Digitale Bedürfnisse: Kundenwünsche werden smarter

Klassische Produkthersteller müssen ab 2018 radikal umdenken. Kunden werden bereits in den nächsten drei Jahren mehrheitlich nach smarten Produkten verlangen – beispielsweise Textilien, die über Sensoren die Körperhaltung kontrollieren und Gesundheitsdaten übermitteln. Das ist das Ergebnis der ersten Crowd-Studie, für die 615 Nutzer der ISPO Open Innovation Plattform repräsentativ befragt wurden.

Am Beispiel der Sportbranche zeigt die Studie auf, wie sich Märkte und Geschäftsmodelle bis 2020 radikal verändern werden:

  • Fast zwei Drittel aller Befragten sind bereits heute offen für die Überwachung ihres Körpers mit Hilfe von Sensoren.
  • Klassische Dienstleister wie Sporttrainer und Gesundheitscoaches erhalten heute bereits stark wachsende Konkurrenz durch digitale Angebote. Services wie beispielsweise digitale Sportcoaches und digitale Schlafüberwachung werden von einem Viertel der Befragten heute bereits aktiv genutzt.
  • Fitnesscenter, die nicht mit der Lebenswelt aktiver Sportler digital vernetzt sind, sind heute bereits für ein Drittel aller Befragten ein Auslaufmodell.

Für Unternehmen im digitalen Wandel ergeben sich aus der Studie klare Konsequenzen: Sie müssen 2018 unter Hochdruck digitale Zusatzangebote zu ihren bestehenden Services entwickeln, denn die Wechselbereitschaft klassischer Kunden wird sich in den nächsten drei Jahren deutlich erhöhen. Auch müssen Unternehmen ihre Entwicklungsgeschwindigkeit und -methodik drastisch verändern. Die Geschwindigkeit, mit der Unternehmen digitale Services und Angebote entwickeln, wird zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Die Studie wurde mit Hilfe einer innovativen Methodik der Innolytics GmbH durchgeführt, die sich auf Marktforschung in den Märkten von Morgen spezialisiert hat. Mit Hilfe von Innovation Crowds wie der ISPO Open Innovation Plattform werden Bedürfnisse von so genannten „First Movers“ erkundet und analysiert. „Klassische Methoden der Marktforschung beziehen sich auf Einstellungen der jüngsten Vergangenheit und der Gegenwart“, sagt Innolytics Geschäftsführer Dr. Jens-Uwe Meyer. „In Zeiten disruptiver Umbrüche durch Trends wie die Digitalisierung braucht die Marktforschung innovative Ansätze, mit denen Kundenbedürfnisse von Morgen erforscht und analysiert werden können. Die Kooperation mit Innovation Crowds liefert hier deutlich bessere Erkenntnisse für die Zukunft.“

Die rund 38.000 registrierten und aktiven Nutzer der ISPO Open Innovation Community unterscheiden sich von klassischen Kundenpanels vor allem durch ihre Zusammensetzung. Sie überdurchschnittlich digital affin und bereit, sich aktiv bei der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen zu engagieren. „Nutzer von Innovation Crowds sind brennend an Themen wie Innovation und Digitalisierung interessiert“, erklärt Innolytics Geschäftsführer Dr. Jens-Uwe Meyer. „Sie sind Sensoren für die Bedürfnisse, die die Mehrheit von Kunden morgen haben wird“

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