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Start : Print Magazin : Archiv : Heft 3 April/Mai 2006

Heft 3 April/Mai 2006

Titelthema
Wikis, Blogs und Wikipedia: Was sind die Erfolgsrezepte?
Seit Start des Wikipedia-Projekts im März 2001 ist die freie Online-Enzyklopädie ein wahrer Selbstläufer geworden. Mit mehr als 100 Sprachen und über eine Million Artikel hat Wikipedia neben aller Kritik vor allem eines erreicht: eine neue Kultur „Wissen zu sammeln und für die Allgemeinheit aufzubereiten“ zu schaffen. Unsere Autoren greifen das Thema auf, erklären die Grundlagen von Wikis und Weblogs und zeigen die Zusammenhänge mit dem Thema Wissensmanagement.

Titelbild

Editorial
Wiki - die Plattform für Wissensmanagement (pdf)

News

Praxis Wissensmanagement

Kommunikation
Wissensmanagement - und die Sprache?
von Günther Zimmermann
In der Informations- und Wissensgesellschaf tund in der globalisierten Welt von heute gilt Wissen zu Recht als "Schlüsselressource der postindustriellen Ära" als "vierter Produktionsfaktor", als Wertschöpfungsgenerator Nr. 1. Darüber dürfte wohl Einigkeit bestehen: Ein effektives, effizientes und befriedigendes Wissensmanagement erfordert im Allgemeinen eine solide informationstechnologische Infrastruktur. Allerdings wurde deren Bedeutung lange Zeit überschätzt. So haben Untersuchungen gezeigt, dass kleine und mittelständische Unternehmen ggf. auf IT-Unterstützung völlig verzichten können. Generell wird in der Trias Technik, Organisation und Mensch letzterer als immer bedeutsamer eingeschätzt.

Interview
Erfolgreiche Patientenversorgung dank Wissensmanagement
mit Axel Paeger
Dr. Axel Paeger ist Gesellschafter und Vorstandschef der AMEOS Krankenhaus Holding. Das Unternehmen umfasst mehr als 70 Einrichtungen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Polen, Tschechien und Ungarn. Dr. Paeger ist 2004 zum Manager des Jahres gewählt worden. Vor seiner Tätigkeit bei AMEOS war er Hauptgeschäftsführer der Asklepios Kliniken. .

Medizin & Pharmazie
Wissensmanagement im Krankenhaus
von Sabine Bohnet-Joschko, Ulrich Bretschneider
Die Ressource Wissen wird in Wirtschaftsunternehmen längst als ein strategischer Wettbewerbsfaktor begriffen und dementsprechend systematisch organisiert und gesteuert. Der öffentliche Sektor und auch die stark regulierten quasi-öffentlichen Unternehmen des Sozial- und Gesundheitswesens nutzen die Möglichkeiten von Wissensmanagement bisher nur wenig, obwohl Wissen eine zentrale Rolle bei der Erstellung der Gesundheitsleistungen einnimmt. Doch welche Arten von Wissen gibt es z.B. in Krankenhäusern? Welchen Stellenwert nimmt Wissen in dieser speziellen Organisationsform ein? Wo genau kann hier Wissensmanagement Nutzen stiftend eingesetzt werden? Und auf welche Hindernisse stößt es?


insight
Methodik
Für Wissensmanagement gibt es keine Patentlösung
von Klaus Tochtermann, Werner Schachner
Unternehmen im deutschsprachigen Raum sind sich einig: Wissensmanagement ist auch künftig ein zentrales Thema. Dieselben Unternehmen sind sich aber auch darüber einig, dass der derzeitige Grad der Umsetzung von Wissensmanagement deutliche Verbesserungspotenziale besitzt. Hierfür wird noch immer nach geeigneten Instrumenten für das eigene Unternehmen gesucht – in vielen Fällen jedoch mit wenig Erfolgschance.

Titelthema

insight
Wikis & Blogs
Das 1 x 1 der Wikis und Weblogs
von Oliver Bendel
Wer an Social Software denkt, dem kommen sofort Weblogs und Wikis in den Sinn. Natürlich gehören auch elektronische Gästebücher und Diskussionsforen, Instant Messengers und Chats sowie virtuelle Kontakt- und Tauschbörsen dazu. Auf den ersten Blick scheinen diese aber "Rentner" zu sein, während jene den Geruch der Jugend haben. Sieht man genauer hin, erkennt man, dass Weblogs und Wikis auf alten Ideen beruhen. Dennoch werden die überaus interessanten Technologien erst seit ein paar Jahren von der breiten Masse genutzt. Auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) haben Wikis und Weblogs für sich entdeckt, um sich im Web zu präsentieren oder ihr Wissensmanagement zu verbessern.

Social Software im Unternehmen
von Thomas N. Burg, Richard Pircher
Die Entwicklung von geschäftsrelevantem Wissen in Organisationen hat meist einen diskursiven Charakter. Es entsteht durch die Beiträge mehrerer Beteiligter und wird auch nur unter dieser Voraussetzung von allen Beteiligten akzeptiert. Themenstellungen weisen häufig eine hohe Komplexität auf und erfordern die Einbindung unterschiedlicher Fachgebiete und organisatorischer Perspektiven wie die Kundenbedürfnissen, Technologie, Controlling, etc. Die Möglichkeit zur flexiblen Beteiligung der Wissensträger kann dieser Komplexität Rechnung tragen. Das kollaborative Element der Social Software mit der Vernetzung von Menschen, Arbeitsgruppen und Daten stellt damit einen wesentlichen Nutzen für das organisatorische Wissen dar.

insight

Social Computing im Web 2.0
von Peter Schütt
Der hehre Wunsch der Unternehmensstrategen jedem Mitarbeiter in jeder Situation die Information zur Verfügung zu stellen, die er gerade benötigen, bleibt heute eher auf niedrigem Niveau in der Komplexität des Unterfangens stecken. Kein zentraler Prozess schafft es, die vorhandene Information granular genug zu filtern. Noch größer ist das Problem, dass der überwiegende Teil der Informationen überhaupt nicht in Textform vorliegt. Mit der nächsten Generation der Internet-Technologie, dem Web 2.0, kommt Bewegung in das Spiel: Es macht aus passiven Lesern auch aktive Autoren und schafft so eine Welt des Gebens und Nehmens, auch Social Computing genannt. Damit entwickelt sich die Informationsversorgung weg von starren, planerischen Steuerungsmechanismen hin zu einer marktmäßig organisierten, nachfrageorientierten Informationsversorgung, die viel näher an das eigentliche Ziel herankommen wird. 

Gemeinsam zum Ziel: OpenSource Software
von Christian Maaß
Für viele Unternehmen in der Softwarebranche gewinnt die Integration der Anwender in den Prozess der Produktentwicklung zunehmend an Bedeutung. Dieser Prozess hängt insbesondere mit der wachsenden Popularität so genannter OpenSource-Software (OSS) zusammen. Bekannte Beispiele für solche Softwarelösungen stellen z.B. das Betriebssystem Linux oder die Bürosoftware OpenOffice dar. In der Praxis gestaltet sich die Zusammenarbeit mit der OpenSource-Community allerdings oftmals problematisch. Die entscheidende Frage lautet daher: Unter welchen Umständen profitiert ein Unternehmen von der Zusammenarbeit mit der Community und welche Besonderheiten muss es dabei beachten?

Dokumentation + Kommunikation

Modelle
Wissensselektion in Frühaufklärungsnetzwerken
von Christian Mieke
Viele Unternehmen schaffen es im zunehmend komplexen und dynamischen Umfeld nicht mehr, alle bedeutenden technologischen Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Gerade kleine und mittlere Unternehmen bilden daher verstärkt Netzwerke oder nutzen etablierte Strukturen, wie Produktionsverbünde oder Branchenverbände, zur Technologiefrühaufklärung. Durch ihr gemeinsames Engagement greifen die Unternehmen auf eine höhere Anzahl von Informationsquellen zu, verknüpfen methodisches Know-how und teilen sich Kosten. Der Nachteil dieser Zusammenarbeit: Die Unternehmen geben unkontrolliert wettbewerbsrelevantes Wissen preis. Diese Gefahr kann jetzt gebannt werden: Das Wissensselektionsmodell bewertet die Informationsbasis einer Organisation, selektiert das geheim zu haltende Wissen und erhöht somit die Effektivität der kooperativen Technologieaufklärung.

DMS
Capturing-Systeme modernisieren Poststellen
von Frauke Stautner
Schlagwörter wie das papierlose Büro oder auch der virtuelle Posteingang prägen seit Jahren unsere Vorstellung von optimierten Prozessen. Die Realität sieht in vielen Betrieben immer noch anders aus. Moderne Softwaresysteme für die automatisierte Dokumentenerfassung und -verarbeitung helfen, die Flut an eingehenden Schriftstücken zu bändigen und effizient zu verarbeiten.

Human Resources

Mitarbeiterschulung
Lernen durch sehen
von Stefanie Machauf
Vor-Ort-Schulungen von Servicemitarbeitern sind notwendig, aber meist auch teuer. Eine Alternative zur Wissensübermittlung durch herkömmliche Schulungen sind Trainingseinseinheiten mithilfe von Produktvisualisierungen. Anhand der virtuell dargestellten Produkte können die Anwender Animationen und Interaktionen in Echtzeit durchführen. So lernen etwa die Servicemitarbeiter des Druckerherstellers Kyocera Mita anhand von 3D-Darstellungen auf ihrem Arbeitsplatzbildschirm die neuesten Druckermodelle kennen, warten und reparieren.

Unternehmensplanung
Mitarbeiterbefragungen - ein Schlüssel zum Unternehmenserfolg
von Werner Gleißner, Bernd Mott
Wettbewerbsvorteile entwerten sich heute zunehmend schneller. Sie bleiben dem Unternehmen also immer kürzer erhalten. Doch gerade in der heutigen schnelllebigen Zeit, ist eine zukunftsorientierte Unternehmensplanung wichtiger denn je. Unter diesem Aspekt haben Hamel und Prahalad,  zwei Vertreter der so genannten „Ressourced based school“, das Konzept der Kernkompetenzen entwickelt.

Trends

Ausbildung
Wissensmarktplatz Hochschule
von Elisabeth Krön
Nicht nur in Unternehmen, sondern auch an Hochschulen, deren „Kerngeschäft“ seit jeher der Umgang mit Wissen ist, steigen die Anforderungen. Neue Studiengänge und –schwerpunkte, eine bedarfsgerechtere Ausrichtung, die rasante Entwicklung der Fachdisziplinen und Studierenden beschäftigen die Hochschulen intensiv. Umso erstaunlicher ist, dass hier die strukturierte Anwendung von Wissensmanagement noch wenig verbreitet ist. Mit dem Pilotprojekt „Baumanagement-Wissensbörse“ will die Fachhochschule Augsburg die Wissensmanagement-Instrumentarien nun auch im Studienbetrieb anwenden.

Bildungsinitiative
Früh übt sich – Arbeitgeber fördern (Früh-)Bildung
von Heike Hunecke
Die Landesvereinigung der Arbeitgeberverbände Nordrhein-Westfalen hat 2006 eine neue Bildungsinitiative gestartet: die Förderung der MINT-Bildung (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) in NRW. In den nächsten drei Jahren unterstützt der Verband Kindergärten, Grundschulen und Realschulen in NRW bei der Gestaltung und Umsetzung naturwissenschaftlicher Bildungsangebote. Im Vordergrund stehen dabei Angebote zum experimentellen Lernen von Kindern und Jugendlichen sowie die Integration von Erziehern, Lehrkräften und Eltern in diesen Lernprozess. Mit verschiedenen innovativen Konzepten soll ein neuer Zugang zu naturwissenschaftlichen Phänomenen geschaffen werden.

Wissenswertes

Kolumne
Im Windschatten
von Mathias Schindler

Rezension
Die Natur des Wissens

Termine
Fachveranstaltungen für Wissensmanager


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