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Treten
Sie ein in den Wissensgarten!
Portale
sind Tore, Internet-Portale oder Unternehmensportale sind Tore zu einer
unbekannten Wissenslandschaft. Wie sieht diese Landschaft aus? Ist diese
Wissenslandschaft ein Irrgarten wie in den Herrenhäuser Gärten
in Hannover oder handelt es sich um eine klar strukturierte und gegliederte
Landschaft wie im Schlosspark von Versailles? Eines steht fest: Ein Garten
muss gepflegt sein. Und je größer der Garten, desto wichtiger
sind die Orientierungshilfen. In Versailles sind dies klar strukturierte
und vorgegebene Wege und Ziele. Im Herrenhäuser Irrgarten gibt es
zwar auch ein Ziel. Doch den schnellsten Weg zum Ziel findet dort nur,
wer sich selbst vorher eine Orientierungsstrategie zurechtlegt.
Unternehmensportale
sind das Tor zum Wissensgarten oder auch zum Wissensdschungel eines
Unternehmens. Viele Unternehmen begnügen sich damit, das Tor zu öffnen
ohne zuvor den Garten zu bestellen. Doch ein Portal ist kein Ersatz für
einen Gärtner, d.h. ein funktionierendes Wissensmanagement. Denn
Portalinhalte wollen bereitstellt, aufbereitet, strukturiert, gepflegt
und aktualisiert werden. Nur dann ist das geöffnete Tor eine Einladung
an Mitarbeiter oder Geschäftspartner, der gerne nachgekommen wird.
Nur dann kann ein Portal zur Effizienz- und Produktivitätssteigerung
der Mitarbeiter beitragen, weil diese schnell und einfach Informationen
finden, und zwar genau dann, wenn sie diese auch benötigen. Und nur
dann kann ein Portal der Bindung von externen Partnern seien dies
Kunden, Lieferanten oder beispielsweise Investoren dienen, weil
das Unternehmensportal diesen die eigene Arbeit erleichtert und dabei
hilft wertvolle Zeit zu sparen.
Mit der reinen Informationsbereitstellung
sind die Möglichkeiten, die Unternehmensportale bieten, allerdings
längst noch nicht ausgereizt. Viel spannender sind die Möglichkeiten
einer echten Wissensvermittlung oder Wissensverteilung innerhalb eines
Unternehmens. Ein Unternehmen wie Daimler Chrysler entwickelt beispielsweise
Scheibenbremsen für PKW, für LKW, für Eisenbahnen und für
Flugzeuge. Naturgemäß finden diese Entwicklungen in völlig
verschiedenen Unternehmensbereichen statt. Die spannende Frage ist nun:
Wie können Unternehmensportale und andere neue Wissensaustausch-Technologien
eingesetzt werden, um das Wissen aus diesen verschiedenen Bereichen zusammenzutragen
und Synergien gezielt zu nutzen? Oder noch spannender: Wie können
Portale dabei helfen, den engen Kontakt zu externen Partnern, Kunden und
Lieferanten herzustellen und zu pflegen bis hin zu Co-Creation,
d.h. der gemeinsamen Entwicklung neuer Produkte nah an den Wünschen
des Kunden und mitgetragen vom Know-how des Lieferanten?
Portale sind dann
im wahrsten Sinne des Wortes ein offenes Tor zum Unternehmen. Doch halt!
Sollte der Wissensgarten eines Unternehmens so offen zugänglich sein?
Und was, wenn die schönsten Früchte noch vor der Ernte gestohlen
werden? Eine enge Partnerschaft mit externen Wissensträgern will
auch wohl überlegt und von beiden Seiten gut durchdacht sein, mit
definierten Regeln und eindeutig eingegrenzten Gebieten, innerhalb derer
eine offene Zusammenarbeit stattfinden kann.
Ein Unternehmensportal
öffnet nicht Tür und Tor, sondern es erkennt die Leute, die
eintreten wollen und weiß, in welchen Teil des Gartens sie eingelassen
werden dürfen. Dies gilt nicht nur für die Besucher von außen,
sondern auch für die eigenen Mitarbeiter. Denn je größer
der Unternehmensgarten ist, desto sinnvoller ist es, überschaubare
Bereiche abzustecken, in denen sich der Mitarbeiter schnell und einfach
zurechtfindet, d.h. in denen er alle für die eigene Arbeit notwendigen
Informationen und Werkzeuge findet, die aber nicht so groß sind,
dass er sich in ihnen verirrt.
Viel Spaß beim
Spaziergang in unserem Wissensgarten wünscht Ihnen
Ihr Wolfgang
Sturz
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