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Start : Print Magazin : Archiv : Heft 4 Mai/Juni 2006

Heft 4 Mai/Juni 2006

Titelthema
Gütesiegel A: Qualitätsmanagement und Wissensmanagement wachsen zusammen
Zwischen Qualitäts- und Wissensmanagement besteht ein enger Zusammenhang. Zudem gibt es Konzepte, wie das Wissensmanagement aufbauend auf ein bestehendes Qualitätsmanagement-System eingeführt, genutzt und ausgebaut werden kann. Welche weiteren Wechselbeziehungen zwischen den beiden Management-Ansätzen existieren und ob diese auch in der Praxis umgesetzt werden können, erfahren Sie von unseren Autoren in der aktuellen Ausgabe.

Titelbild

Editorial
Qualität braucht Wissen (pdf)

News

Praxis Wissensmanagement

insight

Wissensmanagement und Sport
Fußball als Vorbild im Wissensmanagement
von Peter Schütt
Modernes Management muss immer schneller auf immer komplexere Herausforderungen agieren, was in alten Strukturen nur selten nachhaltig von Erfolg gekrönt ist. Mannschaftssport und besonders der Fußball unterliegt ähnlichen Herausforderungen, ist aber durch den Druck der dabei regelmäßig bewegten Finanzmittel in seinen Managementstrukturen in den letzten 20 Jahren extrem optimiert worden. Damit stellt sich unabhängig von der Fußballweltmeisterschaft die Frage, was man für modernes Wissensmanagement aus dem Fußball lernen kann. Auf jeden Fall mehr, als dass der Ball rund ist und dass ein Spiel 90 Minuten dauert.

Business Intelligence
Die Nadel im Heuhaufen finden - und das alles mit einem Griff?
mit Matthias Hoffmann
Wissensmanagementsysteme sollen Mitarbeiter eines Unternehmens entscheidungsrelevante Informationen zu einem bestimmten Thema auf Abruf liefern. Dabei werden nicht nur abteilungs- oder firmeneigene Informationen aufbereitet und zugänglich gemacht, sondern auch externe Quellen integriert. Diese Aufgabe stellt Unternehmen vor große Herausforderungen. Sie sollen nicht nur die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen suchen, sondern auch noch alle Halme so ordnen und kategorisieren, sodass jeder Mitarbeiter mit minimalem Aufwand und in kürzester Zeit genau die Informationen findet, die er benötigt. Kommen externe Quellen hinzu, steigt die Zahl der Informationen um ein Vielfaches. .

Studie
Wissensmanagement: Was bietet der Markt?
von Julian Bahrs, Simone Schmidt, Norbert Gronau
Am Markt stehen vielfältige Anwendungen und Systeme für unterschiedliche Aufgaben des Wissensmanagements zur Verfügung. Die Marktstudie „Anwendungen und Systeme für das Wissensmanagement“ gibt aktuellen Überblick über die verfügbaren Softwarelösungen. In der Studie wurden 51 Systeme untersucht, kategorisiert und mit konkreten Einsatzszenarien verknüpft. Für Unternehmen ergibt sich daraus ein Baukasten zur Konstruktion einer am jeweiligen Bedarf ausgerichteten individuellen Wissensmanagementinfrastruktur.


Prozessorganisation
Wissensbasiertes Prozessmanagement sichert den Unternehmenserfolg
von Hartmut F. Binner
Das Thema Prozessmanagement hat in den letzten Jahren in Verbindung mit der Change-Management-Diskussion sehr stark an Bedeutung gewonnen. Die mit großer Dynamik stattfindenden Veränderungsprozesse im Markt mit steigenden Kundenanforderungen sowie zunehmender Globalisierung und Internationalisierung erfordern eine hohe Reaktions- und Wandlungsfähigkeit von Unternehmen, die sie mit funktionsorientierten Strukturen nicht realisieren können. In der Praxis fehlen allerdings nach wie vor prozessorientierte Organisationsstrukturen. Ohne diese Prozessorganisation lässt sich aber ein funktionierendes Prozessmanagement mit anforderungsgerechter Planung, Steuerung, Durchführung und Controlling der Geschäftsprozesse nicht realisieren.

Titelthema

insight
Qualitätsmanagement
Wissensmanagement und Qualitätsmanagement
von Wolfgang Sturz
Bereits in der zweiten Ausgabe des Magazins „wissensmanagement“ im Jahr 1999 findet sich ein Grundsatzartikel mit der Überschrift „Qualitätsmanagement braucht Wissensmanagement“. In den darauf folgenden Jahren wurde das Wissensmanagement dann zunächst zu einem Hype, um anschließend zumindest für kurze Zeit fast völlig in die Verdrängung zu geraten. Heute wird mit dem Thema Wissensmanagement eher sachlich und nüchtern umgegangen. Genau den gleichen Aufmerksamkeitszyklus hat das Thema Qualitätsmanagement einige Jahre früher erfahren. Zuerst wurde die Diskussion um das Qualitätsmanagement durch ISO 9000 extrem angeheizt. Kurz darauf folgte dann die Zeit, in der alles, was mit ISO 9000 zu tun hatte, als Bürokratismus abgetan wurde. Inzwischen wird mit dem Qualitätsmanagement schon längst (wieder) sehr pragmatisch umgegangen.

Integrierte Führungssysteme weisen den Weg
von Christian Katz, Andreas Koller
In den vergangenen Jahren war das Thema Wissensmanagement ein Dauerbrenner in der Managementliteratur und auf Kongressen. Zahlreiche Fachpublikationen, Methoden und Softwaretools sind erschienen. Wissensmanagement wird sogar staatlich gefördert. Die Umsetzung in den Unternehmen erfolgt jedoch sehr zögernd. Die hohen Erwartungen wurden bisher nur zum Teil erfüllt und zahlreiche Initiativen sind im Sande verlaufen. Offensichtlich ist es bisher nicht gelungen, Wissensmanagement so im Geschäftsalltag zu verankern, dass das hohe Nutzenpotenzial erschlossen wird. Wie kann diese Situation verbessert und Wissensmanagement in den Geschäftsprozessen verankert werden? Die Grundlage hierfür ist ein prozessorientiertes integriertes Managementsystem nach ISO 9001 bzw. ISO 27001.

EFQM im Wissensmanagement
von Jens Harmeier
Das EFQM-Modell für Excellence bietet eine Struktur zur Umsetzung eines ganzheitlichen Qualitätsmanagements wie beispielsweise dem Total Quality Management (TQM) in einer Organisation. Durch eine gleichzeitige Betrachtung von Menschen, Prozessen und Ergebnissen führt das Modell den Anwender zu nachhaltigen Spitzenleistungen auf allen Managementebenen, die sich schließlich in exzellenten Geschäftsergebnissen niederschlagen. Das Modell beurteilt den Reifegrad einer Organisation und identifiziert ihre Schwächen und Verbesserungspotenziale.

Dokumentation + Kommunikation

KMU
Wissensmanagementwerkzeuge für jedes Budget
von Wolfgang Jaspers, Anna K. Westerink
Gerade in kleinen und mittelgroßen Unternehmen (KMU) scheitert die Umsetzung von Wissensmanagement oftmals an fehlenden zeitlichen, personellen und letztendlich auch finanziellen Ressourcen. Aussagen wie: „Das ist für uns viel zu teuer.” Und: „Dafür haben wir kein Geld”, sind allgegenwärtig, wenn die Gründe für fehlendes Wissensmanagement hinterfragt werden. Hier wird fälschlicherweise unterstellt, dass Wissensmanagement erst durch den Einsatz eines aufwendigen EDV-Einsatzes (Portal, Groupware, Workflow-Management etc.) möglich wäre. Dabei ist die vollständige oder teilweise Einführung von Wissensmanagement in einem Unternehmen auch schon mit geringem finanziellem Einsatz realisierbar. Der vorliegende Beitrag setzt an dieser Stelle an und orientiert sich an einer am IFWM - Institut für Wissensmanagement, Iserlohn entwickelten Vorgehensweise.

Ich und mein Wissen
Modellbasiertes persönliches Wissensmanagement
von Hans-Peter Harms
Familiäre Erziehung, schulische und berufliche Aus- und Fortbildung vermitteln allgemeines Wissen. Geistesarbeiter müssen darüber hinaus spezielles Wissen erzeugen, erweitern, konsolidieren und in verständliche Form bringen. Wissen wird damit zur Information. Umgekehrt müssen verfügbare Informationen in die Entwicklung eigenen Wissens einbezogen werden. Persönliches Wissensmanagement ist Kern dieser geistigen Arbeit. Mit einem persönlichen Wissensmodell legt der Benutzer dauerhaft fest, was er wissen und machen will. Weil ein persönliches Wissensmodell relevante Dokumente einbezieht, wird Dokumentenorientierung nicht abgelöst, sondern durch Modellbasierung erweitert.

Human Resources

Interview
Das "Bauchgefühl" der Topmanager
von Philippe Lathan
Porsche-Chef Wendelin Wiedeking nutzt sie, ebenso McKinsey-Boss Jürgen Kluge oder Heinrich von Pierer von Siemens: die Intuition, das Bauchgefühl, den inneren Ratgeber. Immer mehr Manager und Führungskräfte sind der Überzeugung, dass sich den Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft nicht allein mit Verstand und Vernunft beikommen lässt. Deshalb suchen sie nach neuen Wegen – und stoßen dabei auf die „Problemlöser“ Intuition und Gefühl. Dr. Philippe Lathan vom Nathal®-Institut in Göttingen beschäftigt sich seit Jahren mit der Frage, wie sich die Wahrnehmung der inneren Stimme schulen lässt. wissensmanagement sprach mit dem Unternehmensberater über ein Thema, das lange Zeit mit Vorurteilen zu kämpfen hatte.

Beziehungsmanagement
Kultur-Consulting: Kompetenzen erkennen, Beziehungen leben
von Beate Nimsky
Angenommen, Sie sitzen in einem Konzertsaal, der Dirigent hebt den Taktstock und gibt das Zeichen für den ersten Einsatz. Alle Musiker sind bereit und starten gemeinsam mit Bravour. Sie lehnen sich entspannt zurück in Ihrem Sitz und genießen die Harmonie der Klänge. Doch je weiter das Stück voran schreitet, desto mehr hören Sie Misstöne, die Sie aus Ihrem gelassenen Zustand herausholen. In der Pause überlegen Sie sich, ob Sie das Theater verlassen. So ähnlich geht es mitunter Mitarbeitern, die neu in ein Unternehmen kommen. Aber auch häufig Kunden, die mit Dienstleistungsunternehmen in Geschäftsbeziehung treten. Der äußere Schein und die ersten Kontakte überzeugen. Je länger die Beziehung wird, desto mehr Nachlässigkeit zeigt sich. Es fehlt der Gleichklang. Hier kann Kultur-Consulting helfen.

Trends

Wissenslandkarten
Visuelle Wissenskommunikation
von Stephan Kösel
Neben sprachlich-narrativen Ansätzen gewinnen visuelle Methoden eine zunehmende Bedeutung bei der Wissenskommunikation. Die topologischen Wissenslandkarten topomap® und das Konzept der Wissensarchitekturen machen Wissensprofile dreidimensional sichtbar. Gegenseitiges Verstehen wird durch konkrete Selbst- und Fremdbilder erleichtert und gemeinsame Ziele erscheinen als motivierende, dynamische Zukunftslandschaften.

Sozialwirtschaft
Wissen managen in sozialen Organisationen
von Helmut Kreidenweis, Willi Steincke
Bis in die 90er Jahre des letzten Jahrhunderts war die Sozialwirtschaft ein fast paradiesischer Kosmos. Die Planetensysteme von Caritas, Diakonie oder Arbeiterwohlfahrt kreisten geruhsam um sich selbst und die staatliche Sonne mit dem wundersamen Namen Selbstkostendeckungsprinzip verteilte ihre Wärme auf alle Trabanten. Wer musste da irgendetwas managen? Finanzen, Personal oder gar Wissen? Leider blieb auch dieser Winkel des Weltalls nicht vor den schwarzen Haushaltslöchern und der Supernova Markt & Wettbewerb verschont. Schon bald drangen seltsame Unternehmensberater-Kometen ein, im Gefolge ein geheimnisvoller Schweif aus Controlling, Benchmarking oder TQM. Doch in der Sozial-Galaxis gelten andere physikalische Gesetze als im Rest des Universums. Deshalb ersann man mehr und mehr darauf abgestimmte Instrumente, die sich jedoch erst langsam, meist auf den größeren Planeten verbreiten und noch längst nicht auf allen Monden und Meteoriten angekommen sind.


Transferwissen
Grenzen überschreiten: Projektorganisation und Wissensmanagement
von Steffen Dörhöfer
Projekte müssen innerhalb eines engen Zeitrahmens unter hohem Markt- und Innovationsdruck fertiggestellt werden. Nach dem meist erfolgreichen Abschluss steht schon die Definition der nächsten Arbeitsaufgaben auf der Agenda, sodass kaum Spielraum für den Transfer der generierten Wissensressourcen besteht. Sie bleiben dem Unternehmen meistens nur in individualisierter Form, also als Erfahrungswissen der Teammitglieder erhalten. Gemeinsame Lernprozesse über Projektgrenzen hinaus unterbleiben, erfolgreiche Problemlösungen sind weitestgehend unbekannt und bereits unterlaufene Fehler wiederholen sich. Unternehmen versuchen diesem Problem mit Lessons Learnt, Best Practices und anderen Wissensmanagementinstrumenten entgegenzuwirken. Trotzdem ist der Erfolg dieser Tools nur marginal. Hier kann die Reflexion auf die sozialen Strukturen und kulturellen Kontexte der Projektorganisation den effizienten Einsatz von Steuerungsinstrumenten vorbereiten.

Wissenswertes

Termine
Fachveranstaltungen für Wissensmanager

Buchvorstellungen

Kolumne
Qualitäten für Wissensarbeit
von Ulrich Schmidt


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Letzte Änderung: 11.02.2008 | Impressum | Kontakt

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