Heft 3 April/Mai 2005
| Titelthema
Die Technik steht - und dann? Wie Sie Ihre Mitarbeiter zum Wissensaustausch motivieren
Von Philipp Bergmann
Die Technik für den Beginn eines erfolgreichen Wissensmanagements steht. Doch nur mit der Implementierung eines ausgefuchsten IT-Tools allein ist es nicht getan. Jetzt kommt es darauf an, das System mit Leben zu füllen. Dies ist jedoch leichter gesagt als getan. Da Menschen generell nicht in der Motivation sind, ihr Wissen mit anderen zu teilen, müssen sie durch entsprechende Anreize dazu motiviert werden. Dieser Erfolgsfaktor ist einer der meist unterschätzten Aufgaben im Wissensmanagement. Der Einsatz von Anreizsystemen zur Förderung von Wissensteilung ist jedoch keine Frage des Beliebens. Vielmehr hängt es davon ab, nach welcher Strategie Wissensmanagement eingesetzt und mit welchen Anreizen diese im Unternehmen umgesetzt werden kann. Eine Wissensstrategie ohne hierzu passende Anreize einzusetzen, kann schnell Gefahren heraufbeschwören und langfristig defensive Handlungen initiieren.
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Editorial
Wissensmanagement - ein Teil des Arbeitsalltages (pdf)
News
Praxis Wissensmanagement
Erfahrungswissen
Der Mythos Erfahrung in der Unternehmensberatung
Von Klaus Bredl, Hans Gruber, Franz Lehner, Josef Strasser
Allgemein wird angenommen, dass die Kompetenz und der Expertisegrad eines Beraters von zwei Faktoren wesentlich beeinflusst werden, nämlich einerseits von seinem Fachwissen - die Dienstleistung einer Unternehmensberatung beruht auf Wissen bzw. auf einem Wissensvorsprung gegenüber dem zu beratenden Unternehmen - und andererseits von seiner Erfahrung, die sich aus langjähriger Berufstätigkeit und bewusster, reflektierter Verarbeitung früherer Beratungsprozesse ergibt. Aus diesem Grund könnte man annehmen, dass Unternehmensberatungen in besonders sorgfältiger Weise mit dem Produktionsfaktor Expertise der Berater umgehen und den Aufbau soliden Wissens und umfangreicher Erfahrungen fördern. In der Praxis zeigt sich aber, dass dies leichter gesagt als getan ist. Bei näherer Betrachtung stellen sich Fragen wie z.B.: Inwieweit ist die Annahme gerechtfertigt, dass sich umfangreiche Erfahrung auf das Handeln, Wissen und Können von Beratern positiv auswirkt? Sind erfahrene Berater tatsächlich kompetenter? Welche Unterschiede finden sich zwischen erfahrenen und unerfahrenen Beratern? Wann kann überhaupt von Erfahrung gesprochen werden?
Projektmanagement
Syntegration - ein Modell zur Wissensintegration
Von Dr. Gerdt Rohrbach
Marktbasiertes Wissensmanagement
Megatrend Wissensmarkt (Teil 4): Praxisbeispiel Union Invest
Von Timo Alznauer
Organisation
Wissensinfrastrukturen - die optimale Unterstützung Ihrer Geschäftsprozesse
Von Prof. Dr. Klaus Tochtermann, Dr. Stefanie N. Lindstaedt
Titelthema
Extranet
Was zählt, ist was beim Kunden ankommt
Von Dr. Anja Schäfer-Jugel
Softskills
Wissen geht nicht von Technologie, sondern von Menschen aus
Von Dr. Matthias Hoffmann
Wissen ist die Voraussetzung für Erfolg. Das gilt nicht nur für einzelne Personen, sondern auch für Unternehmen unabhängig von ihrer Größe. Aber je größer ein Unternehmen wird, desto schwieriger ist es, den Überblick über das vorhandene Wissen zu behalten und es allen Mitarbeitern zur Verfügung zu stellen. Aktives Wissensmanagement mit den dazugehörigen Technologien wie Customer Relationship Management (CRM), Content Management, Mitarbeiter-Portalen oder Taxonomie bietet hierfür Lösungen. Ohne aktives Management ist der effiziente Umgang mit Wissen in Unternehmen undenkbar. Der folgende Beitrag gibt allgemeine Tipps für die erfolgreiche Umsetzung eines Wissensmanagementsystems und erläutert diese am Beispiel des Informationsanbieters Factiva, einer Reuters- und Dow Jones-Tochter. Selbst auf die effektive Weitergabe von Informationen und Wissen spezialisiert, hat Factiva bereits vor vier Jahren erfolgreich ein Wissensmanagementsystem eingeführt und dabei festgestellt: die Motivation der Mitarbeiter ist der Schlüssel zum Gelingen.
Dokumentation + Kommunikation
Special Portale
Wissensdrehscheibe Intranet: Bewährte Ansätze für lebendige Mitarbeiterportale
Von Sabine Knöfel Die Prozesse im Unternehmen werden zunehmend komplexer, die administrativen Arbeiten nehmen zu und es gilt, immer mehr Informationen nicht nur zu verwalten, sondern effektiv zu nutzen. Umso hinderlicher ist es dann, wenn Prozesse nicht einheitlich definiert sind, Daten redundant gepflegt werden und so der wichtige Wettbewerbsvorteil Information verloren geht. Mitarbeiterportale versprechen hier Abhilfe, indem sie Geschäftprozesse auf einen optimalen Workflow strukturieren und somit die Drehscheibe für alle im Unternehmen verfügbaren mitarbeiterbezogenen Daten sind. Das Portal lebt davon, dass die Mitarbeiter es als ihr System annehmen. Diese Akzeptanz hängt davon ab, ob es gelingt, das System als alltägliches und primäres System für die Wissensverwaltung zu etablieren, das alle Mitarbeiter des Unternehmens zu ihrem eigenen Vorteil in ihrer täglichen Arbeit nutzen.
Mitarbeiterportale implementieren - Wissenzugänge schaffen
Von Stefanie Machauf
Vernetzte Verwaltung
Von Sabine Semmann
Human Resources
Lernmanagement
Auf dem Weg zur E-University
Von Nicola Mößner
Viele deutsche Hochschulen erarbeiten derzeit Konzepte für die Integration von E-Learning in die klassische Lehre. Häufig durch so genannte Drittmittel finanziert, entwickeln hier Lehrpersonen auf Basis ihrer Erfahrungen und orientiert an ihren Inhalten und fachlichen Rahmenbedingungen E-Learning-Module für den Einsatz im Rahmen ihrer Seminare. Auf diese Weise entsteht eine Vielzahl von Projekten, deren wesentlicher Fokus auf der Contentproduktion für die durchzuführenden Lehrveranstaltungen liegt. Darüber hinaus stellen diese Projekte aber auch die Keimzelle für eine Veränderung der klassischen universitären Prozesse durch die neuen Medien dar.
Personalführung
Wissensmanagement - eine Führungsfrage?
Von Dr.-Ing. Marc Rothländer
In den vergangenen Jahren haben die Investitionen in Wissensmanagement vor allem aufgrund der anhaltend schwachen Konjunkturlage stark abgenommen. Da die Ressource Wissen in unserer Gesellschaft aber den primären Produktionsengpass darstellt, wird sich diese Entwicklung schon bald nachteilig auswirken. Denn es ist von zunehmender Bedeutung, das an Erfahrungen gebundene Mitarbeiterwissen durch eine wissensorientierte Personalführung systematisch zu erschließen und für die gesamte Organisation nutzbar zu machen. Auf Grundlage langjähriger Erfahrung mit wissensbasierten Leistungserstellungsprozessen haben Beratungsunternehmen die wichtigsten Probleme und Barrieren des Wissensmanagements bereits erkannt und erste Lösungsansätze zu deren Überwindung generiert. Die nachfolgend dargestellten Methoden zur wissensorientierten Personalführung basieren auf einer Expertenbefragung unter Führungskräften in Unternehmensberatungen, sind aber ebenso auf ähnlich strukturierte Unternehmen wie Logistikdienstleister, Bildungsunternehmen, Versicherungen und Banken übertragbar.
Interview
Erfolgreich führen mit System
mit Boris Grundl
Trends
Technologie
Software im Umbruch
Von Dr. Peter Schütt
Trenderkennung
Trendscouts: Moderne Horchposten für Frühwarnung und Trenderkennung
Von Monty Metzger, Dirk Tunger
KMDL
Wissensarbeit prozessorientiert modellieren und verbessern
Von Norbert Gronau, Claudia Müller
Wissenswertes
Kolumne
Die Technik steht - und dann? Dann wird sie genutzt!
Von Rudi Studer
Rezension
Der wahre Wert moderner Unternehmen
Termine
Fachveranstaltungen für Wissensmanager
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