Heft 8 November 2005
| Titelthema
Guter Rat ist teuer: Was bei der Zusammenarbeit
mit Beratern zu beachten ist
Unternehmen müssen sich, um wettbewerbsfähig
zu bleiben, permanent in Frage stellen. Sie befinden
sich damit ständig in einer Situation relativer
Ungewissheit. Dabei wächst das Wissen überproportional
an. Die zunehmende Komplexität wird als große
Herausforderung gesehen, die es zu überwinden gilt.
Halt und Orientierungshilfe können externe Berater
geben. Doch deren Wissen ist meist kostbar. Wann sich
die Investition in Berater lohnt, erfahren Sie im aktuellen
Titelthema.
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Editorial
Wissensmanagement für Sie (pdf)
News
Praxis Wissensmanagement
Wissensbewertung
Umsatz = Wissenvariation²
von Hans-Diedrich Kreft, Roland van Gisteren
Wissensmanagement kann sich direkt auf den Umsatz eines Unternehmens
auswirken – sowohl positiv als auch negativ. Der Grund
dafür: ein quantitativer Zusammenhang zwischen Umsatzentwicklung
und innerbetrieblicher Wissensvariation. Demnach kann der
Umsatz potenziell mit dem Quadrat der Wissensvariation wachsen.
Das heißt, je flexibler Mitarbeiter Wissen nutzen, desto
größer die Chance, Umsatz zu generieren.
Competitive Intelligence
Mit Argusaugen - Wirtschaft auf dem Prüfstand
von Silke Venker
Die Debatte um Offenlegung der Vorstandsgehälter, Basel
II und Rating – das sind nur einige der schillernden
Themen, die in Zeiten des weltweiten Wettbewerbs und der globaler
Finanzmärkte die Unternehmen bewegen. Und auch die viel
gescholtenen Heuschrecken sind Vorboten eines frischen Winds,
der durch die Vorstandsetagen weht und für mehr Transparenz
in der Wirtschaft sorgen soll. Gerade in solchen Turbulenzen
steht wissensbasierte Marktbeobachtung hoch im Kurs…
Projektmanagement
Erfahrungssicherung und -nutzung mit System
von Hermann Pannek
Eine enge Verbindung mit dem Projektmanagement ermöglicht
es, Wissensmanagement als festen Bestandteil in Projekten
zu implementieren und den Regelkreises von Wissensbewahrung
und -wiederverwendung zu schließen. Eine standardisierte
Vorgehensweise gewährleistet, dass wertvolle Projekterfahrungen
für die Zukunft strukturiert und zuverlässig festgehalten
werden. In neuen Vorhaben können diese Erfahrungswerte
dazu beitragen, Aufwand, Kosten und Risiken zu minimieren.
Enterprise Content Management
Ablage war gestern, ECM ist heute
von Martin Böhn
Der Markt für Dokumenten-Management- und Archivsysteme hat in den letzten zehn Jahren umfangreiche Veränderungen erfahren. Durch die Ausweitung bestehender Funktionalitäten und die Abdeckung neuer Aufgabenfelder haben sich die Systeme zu umfassenden Lösungen für die Dokumentenverwaltung und die Prozesssteuerung entwickelt. Die meisten Marktteilnehmer sprechen daher zunehmend von Enterprise Content Management (ECM), um den großen Erweiterungen gerecht zu werden und die neue Generation von Software-Lösungen zu verdeutlichen.
Titelthema
Beraterwissen
Beraterauswahl leicht gemacht
von Erhardt F. Heinold
Mehr als zwei Drittel der Deutschen Unternehmen beschäftigen
Unternehmensberater. Nicht nur große Firmen lassen sich
durch externe Berater unterstützen. Die Themen sind vielfältig
– sie reichen von der Unternehmensstrategie bis hin
zu EDV-Konzepten. Doch der Markt der Unternehmensberater ist
unübersichtlich, zudem ist die Consultant-Branche in
letzter Zeit durch Einsparungen und kritische Kunden unter
Druck geraten. Doch wer eine Unternehmensberatung professionell
aussucht, kann von der Dienstleistung profitieren.
Gut beraten in die Zukunft
von Christian Schuster
„Beraterbranche entdeckt den deutschen Mittelstand“,
so titelte die Financial Times Deutschland im Oktober 2005.
[2] Nach einem vorübergehenden Einbruch im Jahr 2001
hat sich der Beratermarkt wieder erholt. Grund hierfür
ist der steigende Bedarf kleinerer und mittlerer Unternehmen.
(KMU). Besonders für die für Deutschland so wichtigen
KMUs ist das Bestehen im internationalen Wettbewerb zu einer
großen Herausforderung geworden. Viele Unternehmen fühlen
sich durch neue Technologien überfordert und brauchen
externe Unterstützung.
Nur schlechter Rat ist teuer
von Matthias Ballod
Weil bei der Einführung von Wissensmanagement die sensiblen
Schnittstellen zwischen Führungskräften und Mitarbeitern,
Mensch und Techni¬ken, Kommunikation und Wissen berührt
sind, ist die Außenperspektive durch externe Berater
hilfreich. Allerdings ist die Bezeichnung „Unternehmensberater“
nicht geschützt. Beraten darf quasi jeder. Entscheider
müssen daher gut prüfen, wen sie engagieren. Doch
wann ist es überhaupt zweckmäßig, Externe
einzubeziehen? Was zeichnet einen guten Berater aus? Und wann
rentiert sich die Investition in Beratungsleistung?
Dokumentation + Kommunikation
Content Management
Es werde Licht - Transparenz im Enterprise Content
Management
von Peter Schütt
Dokumente bzw. Datenablagen in einem Unternehmen zu managen,
ist eine kostenträchtige Sache. Dokumente zu finden ist
eine ähnliche Herausforderung. Seit Mai 2005 gibt es
nun einen neuen Standard, den JSR-170, mit dem erstmals ein
durchgängiges Enterprise Content Management möglich
sein soll. Doch was ist wirklich dran an diesem JSR-170?
Tools
Wann ist eine Wissensdatenbank effizient?
von Ulrike Cress
Eine Standardmaßnahme im Wissensmanagement ist die Einrichtung
einer zentralen Wissensdatenbank. Deren Ziel es ist, Wissen
zu sammeln und allen Mitarbeitern zugänglich zu machen.
Mitarbeiter, die nach einer Lösung für ein Problem
suchen, sollen auf die Erfahrungen anderer zurückgreifen
können. In der Praxis hat sich allerdings gezeigt, dass
nicht jeder bereit ist, die Datenbank mit eigenem Wissen zu
speisen. Diese motivationale Barriere wurde häufig beschrieben
und stellt ein zentrales Problem im Wissensmanagement dar.
Ein anderer Aspekt wurde bisher allerdings seltener behandelt:
die Frage, wann es sich für ein Unternehmen lohnt, eine
Datenbank zu implementieren.
Wissensmanagement im Vertrieb
Erfolgsfaktor Kundenwissen
von Gunter Gehrke, Volker Derballa
Welche fatalen Folgen es haben kann, wenn ein Unternehmen
die eigenen Kunden nicht gut genug kennt, zeigt das Marketing-Debakel
von Coca Cola, das sich in diesem Jahr zum 20. Mal jährt:
Nach mehrjähriger Forschung stellte der Softdrink-Riese
auf dem US-Markt eine Cola mit neuer, verbesserter Rezeptur
vor. Was den Konsumenten besser schmecken sollte, entpuppte
sich als Katastrophe: Die Öffentlichkeit war empört
und verlangte das Original zurück. Findige Händler
erkannten ihre Chance und verlangten zeitweise für einen
Kasten der Original-Cola bis zu 30 US-Dollar. Nach wenigen
Wochen gab das Coca Cola-Management schließlich auf,
die New Coke ver¬schwand aus den Regalen und das Original
wurde unter dem Namen Classic Coke wieder eingeführt.
Dieses Beispiel zeigt: Um seinen Kunden etwas verkaufen zu
können, muss man sie genau kennen.
Human Resources
Personalentwicklung
Regionale Bildungsportale schaffen Klarheit
von Sebastian Scheibe
„Immer mehr Unternehmen erkennen angesichts der “Waschkörbe”
von Veranstaltungsprospekten und -katalogen den Nutzen zielgerichteter
und rationeller Weiterbildungsinformationen. Immer mehr [Bildungs-]Träger
lernen Datenbanken als zusätzliches Marketinginstrument
schätzen.“ Dieses Zitat ist – wer hätte
es gedacht – schon fast 15 Jahre alt und aktueller denn
je. Weiterbildungsdatenbanken gibt es mittlerweile unzählige
und alle verfolgen sie ein Ziel: Transparenz auf dem Weiterbildungsmarkt
zu schaffen. Mit dem Wissens- und Bildungsportal www.weisste.net
stellen wir Ihnen ein Werkzeug für erfolgreiches regionales
Bildungsmarketing vor.
E-Government
E-Learning in der öffentlichen Verwaltung
von Alexandra Ott
Der Wandel von der Informations- zur Wissensgesellschaft vollzieht
sich in nahezu allen Bereichen des öffentlichen und privaten
Lebens, so auch im Sektor der öffentlichen Verwaltungen
und Behörden. Dahinter verbirgt sich die Intention, dass
auf eine veränderte Gesellschaft mit einer adaptierten
neuen Lehr-Lernkultur reagiert werden muss. Die Wissensgesellschaft
verlangt vom einzelnen eine neue Wissens- und Lernkultur,
d.h. differenzierte Schlüsselqualifikationen und lebenslanges
Lernen. Auf diese neuen Anforderungen müssen sich auch
Behörden zunehmend einstellen.
Trends
Gremiensteuerung
Alles aus einer Hand - Ressourcen sparen durch strukturierte
Kommunikation in Gremien
von Volker Born, Laureen Dix, Tanja Zeh
Unklar verteilte Aufgaben und wenig eindeutige Verantwortlichkeiten
führen zu mangelhaft abgestimmten Prozessen. Insbesondere
in der Fahrzeugentwicklung und -produktion besteht daher ein
Handlungsbedarf: Gerade in diesem Bereich muss die Automobilindustrie
die interne und externe Kommunikation kontinuierlich verbessern.
Zu diesen Ergebnissen kommen die Mitarbeiter des Fraunhofer
Instituts für Arbeitswissenschaft und Organisation.
Kundenwissen
ITIL meets Wissensmanagement
von Thomas Gerick
„Die Antwort ist JA. Wie war doch gleich die Frage?“
– Natürlich, für Komiker wie Woody Allen ist
die Tatsache, dass Fragen und Antworten oft nicht zu einander
passen, immer eine spaßige Bemerkung wert. In der Realität
von Unternehmen hört der Spaß allerdings dann auf,
wenn es darum geht, Fragen und Probleme der externen wie internen
Kunden rasch und vor allem zielführend zu beantworten.
Kompetente Antworten und ein personalisierter Service sind
dabei die Basis für Kundenzufriedenheit und mehr Umsatz.
Doch das ist oft nur graue Theorie.
Studie
Intelligente Wettbewerbsbeobachtung
von Bernd Hoeck
Wettbewerbsbeobachtung gewinnt rasant an Bedeutung. Die Ergebnisse
einer bundes¬weiten Studie zum Status Quo der IT-Unterstützung
für die Wettbewerbs¬beobachtung zeigen jedoch, dass
der Einsatz von innovativen IT-Technologien in diesem Anwendungs¬bereich
noch in den Kinderschuhen steckt. Dieses Zukunftsthema bietet
ein erhebliches Potenzial.
Wissenswertes
Kolumne
Und täglich grüßt die Zeitverschiebung.
von Carsten Frede
Rezension
Markt- und Technologieanalyse einmal anders
Termine
Fachveranstaltungen für Wissensmanager
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