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KMU
Projekte für eine wissensorientierte Unternehmensführung
Von Ralf Volkmer
Inhaltsübersicht:
Die wirtschaftliche Entwicklung fordert von den Unternehmen in immer kürzerer Zeit neue Produkte und individualisierte Lösungen. Damit diese schneller und besser werden, müssen sie alle Ressourcen optimal einsetzen. Doch zum wesentlichen Erfolgsfaktor hat sich die Ressource Wissen entwickelt. Der folgende Artikel präsentiert Modellprojekte aus Hessen, die die Einführung von Wissensmanagement in kleinen und mittleren Unternehmen unterstützen.
Mit gezielten Projekten greift das hessische Wirtschaftsministerium kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) unter die Arme: Es fördert den praktischen Einsatz von Wissensmanagement und hilft den Betrieben ihre Wettbewerbsposition zu sichern. Die Zuschüsse reichen von der Grundlagenstudie über Konzepte für Weiterbildungsseminare bis hin zum Training für Trainer und zur Förderung der Teilnahme an Seminaren. Sie werden aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds kofinanziert. Die Bildungsmesse didacta stellt Ende Februar einige Modellprojekte vor. Lesen Sie hier, wie Firmen die Einführung von Wissensmanagement praktisch erprobten.
13 hessische Betriebe - darunter sieben Fertigungsunternehmen
und sechs Unternehmen der IT- und Medienbranche - haben mehr
als ein Jahr lang zusammengearbeitet. Am Anfang stand ein
"Intelligenztest". Geklärt werden sollte, in wie weit die
Unternehmen aktuelles Wissen über Kunden, Wettbewerber, Technologie
und nicht zuletzt über das Know-how der eigenen Abteilungen
haben. Daraus ergaben sich die wichtigsten Einsatzbereiche
für Wissensmanagement:
. Wissen transparent machen (fachübergreifend und über Mitarbeitergenerationen)
. Wissen dokumentieren (intranetgestützter Wissensmarkt)
. Wissen teilen (Information der Mitarbeit, Anreize zur Zusammenarbeit)
. Wissen gezielt beschaffen (lernen von außen)
. Systematisch aus Projekterfahrungen lernen (wissensorientiertes
Projektmanagement)
Jedes Unternehmen entwickelte zunächst passgenaue Lösungen
für sich. Begleitet von einem regelmäßigen
Erfahrungsaustausch mit den anderen Teilnehmern des Modellprojektes,
wurden diese umgesetzt. Außerdem unterstützte der
wissenschaftliche Projektleiter, Professor Klaus North von
der Fachhochschule Wiesbaden, die Unternehmen vor Ort bei
der Planung und Umsetzung. Und die Ergebnisse des Projektes
zeigen: Die Grundlagen für eine wissensorientierte Unternehmensführung
kann man mit geringem Aufwand, dafür mit hohem Nutzen
schaffen.
In einem laufenden Modellprojekt erproben zehn Unternehmen
unterschiedlicher Branchen wie stilles, nicht explizites Wissen,
identifiziert, visualisiert und nutzbar gemacht werden kann.
Im Vordergrund des Interesses stehen der Kommunikationsprozess
über vorhandenes Wissen und der Erfahrungsaustausch.
Als Grundlage für ein funktionierendes Wissensmanagement
sollen Akzeptanz und Kooperationsbereitschaft der Mitarbeiter
gesichert werden. Dazu bereiten im Unternehmen selbst kleine
Redaktionsteams für E-Learning und E-Kommunikation Wissensmodule
auf. Wissensmanagement
wird hier zugleich als Wissensvermittlung aufgefasst. Träger
dieses Projektes sind die Universität Kassel und die
OctaMedia GmbH.
Im Forum Weiterbildung am Mittwoch, 22. Februar 2006, berichten
die Teilnehmer des Modellprojektes „Wenn wir wüssten
was wir wissen! Wissensmanagement in KMU“ persönlich
über ihre Erfahrungen bei der Einführung von Wissensmanagement.
Hier werden auch die Möglichkeiten der Plattform für
Wissenskommunikation aus dem Projekt „E-Kommunikation
und E-Learning im Wissensmanagement“ vorgestellt. Weiterhin
auf dem Programm steht der Vortrag von Professor Peter Kruse
über das „Erfolgreiche Management von Instabilität“.
Abgeleitet aus den Erkenntnissen der modernen Hirnforschung
und der Selbstorganisationstheorie vermittelt der Geschäftsführer
der nextpractice GmbH praxisnahe Anregungen zur erfolgreichen
Gestaltung von Veränderungsprozessen in Unternehmen.
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