EU erprobt Beurteilungssystem für Führungskräfte
In einem Pilotprojekt erprobt die Europäische
Union ein System zur Leistungsbeurteilung ihrer höheren Führungskräfte.
Im Rahmen einer alle zwei Jahre stattfindenden Beurteilung sollen
Unionsbeamte ein regelmäßiges Feedback erhalten und so
in ihrer beruflichen Weiterentwicklung gefördert werden. Wie
die Europäische
Kommission mitteilte, läuft die Pilotphase noch bis September
2002. Danach wird die endgültige Beurteilungsmethode von der
Kommission genehmigt. Bis April 2003 soll die erste Beurteilungsrunde
für alle A1- und A2-Beamten abgeschlossen sein.
Das Beurteilungssystem soll eine Orientierung für Entscheidungen
der Kommission bei Erneuerungen, Beförderungen und Mobilität
höherer Führungskräfte bieten. "In jeder großen
Organisation, egal ob öffentlich oder privat, ist eine regelmäßige
Leistungsbeurteilung ein wichtiges Instrument, um die Leistung der
Mitarbeiter zu steigern", begrüßte der für
die Verwaltungsreform zuständige Vizepräsident der Kommission,
Neil Kinnock, das neue System. Im Rahmen der Beurteilung wird einerseits
die Leistung, andererseits die Befähigung und dienstliche Führung
bewertet. Dabei wird berücksichtigt, inwieweit die mit dem
Beamten zu Beginn des Beurteilungszeitraumes vereinbarten Zielvorgaben
erreicht wurden. Den endgültigen Bericht erstellt der Dienstvorgesetzte
auf Basis der Selbstbeurteilung des jeweiligen Beamten sowie der
Beiträge von Kollegen und gleichgestellten Beamten.
Die Methode wurde laut Angaben der Kommission so gestaltet, dass
sie einfach und effizient umsetzbar ist. Der Zeitaufwand wird für
alle Befragten auf drei Personentage je Bericht veranschlagt. Das
bisherige Beurteilungssystem enthielt keine Vorschriften für
die Beurteilung von A1- und A2- Beamten.
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