Erfolgsfaktor Unternehmensintelligenz
Ein Unternehmen ist wie ein Schiff, das durch Wind und Wellen segeln muss. Doch
während dem Kapitän in der Seefahrt die wichtigsten Navigationsinformationen
meist unmittelbar vorliegen, herrscht in der Wirtschaft häufig ein zäher
Nebel. Business-Intelligence-Systeme sorgen dafür, diesen Nebel zu lichten
und das Unternehmen auf dem richtigen Kurs zu halten.
Business Intelligence (BI) ist seit Jahren ein häufig zitiertes Mittel
zur effizienten Analyse von unternehmensweit verfügbaren Daten und deren
interaktiver Aufbereitung in wertvolle Informationen, um wichtige Entscheidungsprozesse
im Unternehmen zu unterstützen. Ganz allgemein kann Business Intelligence
als die Zusammenfassung aller internen und externen informationstechnischen
Instrumente verstanden werden, die unternehmensweites und unternehmensrelevantes
Wissen als Grundlage fundierter Entscheidungen zur Verfügung stellt. Immer
deutlicher verlangt der Anwender, der mittels Business Intelligence aufbereitete
Informationen und Entscheidungshilfen zu einer vorher konfigurierten Fragestellung
erhält, die Integration seiner BI-Lösungen in ein ganzheitliches Wissensmanagement,
das neben internen Ressourcen vor allem auch das Internet als externe Quelle
umfasst. Nur wer über valide Daten verfügt und diese schnell analytisch
unter den verschiedensten Perspektiven aufbereiten kann, betreibt erfolgreich
Wissensmanagement und wird unternehmerisch überleben können.
"Von der Business Intelligence zur E-Intelligence" lautet denn auch
das Titelthema dieser Ausgabe. In ihrem gleichnamigen Beitrag (S. 24) zeigen
Dr. Marc Schomann und Wolfram M. Finck auf, wie neue Technologien zu neuen Datenquellen
und neuen Möglichkeiten der Informationsverarbeitung und ?verbreitung führen.
Sie stellen ein Modell für eine zukunftsfähige Informationsversorgung
vor, das an den Erfolgsfaktoren der Wissensökonomie ausgerichtet ist. Was
bringt aber der BI-Blick auf das gesamte Unternehmen, wenn das Reporting auf
der Strecke bleibt, nur weil die Datenaufbereitung zu komplex ist? Dieser Frage
geht Clemens Prändl in seinem Artikel "Analysen in Echtzeit, Berichte
auf Knopfdruck" nach (S. 30). Worin sich moderne BI-Werkzeuge heute grundsätzlich
von den Management-Informationssystemen der jüngeren Vergangenheit unterscheiden,
diskutiert Alexander Pries und fordert: "Business Intelligence für
alle" (S. 28).
Sie, liebe Leserinnen und Leser, können sich auf der diesjährigen
CeBIT vom 18. bis 24. März im dort erstmals veranstalteten Competence Center
Business Intelligence und Knowledge Management des Instituts für Managementinformationssysteme
e.V. (IMIS) davon überzeugen, welchen wechselseitigen Einfluss diese beiden
Management-Disziplinen aufeinander haben. 18 namhafte Aussteller zeigen dort
ihre Produkte und Lösungen. Eine große Themenbühne lädt
Sie dazu ein, aktuelle Trends und Entwicklungen mit Fachleuten aus beiden Disziplinen
zu erörtern.
Auch wir, das wissensmanagement-Team, freuen uns, Sie persönlich in diesem
Competence Center begrüßen zu können. Schauen Sie einfach einmal
in Halle 3 am Stand C-D 45 vorbei.
Ihr
Oliver Lehnert
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