Die wichtigsten Erkenntnisse
- 40 % der Beschäftigten haben bereits gekündigt, weil sie ihrer Führungskraft nicht vertraut haben.
- 53 % fühlten sich von ihrer Führungskraft getäuscht oder belogen.
- 25 % vertrauen ihrer Führungskraft nicht vollständig und bezweifeln, dass diese in ihrem besten Interesse handelt.
- 45 % sind der Meinung, dass die Generation Z am wenigsten Vertrauen in die Unternehmensführung hat.
- Mehr als die Hälfte (54 %) glaubt, dass Babyboomer der Unternehmensführung am meisten vertrauen.
- Unabhängig von der Generation sagen zwei Drittel der Befragten, dass ihre Führungskräfte die Prioritäten und Herausforderungen ihrer jeweiligen Generation nicht verstehen.
Die Vertrauenslücke zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden
Vertrauen zwischen Mitarbeitenden und ihren Führungskräften ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg am Arbeitsplatz. Dennoch berichten viele Beschäftigte von unterschiedlich ausgeprägtem Vertrauen in die Fähigkeit ihrer Führungskräfte, in ihrem besten Interesse zu handeln.
- 25 % vertrauen ihrer Führungskraft nicht vollständig und bezweifeln, dass sie in ihrem besten Interesse handelt.
- 53 % haben sich bereits von einer Führungskraft belogen oder getäuscht gefühlt.
Was das Vertrauen in Führungskräfte untergräbt
Vertrauen zwischen Mitarbeitenden und Führungskräften entsteht durch Kommunikation, Fairness und Verantwortungsbewusstsein. Bestimmte Verhaltensweisen von Führungskräften können dieses Vertrauen jedoch untergraben und dazu führen, dass sich Mitarbeitende am Arbeitsplatz nicht ausreichend unterstützt oder wertgeschätzt fühlen. Bevorzugung einzelner Mitarbeitender (23 %), unethisches Verhalten (18 %) und schlechte Kommunikation (17 %) sind laut den Befragten die drei wichtigsten Faktoren, die das Vertrauen in ihre Führungskräfte am stärksten beeinträchtigen.
Der Bericht zeigt außerdem einen Mangel an Verantwortungsbewusstsein bei Führungskräften:
- 48 % sagen, dass ihre Führungskraft Fehler zwar zugibt, sie aber herunterspielt.
- 29 % berichten, dass ihre Führungskraft die volle Verantwortung für Fehler übernimmt.
- 23 % haben eine Führungskraft, die eigene Fehler nicht eingesteht.
Das Wichtigste: Schlechte Beziehungen zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden können schwerwiegende Folgen haben. 40 % der Befragten gaben an, bereits einen Arbeitsplatz verlassen zu haben, weil sie ihrer Führungskraft nicht vertrauten.
Generationsbedingte Sichtweisen auf Führung
Vertrauen am Arbeitsplatz ist nicht für alle Beschäftigten gleich - es unterscheidet sich je nach Generation. Der Bericht zeigt, dass ältere Generationen mehr Vertrauen in die Unternehmensführung haben, während jüngere Beschäftigte, die erst seit kürzerer Zeit im Berufsleben stehen, der Führungsebene ihres Unternehmens skeptischer gegenüberstehen.
- Fast die Hälfte (45 %) der Beschäftigten ist der Meinung, dass die Generation Z am wenigsten Vertrauen in die Unternehmensführung hat.
- Eine Mehrheit von 54 % sagt, dass Babyboomer der Unternehmensführung am meisten vertrauen.
- Generation Z fühlt sich ermutigt, ihre Meinung offen zu äußern
Die Generation Z verändert die Dynamik am Arbeitsplatz, indem sie Führungskräfte offener infrage stellt als frühere Generationen. Mit ihrer Bereitschaft, Bedenken anzusprechen und Entscheidungen zu hinterfragen, setzt sie sich für mehr Verantwortungsbewusstsein und Transparenz am Arbeitsplatz ein.
- 40 % der Beschäftigten sind der Meinung, dass die Generation Z am ehesten Bedenken äußert, wenn sie mit Entscheidungen der Führungsebene nicht einverstanden ist.
- 43 % der Befragten sagen, dass die Generation Z am ehesten bereit ist, Entscheidungen der Führungsebene offen infrage zu stellen.
- 34 % sind der Meinung, dass Babyboomer am wenigsten dazu neigen, ihre Bedenken gegenüber der Unternehmensführung zu äußern.
"Während erfahrene Berufstätige häufig starke Kritik an der Generation Z äußern, liegt das eigentliche Problem darin, dass viele Führungskräfte entweder nicht bereit sind oder zu langsam darauf reagieren, einen anderen Führungsstil zu entwickeln, der besser zu jüngeren Beschäftigten passt", sagt Jasmine Escalera, Karriereexpertin bei LiveCareer.
"Die Offenheit der Generation Z mag für Führungskräfte, die es gewohnt sind, mit Babyboomern, der Generation X und Millennials zusammenzuarbeiten, überraschend sein. Führungskräfte sollten diese Transparenz jedoch vielmehr als Chance begreifen. Wir befinden uns mitten in der sogenannten Great Detachment und können dieses Feedback nutzen, um unseren Kurs zu korrigieren."
Mitarbeitende fühlen sich nicht verstanden
Eine Gemeinsamkeit über alle Altersgruppen hinweg ist eine deutliche Verständigungslücke zwischen den Beschäftigten und ihren Führungskräften. Unabhängig von ihrer Generation sagt die Mehrheit der Befragten (63 %), dass Führungskräfte die spezifischen Prioritäten und Herausforderungen ihrer jeweiligen Generation nicht verstehen.
>> Mehr Infos: www.livecareer.de/bewerbung/generational-workplace-trust