Er ist in vollem Gange: der Wettbewerb der Unternehmen um die besten Nachwuchsköpfe, vom amerikanischen McKinsey-Direktor Ed Michaels auch martialisch als „War for Talents“ bezeichnet. Dem drohenden Fachkräftemangel geschuldet, umwerben viele Unternehmen Hoch- und Fachschulabsolventen mit überdurchschnittlichen Leistungen insbesondere aus technischen, wirtschafts- und rechtswissenschaftlichen Studiengängen. Doch die sind wählerisch.
Nach einer bundesweiten Studie des Meinungsforschungsinstituts Valid Research im Auftrag von Ernst & Young lassen sich Hochschulabsolventen nicht mehr nur mit hohen Gehältern locken. Priorität bei der Wahl des zukünftigen Arbeitgebers haben nach Angaben der 3.000 im Juni 2009 befragten Studierenden vor allem Faktoren wie Kollegialität, Jobsicherheit, ein respektvoller und vertrauensvoller Führungsstil, die Chance zum eigenverantwortlichen Arbeiten, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Weiterbildungsmöglichkeiten.
Unternehmen sind gut beraten, sich frühzeitig jungen Talenten als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren – am besten schon während der potenzielle Kandidat noch im Studium ist. Der Möglichkeiten gibt es viele: Info-Stände auf Hochschulmessen, Teilnahme an Hochschultagen, Praktika, Hospitanzen, betreute Diplomarbeiten – und natürlich auch die Bereitstellung von Studentenjobs.
Doch wie erfährt der Studierende von diesem Angebot? Die potenziellen Interessenten sind über viele Hochschulen und das ganze Bundesgebiet verstreut, die Firmenhomepage ist zwar gut gemacht, aber nicht gut besucht, die personellen Ressourcen für Messe- und Hochschulbesuche sind begrenzt. Gerade mittlere und kleinere Unternehmen machen immer wieder die Erfahrung, dass ihre Angebote entweder nicht genutzt werden oder aber die Kandidatenauswahl suboptimal ist.
Darum arbeitet die Techniker Krankenkasse (TK) mit einem Karriereportal im Internet zusammen, das Auszubildende, Studierende und Hochschulabsolventen mit Unternehmen zusammenbringt. Rund 5.000 Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind dort vertreten, mehr als 10.000 Studierende und Young Professionals haben ihr Profil hinterlegt, rund 15.000 Besucher der Website werden pro Tag registriert. Dieses Portal können Unternehmen nutzen, um Jobangebote für Berufseinsteiger nach dem Examen, Werkstudenten, Traineeprogramme und Praktikumsplätze zu veröffentlichen und ihr Unternehmensprofil einzustellen. Auf Wunsch helfen ihnen die Mitarbeiter des Karriereportals auch bei der Vorauswahl von geeigneten Bewerbern.
Denn die Erfahrung hat gezeigt, dass die frühzeitige und zielgenaue Ansprache potenzieller Nachwuchskräfte sowie die Entscheidung für die passenden Kandidaten eine wichtige Voraussetzung ist, um die personelle Zukunft eines Unternehmens zu sichern.
Social Media kann bei der Rekrutierung von Fachkräften helfen – vorausgesetzt, Unternehmen setzen die sozialen Medien richtig ein. Ergebnisse der ASMI-Studie von ADP zeigen, wo noch Nachholbedarf besteht: Denn grundsätzlich rekrutieren lediglich 29 Prozent der befragten Unternehmen Mitarbeiter über Social Media. Auch das Potenzial zum Dialog nutzen nur 27 Prozent, stattdessen werden die sozialen Medien...
Über die nächste Generation von Arbeitskräften wird schon seit gut zehn Jahren heftig diskutiert. Die Alterskohorte der heute 20- bis 30-Jährigen steigt oftmals gut ausgebildet in den Arbeitsmarkt ein. Mit berechtigtem Grund des demografischen Wandels sowie des zunehmenden Fachkräftemangels möchten Arbeitgeber wissen, was diese neuen Mitarbeiter auszeichnet, wie man sie ansprechen, rekrutieren und an ...
Der Fachkräftemangel scheint derzeit wie ein Damoklesschwert über zahlreichen Unternehmen zu schweben. Gerade im Mittelstand bedeutet die Veränderung der Demografie eine enorme Herausforderung. Ausreichend neue qualifizierte Mitarbeiter zu finden, wird zum zeitaufwändigen Unterfangen, teueres Einkaufen externer Kräfte ist langfristig nicht wirtschaftlich. In diesem Dilemma scheinen Führungskräfte oft...
In letzter Zeit wird wieder verstärkt über die akute Knappheit an Fach- und Führungskräften in Deutschland diskutiert. Zu Recht! Denn der Mangel an qualifizierten Fach- und Führungskräften hat mittlerweile auch die Energie- und Chemie-Unternehmen erreicht, die bislang zu den wichtigsten Zugpferden der deutschen Ökonomie gehörten und als attraktive, weil sichere Arbeitgeber galten. Und in den kommend...
Nicht schon wieder. Dieses Gefühl überkommt einen zuweilen, wenn mal wieder eine neue Generation durch den Medienwald getrieben wird. So viele „neue Generationen" wurden in den zurückliegenden Jahrzehnten er- bzw. gefunden, dass es einem zuweilen schwer fällt zu sagen, welche Generation gerade en vogue ist und Personalverantwortlichen angeblich graue Haare wachsen lässt: die Null-Bock- oder die ...
Mitarbeiter führen – das ist eine komplexe und vielschichtige Aufgabe. Dies erfuhren junge Führungsnachwuchskräfte der Zeppelin Baumaschinen GmbH, Garching, in einem Seminar am eigenen Leib. Im Zeitraffer lernten sie den kompletten Führungsprozess kennen: Führungskräfteauswahl, Teamzusammenstellung, Zielerreichung und Ergebnisbewertung innerhalb von 24 Stunden....
Wissensgesellschaft at its best – so stellt sich die Generation Y dar. Sie sind die Warum-Frager (Y = Why) und stellen nicht nur Personalchefs unangenehme Fragen, etwa zur Work-Life-Balance oder zur Elternzeit. Nein, sie sind es zudem aus Schule und Studium gewohnt, Wissen immer und überall abzugreifen. Sie nutzen Online-Bibliotheken und erstellen Firmen-Wikis. Vorzugsweise von unterwegs aus – und gelt...
Die Ansprüche der Mitarbeiter an die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sind gestiegen: Wer morgens als Leistungsträger hart arbeitet, möchte vielleicht am Nachmittag des gleichen Tages für seine Familie da sein. Kann ein Arbeitgeber die spezifischen Wünsche seiner Mitarbeiter nicht erfüllen, verlassen die Mitarbeiter das Unternehmen oder ziehen von vorneherein die Beschäftigung bei einem Wettbe...
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