Ganzheitliche Entwicklung von Wissensmanagement mit KMMM®
Von Karten
Ehms und Manfred
Langen
Inhaltsübersicht:
Wenn Wissensmanagement
keine kurzfristige Modewelle bleiben, sondern eine professionelle
Management-Disziplin im Unternehmen werden soll, ist ein zuverlässiges
Instrument zur Standortbestimmung und langfristigen Unternehmensentwicklung
unerlässlich. Das Fachzentrum für Wissensmanagement der
Siemens AG hat mit dem Knowledge Management Maturity Modell (KMMM®)
ein solches Verfahren entwickelt und bereits erfolgreich eingesetzt.
Anforderungen an ein effektives Wissensmanagement-Instrument
Der
effektive Umgang mit Wissen wird zunehmend als entscheidender Wettbewerbsfaktor
erkannt. In vielen Unternehmen sind bereits Wissensmanagement-Aktivitäten
mehr oder weniger koordiniert gestartet worden. Häufig
sind diese ersten Schritte im Wissensmanagement aus dem Wunsch entstanden,
"auch etwas zu haben", das dem viel diskutierten Themengebiet
zugeordnet werden kann. Dies war im Sinne einer Sensibilisierung
und Motivierung zunächst hilfreich.
Soll Wissen
jedoch dauerhaft und erfolgreich gemanaged werden, ist es sinnvoll,
die Angemessenheit der gestarteten Aktivitäten zu überprüfen
und gegebenenfalls Kurskorrekturen vorzunehmen. Um Wissensmanagement
effektiv und effizient weiterzuentwickeln, muss es vom Hype zu einer
querschnittlichen, im Unternehmen fest verankerten Funktion reifen.
Der erste Schritt
einer professionellen, ganzheitlichen Wissensmanagement-Entwicklung
ist eine systematische Standordbestimmung der aktuell gelebten Wissensmanagement-Aktivitäten
und -Rahmenbedingungen. Diese Standortbestimmung fällt vielen
Organisationen oder Organisationseinheiten schwer. Unserer Erfahrung
nach sind hierfür zwei Ursachen ausschlaggebend:
- Zum einen
fehlen anschlussfähige, verständliche Konzepte und Verfahren,
die prägnante Ergebnisse und Hinweise auf sinnvolle Interventionen
liefern. Die Vorstellung "schon zu wissen, wo es klemmt"
trügt leicht bei einem so vielschichtigen und komplexen Thema
wie Wissensmanagement, und die erwarteten Projektergebnisse stellen
sich erst sehr spät oder möglicherweise gar nicht
ein. Nur eine sehr breite Perspektive kann garantieren,
dass nichts übersehen oder unterschätzt wird.
- Zum anderen
hat die Diskussion um Wissensmetriken voreilig Erwartungen an
Messverfahren geweckt, denen so einfach nicht zu entsprechen ist.
Dieser Ruf nach Metriken entspringt häufig dem Wunsch, einen
noch nicht im Detail verstandenen, komplexen Sachverhalt auf leicht
handhabbare Zahlen zu reduzieren. Metriken, die ausschließlich
auf über Scorecards ermittelte Maßzahlen aufgebaut
sind, erfassen meist nur Teilaspekte von Wissensmanagement und
werden durch trickreiche Gemüter leicht korrumpiert. Die
Steuerungswirkung von separaten Maßzahlen auf ein Unternehmen
ist daher oft kontraproduktiv. Auch hier ist es nicht möglich,
den zweiten Schritt vor dem ersten zu tun, d.h. zuerst die Zusammenhänge
qualitativ zu erfassen, bevor quantitative Erhebungen gemacht
werden.
Diese Tatsachen
haben manchen Geschäftsverantwortlichen demotiviert, Zeit und
Geld in Diagnoseschritte zu investieren und stellen eine Barriere
dar, geeignete Maßnahmen zur systematischen Verbesserung des
Wissensmanagements einzuleiten.
Vor diesem
Hintergrund sehen wir die Notwendigkeit eines Instruments, welches
- eine ganzheitliche
Bewertung der Wissensmanagement-Aktivitäten einer Organisation
ermöglicht, die alle relevanten Gestaltungsfelder des Wissensmanagements
erfasst
- aus der
Bewertung geeignete Entwicklungsmaßnahmen ableitet, die
am aktuellen Stand des Wissensmanagements orientiert sind, und
so vor einem Wissensmanagement-Projekt zeigt, wo sinnvollerweise
angesetzt werden sollte
- eine kontinuierliche
Weiterentwicklung des Unternehmens durch Wissensmanagement-Projekte
unterstützt
Weitere Anforderungen
an ein solches Instrument sind:
- Das Modell
soll auf eine Organisation als Ganzes, auf klassische und virtuelle
Organisationseinheiten oder auf Wissensmanagement-Systeme angewendet
werden können.
- Durch eine
systematische und strukturierte Vorgehensweise soll Transparenz
und Handlungssicherheit bezüglich des Verfahrens erreicht
werden.
- Die zugrunde
liegende Struktur soll verständlich sein und falls
möglich Querbezüge zu bewährten Management-Konzepten
ermöglichen.
- Das Modell
soll Ergebnisse auf quantitaver und auf qualitativer Ebene liefern
und dabei verschiedene Perspektiven der Akteure auf die Wissensmanagement-Aufgaben
einer Organisation berücksichtigen.
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Das Konzept von KMMM®
Unter Berücksichtigung
dieser Anforderungen haben wir mit dem Knowledge Management Maturity
Modell (KMMM® ) ein Verfahren entwickelt, das sowohl
qualitative als auch quantitative Aussagen über das aktuelle
Wissensmanagement einer Organisation ermöglicht. In einer ganzheitlichen
Betrachtungsweise wird die Reife der Wissensmanagement-Aktivitäten
beurteilt und in ein Entwicklungsmodell eingeordnet.
KMMM®
besteht aus einem Analyse- und einem Entwicklungsmodell:
- Das Analysemodell
unterstützt den KMMM® -Berater dabei, alle
wichtigen Teilaspekte des Wissensmanagements zu berücksichtigen
und zeigt auf, welche Gestaltungsfelder und Themen zukünftig
entwickelt werden müssen.
- Das Entwicklungsmodell
liefert Hinweise, wie die jeweiligen Gestaltungsfelder und Themen
sinnvoll auf die nächste Stufe entwickelt werden können.
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Die
Struktur des KMMM® : Analyse- und Entwicklungsmodell
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Entwicklung in Reifestufen
Im Entwicklungsmodell
werden fünf Reifestufen des Wissensmanagements definiert. Diese
Reifestufen sind angelehnt an die Stufen des CMM (Capability Maturity
Model) des Software Engineering Institute der Carnegie Mellon University;
die inhaltliche Anpassung an die Domäne Wissensmanagement stellt
jedoch eine komplette Neuentwicklung dar. Die Reifestufen sind als
relativ robuste Zustände einer Organisation zu verstehen, die
auf dauerhaft gelebten Aktivitäten und Prozessen beruhen. Vor
diesem Hintergrund wird deutlich, dass eine Organisation nicht von
heute auf morgen die Reifestufe wechseln oder gar eine Stufe überspringen
kann.
Im Folgenden
seien die einzelnen Reifestufen des Wissensmanagements überblicksartig
charakterisiert:
- In jeder
Organisation finden Wissensprozesse statt (Generierung, Austausch,
Nutzung, Verlust...). Typisch für Organisationen der Stufe
1 ("initial") ist, dass diese Prozesse nicht bewusst
gesteuert werden; gelungenes Wissensmanagement ist hier ein Glücksfall
und nicht das Ergebnis von Zielsetzung und Planung. Maßnahmen
und Phänomene, die mit Wissen zu tun haben, werden nicht
in Zusammenhang mit der Bestandssicherung und dem Erfolg der Organisation
gebracht. Es existiert keine Sprache zur Beschreibung organisationsinterner
Phänomene oder Probleme aus Sicht einer Wissensperspektive.
- In Organisationen
der Stufe 2 ("repeatable") ist die Bedeutung von Wissensmanagement-Aktivitäten
für das Geschäft erkannt worden. Organisationale Prozesse
können als Wissensmanagement-Aufgaben beschrieben werden
und aufgrund von Ideen einzelner Wissensmanagement-Pioniere existieren
typischerweise Pilotprojekte. Die Zweckmäßigkeit bzw.
Erfolg oder Misserfolg dieser Projekte sind Diskussionsgegenstand
in der Organisation. Im günstigen Fall können diese
Einzelaktivitäten als Kondensationskeime für weitere
Aktivitäten dienen.
- Auf Stufe
3 ("defined") existieren stabile und gelebte Einzelaktivitäten,
die das Wissensmanagement einzelner Organisationsteile effektiv
unterstützen. Diese Aktivitäten sind in die täglichen
Arbeitsprozesse integriert und die entsprechenden technischen
Systeme werden gepflegt. Es sind einzelne Wissensmanagement-Rollen
definiert und besetzt worden.
- Eine gemeinsame
Strategie und einheitliche Vorgehensweisen zum Wissensmanagement
zeichnen Organisationen der Stufe 4 ("managed") aus.
Die auf Stufe 3 gefundenen Lösungen sind in organisationsweite
Standards bzw. Anpassungen eingeflossen. Für diese robusten
Wissensmanagement-Aktivitäten werden mit Hilfe sinnvoller
Metriken kontinuierlich Kenngrößen bezüglich ihrer
Effizienz erhoben. Die Aktivitäten sind durch organisationsweite
Rollen und kompatible sozio-technische Wissensmanagement-Systeme
langfristig abgesichert.
- Die Organisation
der Stufe 5 ("optimizing") hat die Fähigkeit entwickelt,
sich auch bei größeren externen oder internen Veränderungen
flexibel auf neue Anforderungen im Wissensmanagement einzustellen,
ohne dabei eine Reifestufe zu verlieren. Die bereits in Stufe
4 eingeführten Messinstrumente werden in Kombination mit
anderen Instrumenten zur strategischen Kontrolle eingesetzt. Es
gibt keine Herausforderung mehr, die nicht mit den etablierten
Maßnahmen angegangen werden kann. Die Devise lautet: "Halten
Sie die erreichte Reifestufe (Finger weg vom Wissensmanagement-Budget!)
und genießen Sie Ihre Umsatzrendite."
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Analyse nach Gestaltungsfeldern
Diese Reifestufen
sind unabhängig von bestimmten Wissensmanagement-Aktivitäten
und -Rahmenbedingungen definiert worden. Um sie zu konkretisieren,
müssen Inhalte hinzukommen, die wir mittels insgesamt 64 Themen
im Analysemodell beschreiben. Diese Themen sind in acht Gestaltungsfelder
eingeordnet, deren Bezeichnungen sich an den Enablern des EFQM-Modells
orientieren und die um Wissensmanagement-spezifische Aspekte erweitert
bzw. differenziert wurden.
Durch vier
Leitunterscheidungen wird eine erste Zuordnung organisationaler
Phänomene und eine grobe Anordnung der acht Gestaltungsfelder
festgelegt. Die Darstellung der Gestaltungsfelder als Achteck verfolgt
das Ziel, inhaltliche Beziehungen zwischen den Gestaltungsfeldern
durch die räumliche Anordnung auszudrücken: Benachbarte
Gestaltungsfelder liegen inhaltlich nah beieinander, während
gegenüberliegende Sektoren Gegenpole einer Leitunterscheidung
darstellen.
Am Beispiel
des Gestaltungsfeldes "Prozesse, Rollen, Organisation" soll
veranschaulicht werden, wie die acht Gestaltungsfelder durch konkrete
Themen repräsentiert werden. Die Themen mit beispielhaften
Aussagen zum Wissensmanagement in diesem Gestaltungsfeld sind:
- Prozesse
und deren Dokumentation:
Wichtige Prozesse sind einschließlich ihrer Wissensaspekte
beschrieben.
- Geschäftsprozesse:
Diese sind sinnvoll um Wissensmanagement-Aktivitäten erweitert
worden.
- Wissens-Explizierung:
Es wird versucht, implizites Wissen in einem angemessenen Maße
zu explizieren.
- Nutzung
von Wissen bei Entscheidungen:
Entscheidungsrelevantes Wissen ist nicht einfach nur vorhanden,
sondern wird systematisch in Entscheidungsprozessen genutzt.
- Wissensmanagement-Rollen:
Es gibt neue Rollen, wie z.B. Content Steward, Knowledge Coach
oder CKO.
- Organisations-Struktur:
Die Aufbauorganisation fördert übergreifende Wissensmanagement-Aktivitäten
und Netzwerke.
- Projekte:
Wissen, das für Projekte benötigt wird, und Wissen aus
Projekten wird systematisch aufbereitet und genutzt.
- Innovationen:
Das Erfinden neuen Wissens wird direkt und indirekt gefördert.
Für jedes
dieser Themen sind spezifische Anforderungen formuliert, die vom
Berater auf ihren Erfüllungsgrad eingeschätzt werden.
Diese detaillierte Struktur soll keinesfalls zu einem mechanischen
Abprüfen der einzelnen Aspekte führen, weshalb die Kompetenzen
der Berater für das KMMM® -Verfahren sehr wichtig
sind. Es wäre naiv zu glauben, dass allein mit einer Checkliste
zum Thema Wissensmanagement eine Organisationsentwicklung in diese
Richtung erfolgreich betrieben werden kann. Entscheidend sind die
Anbindung an die bisher gelebte Praxis und die integrative Sicht
auf ein Gesamtkonzept.
| Perspektive |
Leitunterscheidung |
Gestaltungsfeld-Paar |
|
Zeithorizont
|
strategisch
versus
operativ
|
Wissensziele,
Strategie
versus
Führung, Unterstützung
|
|
Wissen
|
externes
versus
internes
|
Unternehmens-Umwelt,
Partnerschaften
versus
Wissens-Strukturen, Wissens-Formen
|
|
Akteur
|
Mensch
versus
Technik
|
Mitarbeiter,
Kompetenzen
versus
Technik, Infrastruktur
|
|
Regeln
|
informelle
versus
formelle
|
Zusammenarbeit,
Kultur
versus
Prozesse, Rollen, Organisation
|
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Leitunterscheidungen
und Gestaltungsfelder des Wissensmanagements
|
Seitenanfang
Vorgehensweise
Das gesamte
Verfahren eines KMMM® -Projekts ist in sechs Phasen
unterteilt:
- Orientierung
& Planung
- Motivierung
& Erhebung
- Konsolidierung
& Aufbereitung
- Feedback
& Konsensbildung
- Lösungsideen
& Maßnahmenvorschläge
- Berichtlegung
& Präsentation
In der ersten
Phase wird die Erwartung der zu untersuchenden Organisation oder
Organisationseinheit hinsichtlich des KMMM® geklärt.
Das Verfahren wird für den jeweiligen Einzelfall exakt definiert
und geplant.
Beteiligte
und Betroffene müssen motiviert sein, am KMMM®
-Projekt bzw. an eventuell folgenden Interventionen mitzuarbeiten.
Hierzu werden Informations-Maßnahmen durchgeführt, die
Wichtigkeit des Projektes wird durch Entscheidungsträger der
Organisation kommuniziert. Die Informationsgewinnung findet im Wesentlichen
durch Workshops und Interviews statt, die sich an der Struktur des
KMMM® orientieren. Es werden verschiedene Organisationsmitglieder
als Gesprächspartner ausgewählt, so dass ein möglichst
repräsentatives Bild der untersuchten Organisation entstehen
kann.
Bereits zwischen
den einzelnen Interviews bewerten die Berater die gewonnenen Informationen,
um die folgenden Interviews steuern zu können. Dies gilt insbesondere
für die vertiefenden Interviews mit Einzelpersonen. Für
die Qualität der Ergebnisse ist es sinnvoll, mit Berater-Paaren
zu arbeiten; erst in der Diskussion zwischen zwei erfahrenen Beratern
können die Beobachtungen kritisch hinterfragt werden, bevor
die Themen bewertet werden. Die Anforderungen an die KMMM®
-Berater sind aufgrund des breiten und ganzheitlichen Verständnisses
von Wissensmanagement in diesem Verfahren hoch. Wichtig sind:
- umfassende
Wissensmanagement-Kompetenz
- Erfahrung
in der Steuerung von Projekten
- Consulting-Know-how
insbesondere in der Organisationsberatung
- Kompetenzen
im Bereich Gesprächsführung
Diese Qualifikationen
ermöglichen, dass die Datenerhebung den Charakter kompetenter
Fachgespräche bzw. Workshops annimmt und nicht zu einer Fragen-Orgie
degeneriert. Der Berater muss vor seinem Erfahrungshintergrund oft
intuitiv erfassen, bei welchen Themen eine Fokussierung wichtig
ist und wie er diese gestaltet, bei welchen Themen keine oder wenig
Anstrengungen beim Kunden vorhanden sind und wo unterschiedliche
Begrifflichkeiten eine Wissensmanagement-Perspektive noch nicht
zum Ausdruck bringen.
Nach Abschluss
der Erhebungsphase werden die gesamten Informationen konsolidiert.
Die Reifestufe wird für die einzelnen Themen und schließlich
für die Gestaltungsfelder eingeschätzt. Die Einschätzungen
werden kommentiert und die Ergebnisse für die Feedback-Präsentationen
aufbereitet.
In Feedback-Sitzungen
werden die vorläufigen Ergebnisse besprochen und möglichst
Konsens zwischen den Deutungen der Berater und der Organisationsmitglieder
hergestellt. Die detaillierte Ursachenbestimmung und Maßnahmenplanung
ist im Allgemeinen nicht mehr Teil des KMMM® -Projekts.
Jedoch entstehen bereits während des Verfahrens erste Ideen
und Vorschläge als Ansatzpunkte für Reifestufen-spezifische
Interventionen, da es sich beim KMMM® um ein maßnahmenorientiertes
Verfahren handelt.
Nach dem Austausch
über die Ergebnisse wird der endgültige Bericht erstellt.
Er dient als Hintergrundinformation zur Abschlusspräsentation
und als wichtiger Input für eventuell anschließende Wissensmanagement-Projekte.
Erst jetzt macht es erfahrungsgemäß Sinn, sich für
konkrete Maßnahmen zu entscheiden, Verantwortliche festzulegen
und die Umsetzung detailliert als Projekte zu planen.
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Ergebnisse und Erfahrungen
Als implizite
Ergebnisse der Anwendung des KMMM® erreicht man im
Allgemeinen:
- Austausch
und verbessertes wechselseitiges Verständnis über unterschiedliche
Sichtweisen auf Wissensmanagement-Probleme und Lösungen
- Verständnis
für eine schrittweise und ganzheitliche Entwicklung von Wissensmanagement
- Motivierung
der Beteiligten zur Verbesserung des Wissensmanagements
Bei den expliziten
Ergebnissen des Verfahrens lassen sich quantitative und qualitative
Ergebnisse unterscheiden:
- Die Reife-Bewertungen
der einzelnen Themen werden für jedes Gestaltungsfeld zu
einer quantitativen Bewertung verdichtet. Die Reifestufen der
acht Gestaltungsfelder können in einem Polardiagramm dargestellt
werden. Es ergibt sich so das Reifeprofil der Organisation. Dieses
Profil liefert bereits erste Hinweise, welche Gestaltungsfelder
primär entwickelt werden sollten und welche Stufe anzustreben
ist.
- Für
gezielte Entwicklungsmaßnahmen des Wissensmanagements sind
die qualitativen also die nicht unmittelbar in Zahlen abbildbaren
Ergebnisse der KMMM® -Methodik von entscheidender
Bedeutung. Sie enthalten die wertvollen Hinweise, die eine Organisation
zur Verbesserung ihres Wissensmanagements nutzen kann. Die zunächst
kontextfreien Aussagen des KMMM® zum Wissensmanagement
sind nach Abschluss des Verfahrens durch kundenspezifische Beispiele
aus der tatsächlichen Praxis vor Ort hinterlegt.
Erste Erfahrungen
mit dem Verfahren wurden in der Zentralabteilung Technik der Siemens
AG gewonnen. Sowohl das Modell als auch die Vorgehensweise haben
sich bewährt, und zahlreiche weitere Organisationseinheiten
haben ihr Interesse an diesem Verfahren bekundet. Eine Plattform
für Informationen über die Weiterentwicklung, Erfahrungen
und Hintergründe mit KMMM® bietet www.kmmm.org.
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Beispiel
für quantitative Ergebnisse: das Reifeprofil einer Organisation
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