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Start : Online Magazin : News : 2009 : Mai : Der mühsame Weg durch den amerikanischen Datendschungel

Der mühsame Weg durch den amerikanischen Datendschungel

Für die Mitarbeiter der US-amerikanischen National Archives and Records Administration (NARA) steht mit dem Präsidentenwechsel in den USA viel Arbeit ins Haus: Sie müssen die Akten, E-Mails und andere Dokumente in digitaler Form oder auf Papier aus acht Jahren Bush-Regierung nicht nur sortieren und archivieren, sondern auch - so ist es gesetzlich vorgeschrieben – deren Zugänglichkeit garantieren. Computerworld.com schätzt allein den digital aufgelaufenen Dokumentenberg auf 140 Terabyte.

Jürgen Obermann, CEO des Archivierungsspezialisten GFT inboxx kommentiert den Kampf gegen die staatlichen Dokumentenberge in den Vereinigten Staaten: „Beneidenswert sind die Verantwortlichen, die die Umsetzung dieser Mammutaufgabe zu verantworten haben, wahrlich nicht. Bedauernswert aber auch nicht. Vor allem dann nicht, wenn man weiß, dass gerade viele Versäumnisse in den letzten Jahren diesen Job nicht einfacher machen. Schließlich arbeitet die NARA seit 1998 an einer entsprechenden Lösung - und brauchte zehn Jahre, bis das System Mitte 2008 erstmals auch produktiv genutzt wurde. Bis zur vollen Leistungsfähigkeit müssen sich die Mitarbeiter an Schreibtischen, Scannern und Monitoren freilich noch etwas gedulden. Denn erst 2011 soll die letzte von insgesamt fünf Ausbaustufen bewältigt sein. Wenn man weiß, welche neuen Dokumente bis dahin hinzukommen, wird das Ganze zu einer Sisyphosarbeit.

Beobachtet man die Vorgehensweise der NARA, bin ich geneigt, den Entscheidern dort eine gehörige Portion Pragmatismus abzusprechen. Denn die Zeitspanne und auch die Kosten - man spricht von mehr als 450 Millionen US-Dollar - die dieses eigenentwickelte Projekt verschlingt, hätten im Sinne einer praktikablen Lösung deutlich kleiner ausfallen können. Schließlich dürfte es im Hightech-Land USA durchaus bekannt sein, dass es Spezialisten für die Archivierung gibt, die Systeme anbieten, die über Jahre erprobt sind, sicher arbeiten und reibungslos funktionieren. Mit einer solchen Lösung, die es erlaubt Dokumente zu scannen, indizieren und elektronisch zu archivieren, hätte dieser Mammut-Task weitaus früher auf ein wesentlich übersichtlicheres Niveau gebracht werden können. Ein Unternehmen in der freien Wirtschaft hätte derartige Versäumnisse zweifelsfrei teuer bezahlt und schlichtweg seine Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt.“

Mehr unter: www.gftinboxx.com/de


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Letzte Änderung: 13.05.2009 | Impressum | Kontakt

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