Wider der digitalen Demenz: Engagement für die Mitarbeiter von morgen

Zukunftsorientierte und langfristig denkende Unternehmer müssen sich verstärkt um die persönlichkeitsorientierte Weiterentwicklung ihrer Auszubildenden kümmern. „Denn die Schüler und Berufseinsteiger von heute sind die Mitarbeiter von morgen, mit denen die Firmen die schwierigen Herausforderungen der Zukunft meistern müssen“, so Dr. Fred Metzmann. Der Trainer und Coach setzt sich dafür ein, dass die jungen Leute ihre verborgenen Potenziale erkennen und gezielt nutzen. Sein Ansatz: Dazu benötigen sie Techniken und Instrumente, mit denen sie sich eigenverantwortlich organisieren und eigenständig Wissensinhalte aneignen können. Dies geschieht am besten unter Berücksichtigung des individuellen Persönlichkeitstyps. Denn entscheidend ist die Persönlichkeitsbildung der jungen Menschen.

Dazu hat Fred Metzmann mit Kooperationspartnern und Trainern das praxisorientierte Projekt „Persönlichkeitsentwicklung & Selbstorganisation von Berufseinsteigern“ ins Leben gerufen. Zudem sucht er das Gespräch mit den Personalabteilungen in den Unternehmen: „Mein Vorschlag: Die Firmen dehnen ihre Weiterbildungsaktivitäten auf die Auszubildenden aus. Die übliche Vermittlung der beruflichen Kompetenzen wird flankiert von Trainingsmaßnahmen, in denen die jungen Menschen lernen, wie sie persönlichkeitsbildende Techniken und Methoden zur Steigerung ihrer Selbstorganisation einsetzen, um Berufs- und Lebensziele zu erreichen.“ Letztlich gehe es darum, die eklatante Lücke zwischen Schule und dualer Berufsausbildung mit gezielten Trainingsmaßnahmen zu schließen, mit denen auf eine kreative Weise die Azubis von heute zu engagierten und kompetenten Mitarbeitern von morgen gebildet werden.

Metzmann wartet mit konkreten Vorschlägen auf: „Große Unternehmen gründen eine eigene Akademie, KMUs derselben Branche schließen sich zusammen, um gemeinsam ein Trainingsinstitut zu betreiben, in dem die jungen Leute lernen, wie sie Wissen in Können transferieren, Problemlösetechniken umsetzen, sich selbst motivieren und sich zeitlich und arbeitstechnisch organisieren.“ Entscheidend ist der Umsetzungsaspekt: Wenn die Trainings als Intervalltrainings über einen definierten Zeitraum aufgebaut sind, kann der Azubi die im Trainingsraum erworbenen Techniken direkt am Ausbildungsarbeitsplatz einsetzen und ausprobieren. Die Verzahnung zwischen Praxis und Theorie ist gewährleistet, so dass diese Techniken nach und nach eingeübt und im Verhaltensrepertoire verankert werden können.

Die Metzmann-Initiative ist zielführend, weil die Klagen der Verantwortlichen in den Firmen über die unzureichende Ausbildungsqualität und die ausbaufähige persönliche Reife der Berufseinsteiger immer lauter werden. Der Hirnforscher Manfred Spitzer etwa sagt, die Jugendlichen stünden kurz vor der digitalen Demenz, der Kinder- und Jugendpsychiater Michael Winterhoff befürchtet, wir erzögen unsere Kinder zu verantwortungslosen Tyrannen.

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