wissensmanagement - Oktober/November 2018

Titelthema

Nutzen Sie Big Data richtig?

Big Data gehört zu wichtigsten digitalen Trends und entscheidet künftig maßgeblich über die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Doch statt systematischer Analyse, Aufbereitung und Nutzung der stetig wachsenden Informationsflut herrscht in der Praxis vielerorts Chaos: Heterogene Daten lagern in verteilten Systemen. Fehlende Schnittstellen verhindern eine übergreifende Vernetzung. Redundante Unterlagen, Mehrarbeit und Fehleranfälligkeit sind noch die kleinsten Probleme die daraus resultieren. Marketing und Vertrieb fehlt ohne Big Data die wichtigste Entscheidungsgrundlage. Das gilt auch für die Personalabteilung. Statt auf Basis valider Analysen erfolgen strategische Entscheidung noch häufig aus dem Bauch heraus. Mit Big Data erfolgt wirtschaftliches Handeln nicht mehr zufällig, sondern datenbasiert. Die großen Namen am Markt machen es längst vor. Doch Big Data ist längst nicht mehr exklusiv für die Big Player, sondern kann – und muss – in jedem Unternehmen zur Selbstverständlichkeit werden. Wie die Einführung von Big Data gelingt und worauf es bei der Umsetzung ankommt, das lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von „wissensmanagement – Das Magazin für Digitalisierung, Vernetzung & Collaboration“.


Editorial

Nutzen Sie Big Data richtig?

von Oliver Lehnert

Big Data hat das Zeug dazu, Unternehmensprozesse sowie -entscheidungen radikal zu verändern. An die Stelle des vagen Bauchgefühls treten valide Fakten. Und zwar nicht als Folge wochenlanger Recherchearbeiten mit ressourcenintensivem Analyseaufwand – sondern auf Knopfdruck. Auf diese Weise kann sich das Produktmanagement stets an den neuesten Trends orientieren, das Personalmanagement findet den am besten geeigneten Kandidaten für eine offene Stelle und das Marketing kennt die Bedürfnisse der Zielgruppe besser als die angesprochenen Personen selbst. Big Data fördert also den wirtschaftlichen Erfolg. Doch nicht nur das: Big Data mildert auch die Auswirkungen des demografischen Wandels. Indem es zum Beispiel zeitintensive Marktforschung und komplexe Auswertungen obsolet macht, setzt es Ressourcen frei, die Unternehmen wertschöpfend nutzen können.

Praxis Wissensmanagement

Digitalisierung

Auf dem Weg zum Unternehmen 4.0? Dann brauchen Sie einen Chief Process and Organisation Officer!

von Marco Englert, Prof. Dr. Anabel Ternès

Derzeit wandeln die deutschen Unternehmen zwischen Ignoranz und Technikgläubigkeit, doch müssen beide Parteien befürchten, die aktuelle Wirtschaftsphase der Konsolidierung als Verlierer hinter sich zu lassen: die einen, weil sie technologisch in absehbarer Zeit mit dem Wettbewerb nicht mehr Schritt halten können, die anderen, weil sie zahlreiche kosten- und zeitintensiv implementierte IT-Lösungen nutzen, die die Geschäftsprozesse fragmentiert und unter dem Strich auch nicht zu mehr Effizienz geführt haben. Sie folgen der Strategie ihrer CIOs, die nicht selten noch aus den wachstumsgeprägten 1990ern stammen. Dabei ist die Erkenntnis, dass die IT nur dann eine echte Wertsteigerung bewirken kann, sollte sie als Drehscheibe mit allen Organisationsbereichen vernetzt sein, nicht neu.


Studie

Was ist Glück? Arbeiten im Flow

von Jana Sindler

Philosophen sind von jeher der Ansicht, dass Glück das oberste Ziel unseres Daseins ist. Dabei ist „Glück“ nicht einmal einheitlich definiert. Was ist es also, das unser Leben lebenswert macht? Was ist es, das unser Leben mit Freude und Sinn erfüllt? Betrachtet man die Erkenntnisse aus der Flow-Forschung, so sind es bedeutungsvolle Ziele und ihre Aufgaben, die unser Bewusstsein ordnen und uns in einen Zustand führen, in dem nur noch der Augenblick zählt. Wir „fließen“ mit der Handlung mit, empfinden sie als äußerst angenehm und entfalten gleichzeitig unsere höchste Leistungskraft. Diese Erfahrungen werden oft im subjektiven Erleben mit Glück assoziiert.


Advertorial

Leistung steigern durch die Weiterentwicklung von Wissen – Fortschritt mit WBI Wissensmanagement

von Guntram Meusburger

Ein erfolgreiches, florierendes Unternehmen entwickelt sich täglich weiter. Es werden Produkte erneuert, Ziele definiert, Diskussionen geführt, Entscheidungen getroffen und Prozesse optimiert. Ein einmalig festgehaltener Wissensstand ist dadurch schnell veraltet und nicht mehr nutzbar. Wissen, das gut dokumentiert wurde, aber im Anschluss nicht mehr an die Praxis angepasst wird, ist nahezu wertlos. WBI Wissensmanagement hat daher die Weiterentwicklung als eigenen Prozessschritt definiert und klare Regeln geschaffen, wie Wissen einfach aktuell gehalten werden kann.


Veränderungsprozesse

Wirkungsvoll überzeugen: Die Macht des Change Marketings

von Tobias Maier

Veränderungsprojekte in der Organisationsentwicklung scheitern genauso häufig, wie sie gelingen. Veränderungen erzeugen Ängste, defensives Verhalten oder Widerstände. Ein Erfolgsfaktor ist also die positive Einstellung und Aufgeschlossenheit der Betroffenen gegenüber den geplanten Maßnahmen. Doch wie lassen sich Einstellungen positiv beeinflussen?

Titelthema

Industrie 4.0

Mensch und KI – das Dream-Team von morgen?

von Volker Gruhn

Sie sind gekommen, um unsere Nachfolge anzutreten: Diese Befürchtung ist beim Thema Künstliche Intelligenz (KI) weitverbreitet. Denn dank ihrer Fähigkeiten dringen diese Systeme in immer mehr Domänen vor, die bisher ausschließlich Menschen vorbehalten waren. So entsteht der Eindruck, dass es keine Bastion menschlicher Aktivitäten gibt, die dem Ansturm der Algorithmen auf Dauer standhalten wird: Sie können jetzt schon besser den Inhalt von Bildern erkennen oder nach Zusammenhängen in großen Datenmengen suchen – und das 24/7, ohne Pause.


Best Practice

Big Data Analytics im Rechtswesen: Legal lesen

von Alexander Firyn

Erstaunlich: Wir verfügen inzwischen über Big-Data-Technologien, mit denen sich Milliarden von Datenpunkten in Echtzeit auf Anomalien untersuchen lassen, und wir bauen neuronale Netze, mit denen Computer Texte von jeder Sprache der Welt in jede x-beliebige andere Sprache übersetzen. Aber wenn wir einen Anwalt mit einem Anliegen betrauen, druckt der immer noch Papier aus, sortiert Dokumente, markiert Textstellen mit Textmarkern und macht sich Notizen mit dem Bleistift. Kümmert sich denn die „Big Data & Analytics-Community“ gar nicht um die Rechtsexperten?


Human Resources

Die Vermessung der Personalarbeit: Was mit Zahlen und Daten heute möglich ist

von Steffen Michel

Die Fachwelt ist sich weitgehend einig: Unternehmen steht ein wahrer Datenschatz zur Verfügung, den sie nur richtig nutzen müssen, um Verbesserungspotenziale und Entwicklungsmöglichkeiten zu erkennen. Es ist dieses Potenzial von „Big Data“, das viele Unternehmen derzeit antreibt, in immer neue und ausgefeiltere Analysetools zu investieren. Das gilt auch für den Bereich Recruiting und Bewerbermanagement. Unternehmen ersetzen im Wettstreit um den idealen Kandidaten zunehmend das Bauchgefühl der HR-Mitarbeiter durch faktenbasierte Analysen und künstliche Intelligenz.


Big Data

Künstliche Intelligenz braucht gute Daten

von Matthias Bauer

Lernen Maschinen aus schlechten Daten, bleiben sie dumm oder treffen zumindest falsche Entscheidungen. Daten von hoher Qualität sind deshalb zentrale Voraussetzung für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in Unternehmen. Bis diese vorliegen, ist einiges an Vorarbeit zu leisten und dafür braucht es die richtigen Mitarbeiter, Prozesse und Technologien.

Digitalisierung

Enterprise Search

Kognitive Verfahren heben Enterprise Search auf eine ganz neue Ebene

von Dr. Uwe Crenze

In den vergangenen drei Jahren ist ein unglaublicher Hype um die Fortschritte beim Einsatz maschineller Lernverfahren für die Analyse von Dokumenten entbrannt. Nach und nach werden die damit geweckten Erwartungen in Form konkreter Lösungen erfüllt.


Enterprise Search

Was kann Suche heute leisten? Bestandsaufnahme Enterprise Search

von Franz Kögl

Enterprise-Search-Anwendungen helfen dabei, Wissen im Unternehmen zielgerichtet und effizient aufzuspüren. Artificial Intelligence und Machine-Learning-Verfahren ermöglichen darüber hinaus neue Use Cases, was die Software für noch mehr Nutzer interessant macht. Was können professionelle Enterprise-Search-Anwendungen heute leisten? Eine Bestandsaufnahme.


Best Practice

Digitales Wissensmanagement gegen Wissenssilos

von Martin Klein

In einer Fabrik für Getränkedosen steht eine Maschine still und lähmt so eine ganze Produktionslinie. Bei einem Output von 35 Dosen je Sekunde macht das pro Stunde und Linie rund 120.000 Dosen. Da kann der Verlust bei Stillstand in die Zehntausende gehen – es ist schnelles und effizientes Handeln gefordert. Der erfahrene Maschinenführer, der seit 30 Jahren im Betrieb ist und „seine“ Maschine in- und auswendig kennt, ist im Urlaub – der junge Ingenieur, der erst vor kurzem ins Unternehmen eingetreten ist, muss agieren. Hierfür ist es wichtig, dass das Wissen des erfahrenen Kollegen verfügbar ist, um ihn bei einer schnellen Lösungsfindung zu unterstützen. Dazu wird eine gemeinsame Wissensdatenbank gepflegt, auf die er bei Bedarf vor Ort zugreifen kann. Läuft die Maschine wieder, können die neu gewonnenen Erkenntnisse direkt erfasst und mit Bildern und Videos untermauert werden, um im nächsten vergleichbaren Fall noch schneller und zielgerichteter agieren zu können.

Human Resources

Prozessmanagement

Wie smart ist das Human Resource Management?

von Consuela Utsch

In der Wirtschaft ist das Thema Digitalisierung bereits allseits präsent und steht in der Regel weit oben auf der Prioritätenliste der Manager. Auch der Bereich des Human Resource Management (HRM) befindet sich in einem stetigen Wandel – digitale Entwicklungen sind in den Betrieben jedoch oft noch gar nicht angekommen. Dabei bietet das Internet der Dinge zahlreiche Chancen, die Digitalisierung und moderne Techniken im Personalmanagement anzuwenden. So betreten Personaler durch die Einbeziehung von Sensoren das Feld des Smart Human Resource Management (Smart HRM). Laut einer Studie wird sich die Vernetzung der Systeme auch auf dem Gebiet des Personalwesens weiter ausbreiten. Das birgt auf der einen Seite zahlreiche Anforderungen, impliziert andererseits jedoch auch viele neue Chancen.


Wissenszuwachs

Wunderwaffe Weiterbildung? Wie Unternehmen und Arbeitnehmer im digitalen Wettbewerb vorne bleiben

von Philipp Strunk

Die digitale Transformation verändert Gesellschaft und Wirtschaft wie keine andere Umwälzung seit der Industrialisierung – nicht umsonst wird sie als vierte industrielle Revolution bezeichnet. Neben den gesellschaftlichen Auswirkungen hat sie insbesondere großen Einfluss auf die Arbeitswelt. So verändert die Digitalisierung die Art und Weise wie wir arbeiten, die dafür genutzten Mittel und die Geschäftsmodelle auf deren Basis Unternehmen in Zukunft erfolgreich wirtschaften. Für die Mitarbeiter als „menschlichem Kern“ eines Unternehmens bedeutet dies vor allem: Eigeninitiative und lebenslanges Lernen.


Leadership 2.0

Zwischen Wunsch und Wirklichkeit: Der führungsintelligente Leader

von Bernd M. Wittschier

Leadership – ein schillernder Managementbegriff und ein weites Feld. Eine Leadership-Definition lautet: mit Führungsintelligenz und engagierten Mitarbeitern erwünschte Ergebnisse in einem sinnstiftenden Umfeld verwirklichen. Zu den wichtigsten Leadership-Bausteinen zählen Selbstleadership, Potenzialentwicklung, Teamcoaching und Performancemanagement.


Weiterbildung

Von der klassischen Projekt- zur digitalen Teamarbeit

von Hans-Peter Machwürth

In den meisten Unternehmen ist die Teamarbeit gängige Praxis. Deshalb zielen ihre Teamentwicklungsmaßnahmen heute meist darauf ab, aus bestehenden Teams Hochleistungsteams zu entwickeln. Außerdem gewinnt in der digitalen Welt die Entwicklung bereichs- und unternehmensübergreifender, oft virtueller Teams an Bedeutung.

Trends

Standortentwicklung

Deutsche Firmen werden digitaler: Talent & Innovation zahlen sich aus

von Geoffroy de Lestrange

Die gute Nachricht zuerst: Deutschland ist nicht länger im Analog-Loop gefangen! Mit der Digitalisierung geht es voran in den Ländern der DACH-Region. Doch nicht jedes Unternehmen kann daraus auch gleichzeitig den Erfolg ableiten. Denn eine neue Studie deutet darauf hin, dass Organisationen mit erhöhter Innovationsfähigkeit die digitale Transformation erfolgreicher bestreiten.


Innovationsmanagement

Innovation als Wachstumstreiber: Erfolgsfaktoren identifizieren, Flops vorbeugen

von Claus W. Gerberich, Daniel C. Schmid

Ohne Wachstum verliert das Unternehmen an Wert und an Attraktivität am Markt. Wachstum kann über mehrere Wege erreicht wegen. Der Weg über die Kostenführerschaft schafft langfristig keine relevanten Vorteile. Der Weg über die Spezialisierung und die Fokussierung auf eine Nische ist mit Risiken verbunden. Innovation hingegen ist die wichtigste Triebfeder des Wachstums von Unternehmen. Nur über Innovationen gelingt es, neue Kunden zu gewinnen und bestehende an sich zu binden. Innovationen schaffen Wettbewerbsvorteile und damit auch Preis- und Ertragsvorteile.


Changemanagement

Offisseus bringt Veränderungen: Mit Business-Theater den Wandel begleiten

von Leila Haidar

Der Change im Business ist nicht nur Kopfsache. Meist sind es nämlich die Emotionen, die auf der Strecke bleiben und zu wenig gehört werden. Es drohen Frustration und erhöhter Krankenstand. Business-Theater ist eine gute Möglichkeit, den Wandel zu begleiten.

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