wissensmanagement - September/Oktober 2017

Titelthema

Internet of Things & die Servicewelt 4.0
Collaboration & Vernetzung als Grundlage neuer Geschäftsmodelle

Intelligente Tools und Maschinen werden immer mehr zum ganz selbstverständlichen Bestandteil unseres Lebens. Privat wie beruflich. Wir wissen ihre Mehrwerte zu schätzen und möchten die innovativen Assistenten nicht mehr missen. Um mit dieser Entwicklung Schritt halten zu können und auch künftig den Nerv der Kunden zu treffen, sind Unternehmen derzeit gefordert, das Internet der Dinge in ihr Geschäftsmodell zu integrieren. Das bedeutet vor allem, neue Servicekonzepte zu entwickeln. Social Collaboration und smarte Vernetzung sind die unbedingten Voraussetzungen, um diesen Schritt erfolgreich gehen zu können. Welche Chancen bietet das Internet der Dinge? Und wo lauern die größten Gefahren? Antworten auf diese Fragen und konkrete Praxisbeispiele erhalten Sie in der aktuellen Ausgabe von „wissensmanagement – Das Magazin für Führungskräfte“.


Editorial

Werden wir immer smarter?

von Oliver Lehnert

Maschine-zu-Maschine-Kommunikation, intelligente Vernetzung und Automatisierung mit Roboterunterstützung – was vor wenigen Jahren noch utopisch anmutete, ist heute längst gelebte Realität. Und zwar nicht nur im Silicon Valley. Ein Blick in die Abläufe von Maschinenbauern oder Automobilzulieferern offenbart, wohin die Reise geht. Doch das Internet der Dinge ist nicht nur etwas für die „ganz Großen“. Oder etwas für einzelne Branchen. Zwar fokussierte die so genannte „Smart Factory“ zunächst insbesondere auf die Industrie. Mittlerweile gelten smarte Geschäftsmodelle mit hohem Service-Wert aber als das Zukunftsmodell schlechthin.

Praxis Wissensmanagement

Human Resources

Wissensarbeiter - das oft vernachlässigte Humankapital

von Rüdiger Fox

Der Management-Guru Peter Drucker hat 1999 prognostiziert: „Die Produktivität von Wissensarbeitern ist die größte Management-Herausforderung des 21. Jahrhunderts. In den Industrieländern wird es die primäre Überlebensvoraussetzung.“ Er führte weiter aus, dass es hierfür entscheidend ist, den Wissensarbeiter als „Wirtschaftsgut“ zu sehen und ihn so zu behandeln – nicht als Kostenfaktor. Und dass es das Ziel jedes Unternehmens sein muss, dass der Wis- sensarbeiter lieber für die eigene Organisation arbeiten möchte als irgendeine andere der vielen alternativen Möglichkeiten zu wählen, die sich ihm bieten. Jetzt ist es Zeit Bilanz zu ziehen: Dass Druckers Prognosen die heutigen und künftigen Herausforderungen auf den Kopf getroffen hat, steht mittlerweile außer Frage. Aber haben wir auch die richtigen Mittel dafür gefunden?


Mittelstand

Der Mittelstand im digitalen Wandel

von Georg Bieler

Zeit für ein #DigitalesWirtschaftswunder: Unternehmen in Deutschland erkennen mehr und mehr die Notwendigkeit der digitalen Transformation. Aber die Auffassungen darüber, was das genau bedeutet, gehen noch weit auseinander. Das ist dann OK, wenn die Unternehmen den längst zur Schnellstraße gewordenen Weg in die Digitalisierung nun endlich in Angriff nehmen.


Best Practice

Interne Kommunikation in der Telekom Austria Group: Was kann Social Media leisten?

von Elisabeth Petracs

„Wer agiles Arbeiten, Teamarbeit und Vertrauen im Unternehmen leben möchte, muss neue Kommunikationswege öffnen.“ Durch den raschen Wandel in der Welt und der Gesellschaft bekommt die interne Kommunikation wieder eine wesentliche Bedeutung. Die Telekom Austria Group setzt daher auf Vernetzung. Als Collaboration-Tool und Lernplattform kommt im Unternehmen der Facebook-Ableger workplace zum Einsatz.

Titelthema

Digitalisierung

Analoge Welt im digitalen Umfeld - oder umgekehrt?

von Stefan Häseli

„Digital“ erobert die Welt! Das ist nicht neu, aber auch längst noch nicht abgeschlossen. Immer wieder wird betont, dass wir wohl in einer digitalen Welt leben, das Leben als solches aber ja immer noch analog ist. Hier beginnt die erste Definitionsfrage: Was ist Leben? Vielleicht einfach das, was gerade hier und jetzt mit mir geschieht. Oder auch schlicht das Alltagsleben. Und dort leben tatsächlich schon viele Menschen recht ordentlich digital. Oder?


Gesetzgebung

Wer haftet im Smart Home? Rechtliche Chancen und Risiken eines Wachstumsmarktes

von Kathrin Schürmann

Das Smart Home oder Connected Living hat in den letzten Jahren zunehmend Eingang in deutsche Haushalte gefunden. Dabei handelt es sich um die technische Verbindung und Vernetzung elektronischer Geräte oder elektronisch steuerbarer Geräte mit dem Ziel, eine effizientere und erleichterte Nutzung des eigenen Heims zu ermöglichen und dabei die Lebensqualität und Sicherheit zu erhöhen. Zentrales Element ist dabei die Fernsteuerbarkeit des gesamten Systems mittels Smartphone oder Tablet. Ebenfalls zum Connected Living gehören jedoch auch technische Systeme, die nicht mehr für jeden einzelnen Gebrauch Befehle per Smartphone etc. erhalten müssen. So kann eine einmalige Voreinstellung am Kühlschrank genügen, damit dieser erkennt, wann Lebensmittel nachbestellt werden müssen.


Automatisierung

Mein Bot und ich - digitales Lernen, Arbeiten und Leben

von Sebastian E. Grodzietzki

Bots bzw. digitale Assistenten, die mit Menschen in natürlicher Sprache interagieren und uns vielseitig unterstützen, sind allerspätestens seit Microsofts Build Konferenz 2016 ein Thema, das viele Unternehmen nun auch in Europa umtreibt. Was auf dieser Konferenz passierte? Nun ja, nicht weniger als die offizielle Ankündigung durch Microsofts CEO, Satya Nadella, vom Ende der mobilen Apps und deren Ablösung durch Bots – genau genommen durch so genannte Chatbots. Bots insgesamt sind dabei aber nur eine weitere Ausprägung der digitalen Transformation, allerdings wohl eine der am schnellsten wachsenden.


IT-Tools

DevOps - der Schlüssel zum Industrie-4.0-Erfolg?

von Henning von Kielpinski

In der IT werden DevOps-Modelle für die enge Verzahnung von Entwicklung und Betrieb genutzt. Aber auch im Industrie-4.0-Umfeld bieten sie ein enormes Potenzial für die Automatisierung und Optimierung von Geschäftsprozessen.


Industrie 4.0

Wissensarbeit: Kreative Ideen für smarte Geschäftsmodelle

von Thomas Strobel

Mit dem Internet of Things (IoT) sehen wir – nach gut 20 Jahren Veränderungen durch das World Wide Web – einen weiteren Schritt, der die Möglichkeiten von vernetzten Informationsflüssen grundlegend erweitert. Zwei Fragen sind für Unternehmen wichtig, um neue Handlungsoptionen frühzeitig zu erkennen. Erstens: Welche Gestaltungsmöglichkeiten für neue Geschäftsmodelle sind damit verbunden? Und zweitens: Womit lässt sich ein wahrnehmbarer Kundennutzen schaffen und gleichzeitig zu einer nachhaltigen Zukunft beitragen? Es besteht kein Zweifel: Diese Aufgabenstellung erfordert Offenheit, Neugierde und Mut sowie den Einsatz von kreativen Menschen, die Zukunft mit neuen Ideen gestalten wollen.


Trends

Automatisieren, optimieren, innovieren: Steigende Anforderungen an das Service Management

von Jasper Schut

Die Digitalisierung ermöglicht es, Services zu automatisieren, bessere Services zu erbringen und sogar ganz neue Services anzubieten – und damit zusätzliche Umsätze zu generieren. Gleichzeitig steigen aber auch die Erwartungen von Kunden, Partnern und Mitarbeitern. Damit Unternehmen die neuen Chancen ergreifen und die Herausforderungen meistern können, muss ihre Service-Management-Software einige zentrale Eigenschaften mitbringen.

Dokumentation + Kommunikation

Immaterielles Kapital

Die Roadmap zur neuen Datenschutz-Grundverordnung

von Tilman Dralle, Thomas Werner

Ab dem 25. Mai 2018 wird die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) die bisherigen nationalen Datenschutzgesetze der EU-Mitgliedstaaten verdrängen. Eine Verordnung, die es in sich hat: Ob verschärfte Wahrung von Betroffenenrechten oder massiv erhöhte Bußgelder – die EU-DSGVO bedeutet vor allem eines: viel Vorarbeit und Sorgfalt in punkto Implementierung. Stand heute bleiben faktisch gerade einmal elf Monate, um die Bestimmungen umzusetzen. Worauf kommt es dabei an? Und wie gehen Unternehmen dabei am besten vor?


Advertorial

Mehrwerte der Visualisierung in einer sich ändernden Geschäftswelt

von Jörg Steiss

Gesellschaftliche Veränderungen, wie der vor allem in Westeuropa immer deutlicher werdende demografische Wandel oder die zunehmende Internationalisierung von Unternehmen, haben entscheidenden Einfluss auf unsere Arbeitsweise sowie die Anforderungen an Prozesse und Mitarbeiter. Auch der Trend, dass Aufgaben in immer kürzerer Zeit erledigt werden sollen, erfordert eine schnellere Bereitstellung von relevanten Informationen und eine eindeutige Kommunikation in internationalen Teams sowie über Abteilungen hinweg. Deswegen wird auch die Bedeutung eines guten Wissensmanagements in den nächsten Jahren weiter zunehmen.


Prozessmanagement

Hunderte Saisonkräfte, eine Vertragssoftware: Automatisierung entlastet die HR-Abteilung

von Gunther Ebert

In etlichen Branchen kämpfen HR-Abteilungen immer wieder mit demselben Problem: Es gibt so viele Arbeitsverträge mit Saisonkräften, dass schon das bloße Erstellen der Verträge Jahr für Jahr und Saison für Saison immens viel Zeit und Ressourcen bindet. Von diesem Verwaltungsaufwand für bloße Routineaufgaben sind große Catering-Unternehmen, die im Sommer besonders viel Eventgastronomie anbieten, genauso betroffen wie Gebäudereiniger, die typischerweise ebenfalls Stoßzeiten erleben. Was also kann ein Unternehmen machen, das auf Saisonkräfte angewiesen ist? Wie ist der Wust an Anstellungsverträgen und sonstigen Vereinbarungen sicher in den Griff zu bekommen? Die einfachste Lösung liegt in der Verwendung weitgehend standardisierter Verträge. Noch geschickter ist allerdings der Einsatz eines zentralen Softwaretools, das gleich den gesamten Prozess der Vertragserstellung umfassend unterstützt. So kann die HR-Abteilung auch komplexe Vertragsvarianten mit geringem Aufwand abbilden.

Human Resources

Paradigmenwechsel

Bremst der HR-Bereich den digitalen Wandel?

von Geoffroy de Lestrange

Deutschland hat in Sachen Digitalisierung leider noch immer Nachholbedarf. Diese Botschaft bekommt man wie in einer Echokammer immer wieder zu hören. Die neue IDC-Studie von Cornerstone OnDemand bestätigt dies zwar erneut – aber mit Abstrichen. Viele Länder in Europa scheinen zwar noch gefangen im Analog-Loop, aber Deutschland trumpft in vielen Bereichen auf und hat sich seit der Erhebung im vergangenen Jahr deutlich verbessert.


Unternehmensstrukturen

Digitaler Wandel braucht neue Organisationsformen

von Alex T. Steffen, Anne M. Schüller

Dass Organisationen eine Metamorphose brauchen, ist inzwischen wohl jedem Manager klar. Leider wird bei der omnipräsenten Diskussion um Digitales gerne vergessen: Jeder Transformationsprozess ist immer zugleich auch eine unternehmenskulturelle Herausforderung. Deshalb benötigt man nicht nur Digitalkompetenz, sondern auch neue Organisationsstrukturen.


Leadership 2.0

Digitale Kompetenzen? Fehlanzeige!

von Simone Ashoff

Wenn Sie sich Gedanken über die Digitalisierung machen möchten, probieren Sie es doch einmal mit folgendem Bild: Stellen Sie sich vor, Sie – in Deutschland geboren, Französisch in der Schule gelernt, miese Note, lange her – sind in einem der fußballfeldgroßen Supermärkte in Frankreich. Meterlange Regale mit Dingen, die man mühsam bis überhaupt nicht identifizieren kann. Meterweise die gleichen Produkte, deren Unterschiede man nicht kapiert. Riesige Theken mit einer unüberschaubaren, völlig entscheidungsunfähig machenden Auswahl von Käse, frischem Fisch und Fleisch. Dahinter Personal, das nichts anderes als französisch spricht. Spezialabteilungen für alles, so groß wie eigene Läden: Autozubehör, Musikinstrumente, Kinderspielzeug, Hausbau ... Für Sie ist das alles viel zu viel auf einmal, der Supermarché besitzt seine eigene, auf jeden Fall nicht Ihre Logik und außerdem spricht man kein Deutsch.

Trends

Risikomanagement

Wissen als riskante Personalgröße

von Frank Lehrbass, Rüdiger Piorr

Wissenserhaltung ist aus zwei Gründen ein zunehmend relevanter werdendes Thema für deutsche Unternehmen: Erstens wegen der demografischen Entwicklung und des damit programmierten Ausscheidens geburtenstarker Kohorten aus dem Erwerbsleben. Zweitens wegen der Zunahme der Bedeutung von Wissen i.w.S. im Produktionsprozess.


Changemanagement

Mix-Konzepte im Change Management: Auf die richtige Kompetenzbasis kommt es an

von Michael Reiss

Für den professionellen Umgang mit komplexen Mix-Ansätzen werden zwei Kompetenzbausteine benötigt: Zunächst konkrete Muster und Werkzeuge, mit deren Hilfe sich die abstrakten Paradigmen des hybriden Change Managements umsetzen lassen. Ferner geht es um differenzierte Modelle für die Bewertung und die Gestaltung dieser Ansätze. Indem sie der Komplexität der Mix-Ansätze Rechnung tragen, vermeiden sie die Schwachstellen der gängigen Schwarz-Weiß-Zugänge.

Heft bestellen