2013/8 | Editorial | Editorial

Wohin geht die Reise?

von Oliver Lehnert

Die Zeiten von Befehl und Gehorsam sind in deutschen Unternehmen – glücklicherweise – längst vorbei. Auf dem Weg in die Wissensgesellschaft haben sich die Strukturen gewandelt, die Hierarchien sind flacher geworden. Management und Mitarbeiter begegnen sich zunehmend auf Augenhöhe. Die nachwachsenden Generationen fordern ihr Mitsprache- und Mitbestimmungsrecht nachhaltig ein. Sie wollen selbstbestimmt entscheiden, Verantwortung übernehmen – und dafür auch gerade stehen. Sie haben ihren eigenen Kopf und wollen ihre Ideen einbringen. Doch das bedeutet gleichzeitig ein Umdenken auf der Führungsebene. Führung muss sich folglich neu definieren. Die Verantwortlichen müssen als Sparringspartner auftreten, als Coaches, als Mentoren. Sie müssen Reibungspunkte bieten und Vertrauen schenken. Sie sind Teil eines Teams, das nur gemeinsam erfolgreich sein kann. Mehr dazu lesen Sie in unserem Titelthema „Kooperieren statt oktroyieren: Führung definiert sich neu" ab Seite 22.

Gerade für langjährige Führungskräfte ist dieser „neue Wind" nicht immer einfach, haben sie in ihren Anfangsjahren doch noch einen ganz anderen Führungsstil kennen gelernt. Für sie heißt es nun nicht nur umdenken, sondern dazulernen. Denn auch für Führungskräfte gilt das Prinzip des lebenslangen Lernens. Heute mehr denn je. Dazu gehören auch kritische Fragen zur eigenen Einstellung. Eine kritische Auseinandersetzung mit sich selbst, seinen Wünschen und Vorstellungen öffnet dabei mitunter ganz neue Horizonte. Daher fragt Frau Demann auf Seite 44 auch „Wie viel Wissen steckt in mir?" und beschreibt effiziente Weg des Selbstcoachings.

Und vielleicht nutzen wir ja alle die Tage und Wochen des ausklingenden Jahres, um über unsere Ziele nachzudenken – um dann im Januar wieder mit neuer Kraft und neuen Ideen zu starten. Bis dahin wünsche ich Ihnen eine gute Zeit.

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