KMU: Zahlreiche Einsparpotenziale bleiben ungenutzt
Viele Einsparungspotenziale in kleinen und mittleren Unternehmen bleiben ungenutzt. Das zeigt das Gesamtergebnis einer Online-Erhebung zum Thema Kostensenkung. In den vergangenen Monaten haben dazu rund 1.200 Entscheider ihre Unternehmen auf Kostentreiber untersucht. Die größte Kostenfalle liegt dabei in ineffizienten Prozessen. Diese verzögern die Reaktionsfähigkeit, verlängern Entwicklungszyklen, verlangsamen die Time-to-Market und erfordern einen hohen Administrations- und Verwaltungsaufwand.
Konzepte wie Outsourcing, Managed Services oder Software-as-a-Service (SaaS)-Lösungen werden von der Zielgruppe kaum oder sehr wenig in Betracht gezogen. Dadurch verschenken mittelständische Unternehmen Möglichkeiten zur Optimierung und Kostensenkung, so ein weiteres Ergebnis der Befragung. „Die Unternehmen wissen, wo ihre Kostentreiber versteckt sind“, sagt Alexander Woelke, Geschäftsführer der Woelke von der Brüggen GmbH. „Und sie erkennen, dass durch eine Verbesserung der IT-gestützten Prozesse enorme Einsparungen realisiert werden können. Jedoch scheuen sie die notwendigen Investitionen und verkennen die Chancen von Finanzierung oder Outsourcing. Dabei kann Letzteres die Investitionssummen wesentlich reduzieren und kalkulierbar machen. Es besteht jedoch noch eine grundsätzliche Skepsis gegenüber dem Auslagern von IT.“
Besonders die manuelle Verwaltung und Wartung der IT-Infrastrukturen verursacht in den Unternehmen hohe Prozesskosten. Bei lediglich einem Fünftel läuft das Management der Infrastruktur weitestgehend automatisiert ab. Rund 70 Prozent haben dringenden Nachholbedarf, da sie entweder Prozessbrüche manuell überbrücken müssen (47 Prozent) oder weder eine Standardisierung noch eine Automatisierung von Geschäftsprozessen vorhanden ist (23 Prozent).
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