World-of-Work-Studie: Deutschland hinkt bei der Gleichberechtigung hinterher

Ungleichbehandlung kommt häufig vor. Fast die Hälfte (43 Prozent) der deutschen Arbeitnehmer ist damit schon einmal in Berührung gekommen. Laut der aktuellen „World of Work“-Studie des Karriereportals Monster in Zusammenarbeit mit YouGov hat jeder Fünfte (19 Prozent) bereits selbst Erfahrungen mit Ungleichbehandlung auf Grund des Geschlechts machen müssen. Knapp ein Drittel davon (32 Prozent) sogar in den letzten zwölf Monaten. Damit liegt Deutschland im Vergleich zu den anderen Ländern vorne. In Frankreich beispielsweise waren nur etwa halb so viele selbst davon betroffen (11 Prozent). Wenn sie es nicht selbst erlebt haben, haben etwa ein Viertel der Arbeitnehmer zumindest schon einmal ungleiche Behandlung beobachtet, und das in allen vier untersuchten Ländern gleichermaßen.

Es bleibt, unter anderem, die Frage nach der Chancengleichheit im Beruf. Können Frauen den gleichen Karriereweg gehen wie ihre männlichen Kollegen, wenn sie die gleichen Fähigkeiten mitbringen und dieselben Resultate liefern? Die Studie hat ergeben, dass immer noch rund 26 Prozent der Männer und 63 Prozent der Frauen der Meinung sind, dass Frauen härter für Anerkennung und Beförderungen arbeiten müssen als Männer. Außerdem glaubt fast die Hälfte (47 Prozent) der Arbeitnehmer in Deutschland, dass Männer einen Vorteil haben, wenn es darum geht, einen Job zu bekommen – selbst, wenn die weiblichen Kandidatinnen die gleichen Qualifikationen und Erfahrungen mitbringen.

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