2026/9 | Fachbeitrag | IT-Sicherheit

Online-Lernplattformen: 64 Prozent der Lernenden in Deutschland erleben Cybervorfälle

Fast zwei Drittel (64 Prozent) der Online-Lernenden in Deutschland waren in den letzten 12 Monaten von mindestens einem Cybervorfall betroffen. Besonders häufig wurden sie mit Malware in Lernmaterialien, Apps oder Software (25 Prozent), mit verdächtigen Nachrichten und Links, gefälschten Bildungsangeboten oder dem Missbrauch persönlicher Daten (jeweils 23 Prozent) konfrontiert. Für 94 Prozent der Betroffenen blieben diese Vorfälle nicht ohne Folgen: 43 Prozent erhielten unerwünschte Werbung und 34 Prozent verloren zeitweise den Zugang zu einer Lernplattform. Jeder Vierte erlitt zudem einen finanziellen Schaden. Diese Ergebnisse gehen aus einer aktuellen Kaspersky-Umfrage hervor. [1]

Online- und Hybridangebote sind für viele Menschen in Deutschland ein fester Bestandteil der Weiterbildung. So hat fast die Hälfte (46 Prozent) aller Befragten in den vergangenen zwölf Monaten an einer Bildungsmaßnahme teilgenommen; 41 Prozent nutzten dabei zumindest teilweise ein Online-Format. Die Ergebnisse zeigen zudem, wie wichtig der Schutz von Lernkonten, persönlichen Daten und Geräten ist. Fast zwei Drittel (64 Prozent) der befragten Online-Lernenden in Deutschland waren mindestens einem Cybervorfall im Zusammenhang mit ihrer digitalen Bildung ausgesetzt. Am häufigsten berichteten sie von:

  • Malware oder Viren in Lernmaterialien, Apps und Software (25 Prozent)
  • verdächtigen Nachrichten oder Links (23 Prozent)
  • gefälschten Kursen oder Bildungsanbietern (23 Prozent)
  • der Offenlegung oder dem Missbrauch persönlicher Daten (23 Prozent).

Weitere 20 Prozent begegneten zudem gefälschten Apps oder Webseiten, 18 Prozent Betrugsversuchen in Online-Communitys oder Messenger-Gruppen. Gefälschte oder nicht anerkannte Zertifikate betrafen 14 Prozent, gehackte Konten 11 Prozent.

Cybervorfälle stören den Lernalltag

Die meisten Betroffenen (94 Prozent) hatten mit konkreten Auswirkungen infolge dieser Cybersicherheitsvorfälle zu kämpfen. 43 Prozent erhielten unerwünschte Werbung, 36 Prozent verloren Zeit und 34 Prozent zeitweise den Zugang zu einer Lernplattform, Webseite oder App. Jeweils 28 Prozent berichteten von schlechteren Lernergebnissen oder geringeren Fortschritten beziehungsweise von verlorenem Vertrauen in Lehrkräfte oder Experten. Bei 25 Prozent entstand ein finanzieller Verlust, 24 Prozent verloren Vertrauen in den Bildungsanbieter und 19 Prozent meldeten Schäden oder Fehlfunktionen am Gerät.

„Die Nachfrage nach Weiterbildungen und Studienangeboten im Netz steigt. Damit wächst auch die Bedeutung des Schutzes von Konten, Daten und Geräten“, so Marina Titova, Vice President for Consumer Business bei Kaspersky. „Wenn Ransomware eine Abschlussarbeit unzugänglich macht, jemand für einen gefälschten Kurs bezahlt oder ein Lernkonto nach dem Klick auf einen schädlichen Link übernommen wird, hat das unmittelbare Folgen für die Betroffenen.“

Kaspersky-Tipps für sicheres Online-Lernen

Links und Anhänge in Nachrichten prüfen. Bei Kursangeboten die Webadresse, den Anbieter, Bewertungen und die Bedingungen kontrollieren, bevor persönliche Daten oder Zahlungsinformationen eingegeben werden.
Mehr-Faktor-Authentifizierung aktivieren, wo sie angeboten wird. Dadurch reicht ein gestohlenes Passwort allein nicht für den Kontozugriff aus.

Wichtige Aufgaben, Notizen und Forschungsdaten regelmäßig in einem Cloud-Dienst mit Versionsverlauf oder auf einem verschlüsselten externen Datenträger sichern. Sensible Daten nicht über ungeschützte öffentliche WLAN-Netze übertragen; falls nötig, ein vertrauenswürdiges VPN wie Kaspersky VPN [2] verwenden.
Geräte mit einer Sicherheitslösung wie Kaspersky Premium [3] schützen, die Phishing, schädliche Webseiten und Malware erkennen und blockieren kann.

Für jede Lernplattform ein eigenes, starkes Passwort verwenden. Ein Passwort-Manager wie Kaspersky Password Manager [4] hilft dabei, komplexe Zugangsdaten zu erstellen und sicher zu speichern.



[1] Die Studie wurde im August 2026 vom Marktforschungszentrum von Kaspersky durchgeführt. Befragt wurden 1.864 Personen im Alter von 18 bis 65 Jahren aus 18 Ländern, die in den vorangegangenen zwölf Monaten an einem strukturierten Bildungsangebot im Online- oder Hybridformat teilgenommen hatten. Die Befragten stammten aus Brasilien, China, Deutschland, Ägypten, Frankreich, Indien, Indonesien, Italien, Kolumbien, Malaysia, Mexiko, Saudi-Arabien, Spanien, Südafrika, Thailand, der Türkei, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Vietnam.

[2] https://www.kaspersky.de/vpn-secure-connection

[3] https://kas.pr/re3t

[4] https://www.kaspersky.de/password-manager



>> Mehr Infos: www.kaspersky.de

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