wissensmanagement - Mai/Juni 2017

Titelthema

Erfahrungen bewahren, Wissen sichern, Know-how verteilen: Von Mindmaps, digital Learning bis Videos – Wissenstransfer kennt viele Wege

Unsere Gesellschaft wird zunehmend älter. Während sich in den nächsten Jahren die geburtenstarken Jahrgänge der Babyboomer sukzessive in den Ruhestand verabschieden, kämpfen die Unternehmen um die wenigen Nachwuchskräfte der Generation Y und Z. Die Herausforderung besteht jedoch nicht nur in der Rekrutierung neuer Fachkräfte und der möglichst langfristigen Bindung des bestehenden Personals. Über die künftige Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen entscheidet insbesondere, ob sie es schaffen, das wertvolle Erfahrungswissen ihrer langjährigen Mitarbeiter zu bewahren – bevor diese es mit in Rente nehmen. In Zeiten akuter Pensionierungswellen, in denen mehrere – in manchen Firmen hunderte – von Fachkräften das Unternehmen verlassen, gelingt das mit Hilfe von Ad-hoc-Wissenssicherungen, zum Beispiel in Form moderierte Interviews. Doch auch ansonsten sollte das Know-how kontinuierlich und prozessbegleitend konserviert werden. Mögliche Ansätze reichen von Mindmaps über videobasierte Dokumentation bis hin zum Einsatz von Social-Software-Werkzeugen. Welche Methoden es gibt und wie sie sich in der Praxis bewähren, das lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von „wissensmanagement – Das Magazin für Führungskräfte“.


Editorial

Handeln Sie jetzt!

von Oliver Lehnert

Die bevorstehende Pensionierungswelle gepaart mit dem starken Geburtenrückgang in den vergangenen Jahrzehnten reißt ein riesiges Loch in die Personaldecke der Unternehmen. Der Trend zur Projektarbeit und zu befristeten Beschäftigungsverhältnissen sowie die anhaltende Wechselwilligkeit von Fachkräften und der sich zuspitzende War for Talents verschärfen diese Entwicklung zusätzlich. Unternehmen sind folglich gefordert, in ihr Personal zu investieren – also geeignete Mitarbeiter zu finden und langfristig zu binden. Doch nicht nur das! Die immer währende Gefahr, sein Personal an die Konkurrenz zu verlieren, sowie der wachsende Anteil der kurz vor dem Ruhestand stehenden Generation 50plus machen eine systematische Sicherung der immateriellen Werte unerlässlich. Angesichts der wettbewerbskritischen Relevanz der Ressource Wissen kommt diesem Aspekt eine immer größere Bedeutung zu. Schon im Jahr 2020 verlassen tausende Mitarbeiter ihre Unternehmen. Der Handlungsbedarf ist folglich immens! Wer das wertvolle Erfahrungswissen der künftigen Ruheständler nicht rechtzeitig sichert, verabschiedet bald nicht nur seine langjährigen Fachkräfte, sondern lässt auch deren kostbares Know-how passieren.

Praxis Wissensmanagement

Digitalisierung

Digitales Arbeiten: Was müssen wir künftig können?

von Rahild Neuburger

Digitalisierung und ihre Auswirkungen auf Arbeit – ein Thema, das Medien und Öffentlichkeit gegenwärtig häufig aufgreifen. Oft geht es um die Frage, wie viele und welche Jobs durch Digitalisierung und Automatisierung wegfallen und welche Herausforderungen sich hieraus ergeben. Eher selten wird die vielleicht genauso wichtige Frage thematisiert, wie viele und vor allem welche Berufe neu entstehen und wie es gelingen kann, sich für diese Jobs vorzubereiten, damit möglichst viele von und in einer digitalisierten Arbeitswelt profitieren können. Beispiele hierfür gibt es schon jetzt – man denke z. B. nur an die neuen Tätigkeitsfelder im Bereich der sozialen Netzwerke oder auch an die diesbezüglichen Potenziale von Data Analytics, Data Science, Gaming oder Virtual Reality.


Interview

„Die Angst vor Neuerungen muss der Neugier auf Verbesserungen weichen“

von Jörg Steiss

Der Umgang mit der Ressource Wissen wird immer komplexer. Der anhaltende Trend zur Echtzeitkommunikation, gepaart mit der zunehmenden Informationsflut stellen Unternehmen jetzt und in Zukunft vor neue Herausforderungen. Es gilt, das vorhandene Wissen so aufzubereiten, dass sich auch schwierige Sachverhalte in kürzester Zeit erfassen und weitergeben lassen. Dieser Aspekt gewinnt im Zuge des demografischen Wandels weiter an Bedeutung. Der Schlüssel zu komplexem Wissen liegt insbesondere in der Visualisierung des Know-hows. Wie das in der Unternehmenspraxis funktioniert, darüber sprach „wissensmanagement – Das Magazin für Führungskräfte“ mit Jörg Steis, General Manager MindManager EMEA, Corel GmbH – Mindjet. Dabei verrät er auch, wie er sich die Wissensarbeit von morgen vorstellt und welche Unternehmen dabei als Vorreiter gelten.


Best Practice

Wissensmanagement in PR-Agenturen

von Claudio Looser

Für Kommunikationsagenturen ist es überlebenswichtig, den Wissensvorsprung gegenüber Kunden sicherzustellen. Das interne Wissensmanagement ist dabei von entscheidender Bedeutung. Als Grundvoraussetzungen gelten die Agenturkultur, das Vorleben durch die Führungsverantwortlichen sowie die Offenheit der Mitarbeitenden. Zudem werden auf die Agenturziele fokussierte Strategie und Zielsetzung, die Verknüpfung mit dem Personalmanagement sowie moderne und benutzerfreundliche IT-Lösungen als Erfolgsfaktoren identifiziert.


Customer Relationship Management

CRM: Der Change im Vertrieb

von Leila Haidar

Wenn es der Markt nicht verlangt, ist der Kunde bei vielen Unternehmen keinesfalls König. Erfordern es aber die Umstände, dreht sich der Markt oder sinken die Umsätze, stellt sich auch der Vertrieb auf neue Strategien und Bedürfnisse ein. Jedenfalls bei den Unternehmen, die auf Erfolgskurs bleiben wollen.

Titelthema

Erfahrungswissen

Erfahrungswissen sichern, aber wie?

von Nicole Lehnert

Die Informationsflut wächst unaufhaltsam. Gleichzeitig sinkt die Halbwertzeit von Wissen. Unternehmen – und ihre Mitarbeiter – benötigen daher permanent neue Impulse von außen, um up-to-date zu bleiben. Nur so wird es möglich, mit dem Markt Schritt zu halten, Prozesse zu verbessern und neue Produkte oder Dienstleistungen zu kreieren. Doch bei allem Neuen darf man das Alte nicht aus dem Blick verlieren. Das gilt speziell für das über Jahre hinweg erworbene Erfahrungswissen, das in den Köpfen der Mitarbeiter schlummert. Es gehört zum wertvollsten Gut der Unternehmen und gilt als größter Wettbewerbsvorteil. Schätzungen zufolge beläuft sich der Anteil von Wissen an der Gesamtwertschöpfung in vielen Unternehmen derzeit auf 60 Prozent und mehr. Tendenz weiter steigend. Das Bewusstsein für die immense Bedeutung von Wissen ist also durchaus vorhanden. Dennoch droht der Erfahrungsschatz derzeit unwiederbringlich wegzubrechen. Grund dafür ist der demografische Wandel.


Mittelstand

Wie gelingt Wissensteilung in KMU?

von Alla Walter, Sabrina Hamouda, Katja Reh

Die Wissensteilung ist eine alte und bekannte Baustelle in Unternehmen. Nicht jeder Mitarbeiter teilt sein Wissen gerne. Einige bilden eigene „kleine Königreiche“, andere haben einfach keine Zeit, Wikis zu pflegen oder mögen die neue Plattform nicht. Doch egal aus welchen Gründen – mangelnde Wissensteilung kann sich negativ auf den wirtschaftlichen Erfolg auswirken. Das gilt insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), die aufgrund ihrer – im Vergleich zu Konzernen – eher geringen Mitarbeiterzahl starke soziale Kommunikationsstrukturen aufweisen. Wissensteilung und -bewahrung gelten dabei mehr denn je als kritische Wettbewerbsfaktoren. Doch wie lässt sich die Weitergabe von Wissen in KMU konkret fördern?


Wissenstransfer

Wissenstransfer: Weniger ist mehr!

von Annette Hexelschneider

„Es wird doch alles gebraucht!“ Dieser Stoßseufzer von Experten ist verständlich. Doch was ist dieses „Alles“? Etwas, das schwer zu objektivieren ist. Dafür gibt es im Wissensmanagement das Sprichwort: „Wenn man fünf Wissensmanager in einen Raum setzt, kommen sieben Definitionen von Wissensmanagement heraus.“ [2] Haben Experten unbegrenzten realen oder virtuellen Platz, breiten sie ihr Wissen aus. Sich wieder die Schuhe der Lernenden anzuziehen, ist kaum möglich. Der „Fluch des Wissens“ lastet auf uns. Wir erinnern uns nur bruchstückhaft, beziehungsweise verfälscht, wie es war, als wir unsere Expertise noch nicht hatten. Doch wir können Strategien anwenden, um uns den Wissensempfängern anzunähern. Strategien, die aus der Bildung kommen. Dabei gilt es, das Fassungsvermögen der Schüler (Wissensempfänger) zu beachten. Und es hilft die so genannte didaktische Reduktion.


Best Practice

Wissensvermittlung mit Erklärvideos: Gigaset, Bosch und Siemens zeigen, wie‘s geht

von Friedl Wynants

Emotionen und Unterhaltung in der Wissensvermittlung – danach suchte man lange vergeblich. Mittlerweile jedoch reift in vielen Unternehmen die Erkenntnis, dass Fakten zwar wichtig sind, aber erst Emotionen ihnen Bedeutung verleihen und so für einen nachhaltigeren Lernerfolg sorgen. Kein anderes Medium eignet sich dafür besser als das Video. Ob in der B2B-Kommunikation, im Corporate Learning oder im Marketing: Wie Unternehmen Videos in der Wissensvermittlung einsetzen, veranschaulichen die Cases von Gigaset, HURRA, einem Versicherungskonzern, Bosch Sicherheitssysteme und Siemens.


Lernen & Weiterbilden

Wissensbewahrung mit Expert Debriefing, After Action Review und Lessons Learned

von Simon Dückert

Trends wie Demografischer Wandel, Alternde Belegschaft, Fachkräftemangel, Frühpensionierung und Zunahme der Projektarbeit führen zu erhöhtem Risiko des Wissensverlusts in Unternehmen. Daher fordern viele Wissensmanagement-Modelle und auch der Management-Standard ISO 9001:2015 explizite Prozesse der Wissensbewahrung. In der Praxis fehlt es jedoch oft an erprobten und konkreten Methoden, die schnell und effektiv angewendet werden können. Im Beitrag werden die drei Methoden Expert Debriefing, After Action Review und Lessons Learned vorgestellt sowie deren Beziehung zum digital-agilen Arbeitsplatz mit Ansätzen wie Social Intranet, Digital Workplace, Scrum, Design Thinking und Working Out Loud skizziert.


Prozessmanagement

So kommen Sie an das Wissen Ihrer Mitarbeiter

von Simone Glitsch

Ohne Stefanie Meier arbeiten. Das kann sich kein Kollege vorstellen! Stefanie Meier ist eine ruhige Kollegin der Abteilung Abrechnung. Sie macht die Zusammenfassung der einzelnen Abrechnungen der Kollegen. Sie erstellt das entscheidende Papier, das dem Auftraggeber vorzulegen ist. Ein kompliziertes Verfahren mit mehreren Excel-Tabellen und ständig neuen Vorgaben. Seitdem sie plötzlich nicht mehr zur Arbeit kommen konnte, ist klar: Keiner kann sie sobald ersetzen! Die Abrechnung verzögerte sich um 14 Tage und musste mehrfach korrigiert werden.

Dokumentation + Kommunikation

Big Data

Dark Data: Komm auf die dunkle Seite der Business Analytics!

von Sascha Grosskopf

Dark Data – das klingt unheimlich, fast schon gefährlich. Und in der Tat, die dunklen Daten – also der verborgene Teil gesammelter Datenmengen – bergen auch Risiken für Unternehmen. Dabei besteht die größte Gefahr nicht etwa darin, dass sie womöglich illegal sind, sondern dass sie bislang als unkontrollierbar galten. Was steckt also hinter diesen dunklen Daten? Und wie können Firmen mit ihnen umgehen?


Unternehmenskultur

Erfolgsfaktor Spaß: Mitarbeiterbegeisterung kommt in der Unternehmenskultur oft zu kurz

von Stephanie Barth

Wissen ist Macht. Eine Floskel, die abgedroschen klingt, aber heute stärker denn je zentraler Dreh- und Angelpunkt erfolgreicher Unternehmen ist. Allerdings stehen wir hinsichtlich des Wissens aktuell vor einer ganz anderen Herausforderung als noch vor 50 Jahren. Damals galt es in erster Linie, Wissen zu beschaffen und dadurch einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen. Heute besteht die Kunst im Wesentlichen darin, die enorme Wissensflut zu besiegen. Hunderte geschriebene E-Mails, Informationen, die sich auf zig verschiedenen Plattformen wie Wikis und SharePoint tummeln, hinzu kommen Handbücher und Post-its an den Arbeitsplätzen – ein Informationsdickicht resultierend aus wild gewachsener Digitalisierung und Erfahrungswissen einzelner Mitarbeiter. Hier den Überblick zu wahren, ist zu einer echten Herausforderung geworden.


Innovationsmanagement

Von KVP bis Design Thinking: Wie entstehen Innovationen?

von Thomas Strobel

Die Schlagworte, die Führungskräften und ihren Mitarbeitern Veränderungen von Märkten und Geschäften signalisieren, sind vielfältig und haben eine hohe Taktrate. Dazu zählen – derzeit – vor allem Internet der Dinge, Digitalisierung, Industrie 4.0, Agile Development, 3D-Druck, additive Fertigung, autonome Roboter, Big Data, Cognitive Computing, Individualisierung, Mass Customization, Customer Journey, neue Geschäftsmodelle und Disruption. Doch was genau versprechen diese Begiffe? Und: Welche Innovationsfähigkeit verbirgt sich dahinter? Doch trotz vieler offener Punkte und konkurrierender Ansätze herrscht gemeinhin Einigkeit darüber, dass Innovationen benötigt werden, um Chancen in Erfolge zu verwandeln. Daraus folgt auch die Frage, wie in diesem unruhigen Umfeld Neuheiten für morgen erdacht und entwickelt werden können.


Trends

Design Thinking: Umwege erhöhen die Ortskenntnis

von Bernd Buck

Die Kultur in vielen Unternehmen ist darauf ausgelegt, Ungewissheit fern zu halten. Wegen der hohen Bedeutung von Verbindlichkeit wird oft viel Aufwand betrieben, ein verbleibendes Risiko auf andere Personen oder unbeeinflussbare Umstände innerhalb oder außerhalb des Unternehmens abzuwälzen. Es stellt sich etwas ein, das man als Rechtfertigungskultur bezeichnen kann. Entscheidungen werden dann getroffen, wenn man sich sicher ist, ausreichendes Material zu haben, um sich für diese Entscheidung rechtfertigen zu können – falls sie sich allen Absicherungen zum Trotz doch als ungünstig erweisen sollte. Dies gelingt zum Beispiel, indem man einen vermeintlichen Experten mit einer Analyse beauftragt und die Entscheidung daraus ableitet. Dann kann man sich im ungünstigen Fall immer auf den Experten berufen und darauf, selbst alles richtig gemacht zu haben. Doch es gibt auch eine Schattenseite: Leider verhindert diese Kultur echte Innovationen.

Human Resources

Recruiting

IT-Experten finden, gewinnen und halten

von Susanne Denker

Der digitale Wandel wirkt sich auch auf den Arbeitsmarkt aus. Unternehmen aller Branchen benötigen heute IT-Spezialisten. Doch der Wettbewerb um die Besten ist hart und der Fachkräftemangel spitzt sich weiter zu. Was können Personalabteilungen tun, um IT-Experten zu gewinnen und langfristig zu binden?


Kommunikation

Mitarbeiter informieren, motivieren und aktivieren

von Stefan Bald

Der Bedarf an persönlicher Kommunikation in den Unternehmen steigt. Denn je eigenverantwortlicher die Mitarbeiter arbeiten, umso wichtiger ist ein gemeinsamer Wertekanon, an dem alle ihr Handeln orientieren. Und je schneller sich das Unternehmensumfeld wandelt, umso häufiger müssen die Mitarbeiter auf neue Strategien eingestimmt werden. Deshalb wurden in den zurückliegenden Jahren mehrere neue Konzepte der Großgruppen-Moderation entwickelt. Sie zielen alle darauf ab, die Mitarbeiter in den Prozess zu integrieren, sie zu einem bestimmten Verhalten zu motivieren und ihr Wissen und ihre Erfahrung für den Erfolg zu nutzen.


Leadership 2.0

Mensch bleibt Mensch – Führung entscheidet

von Barbara Liebermeister

Führung wird im digitalen Zeitalter wichtiger denn je – das betont die Managementberaterin Barbara Liebermeister in ihrem neuen Buch „Digital ist egal: Mensch bleibt Mensch – Führung entscheidet“. Ein Interview mit der Leiterin des Instituts für Führungskultur im digitalen Zeitalter (IFIDZ), Frankfurt, geht den neuen Anforderungen an Leadership auf den Grund.

Trends

Digitalisierung

Digitaler Wandel: Traditionelle Geschäftsmodelle auf dem Prüfstand

von Tim Neugebauer

An der Digitalisierung führt kein Weg vorbei: Traditionelle Geschäftsmodelle werden von disruptiven Innovationen verdrängt und obsolet gemacht. Die vielen Beispiele dafür prägen unser Leben: Streaming-Apps wie Spotify lösen CDs und Platten ab. Marktplätze für Dienstleistungen, wie beispielsweise Airbnb und Uber, lassen etablierte Anbieter weit hinter sich. Unternehmen wie Alphabet und Facebook gehören zu den mächtigsten der Welt – mit unzähligen abstrakten Dienstleistungen, Angeboten und Erlösmodellen. Doch nicht nur B2C-Märkte sind betroffen, auch im B2B-Sektor prägt die Digitalisierung alle Branchen. Der digitale Wandel erfasst inzwischen jeden Wirtschaftszweig und bedroht insbesondere Unternehmen, die seit Jahrzehnten auf vermeintlich sichere Geschäftsmodelle setzen. Aber Unternehmer etablierter Organisationen können dem etwas entgegenhalten – wenn sie die digitale Transformation als Chance wahrnehmen und sich mittels kontinuierlicher Geschäftsmodell-Innovation zum digitalen Vorreiter entwickeln.


Grundlagen & Theorien

Digitale Produktentwicklung: Der Kunde im Fokus

von Dietmar Matzke

Der Erfolg digitaler Produkte hängt stark davon ab, ob sie bei ihrer Zielgruppe punkten können. Deshalb ist es erforderlich, das Produkt bereits von Beginn an aus der Sicht des Kunden zu konzipieren. Ein Ansatz, mit dem dies durchgängig gelingt, ist die Customer Journey. Der Produktmanager kann dabei alle Phasen des Produktlebenszyklus betrachten – und definiert aus dieser Perspektive, welche Interaktionen zu welchem Zeitpunkt den Verkauf oder die Kundenzufriedenheit fördern.

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