich dagegen 33,2 Prozent, dass HR diese Rolle übernimmt.
KI ist im Personalwesen angekommen
Auch beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz hat HR nach den Studienergebnissen deutlich aufgeholt. 72,6 Prozent der HR-Profis nutzen KI mindestens wöchentlich, 35,4 Prozent sogar täglich oder mehrmals täglich. Besonders häufig kommt sie bei Stellenausschreibungen und Stellenprofilen zum Einsatz. 70,1 Prozent der HR-Nutzenden berichten, mit KI schneller zu arbeiten, 61,6 Prozent erleben eine spürbare Entlastung.
Interessant ist dabei erneut die unterschiedliche Wahrnehmung: 30,5 Prozent der HR-Profis sehen Vorbehalte in der Belegschaft als Hindernis für eine breitere KI-Nutzung. Unter den Beschäftigten teilen diese Einschätzung jedoch nur 19,6 Prozent. Wenn Beschäftigte KI bislang wenig oder gar nicht nutzen, liegt das laut Studie häufig eher an fehlenden Einsatzmöglichkeiten oder ungeeigneten Anwendungen als an grundsätzlicher Ablehnung.
Für die „HR Service Experience Studie 2026“ wurden 1.914 Personen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt: 744 Beschäftigte ohne Führungsfunktion, 718 Führungskräfte und 452 HR-Profis. Die Teilnehmenden stammen aus unterschiedlichen Branchen und Unternehmen mit 50 bis mehr als 10.000 Beschäftigten.
Mehr Infos: www.haufe.de/hr/studien/2026-registrierung