Blog
Filter zurücksetzen
Social Software
Aktuell dominieren klassische Instrumente wie E-Mail, Intranet und Mitarbeiterzeitung die interne Kommunikation. Die neuen Medien wie Blogs, Twitter, Wikis und Podcasts rangieren am unteren Ende der Skala. Das ist das Ergebnis des IK-Check 2011. Die Studie erforscht, wie professionell und strategisch die Interne Kommunikation heute gemanagt wird. Demnach spielt Social Media in der Internen Kommunikation (IK) deutschsprachiger Unternehmen noch eine untergeordnete Rolle.
Studie Web 2.0
Web 2.0 ist aus dem Berufsleben nicht mehr wegzudenken, zumindest aus dem von Wissensarbeitern. Denn laut einer Studie des MMB-Instituts fehlt vielen Berufsgruppen noch die erforderliche Medienkompetenz, um Social Networks & Co. effizient zu nutzen.
Interview: Enterprise 2.0 - Chancen und Risiken
Magazin wissensmanagement:
Für den unwissenden Leser - Was ist Enterprise 2.0?
Stefan Ehrlich:
Als der Begriff neu war, war es lediglich der Einsatz von Web2.0-Tools im Unternehmen. Mittlerweile betrachtet man das umfassender und berücksichtigt auch eine offene Unternehmenskultur die die Partizipation der Mitarbeiter ermöglicht.
Magazin wissensmanagement:
Beschreiben Sie bitte den Hauptnutzen von Enterprise 2.0 für Unternehmen?
Stefan Ehrlich:
In Unternehmen die einen Schwerpunkt in der Wissensarbeit haben kann der Einsatz von Web 2.0 Tools zu einer Effektivitätssteigerung in der Arbeit führen. Die kulturellen Aspekte ermöglichen die Einbindung der Basis in unternehmensrelevante Entscheidungen, was dazu führt, dass die Entscheidungen marktgerechter sind.
Magazin wissensmanagement:
Wo wird uns das Thema Enterprise 2.0 in drei bis fünf Jahren hingeführt haben?
Stefan Ehrlich:
Es wird mehr agilere, marktorientiertere Unternehmen geben, welche immer öfter einen Wettbewerbsvorteil gegenüber zentralistisch geführten Unternehmen aufweisen werden.
Magazin wissensmanagement:
Was sind die typischen Fehler, wenn es um Enterprise 2.0 geht?
Stefan Ehrlich:
Im Enterprise 2.0 kann prinzipiell jeder partizipieren und mitgestalten. Wir dürfen dabei nicht außer Acht lassen, dass genauso wie im Internet nicht alle Beiträge gleich wertvoll sind. Ein typischer Fehler scheint zu sein, dass immer mehr Entscheidungen und auch deren Umsetzung der „kollektiven Intelligenz“ überlassen werden. Das ist in vielen Fällen richtig, aber eben nicht in allen. Die Unternehmensführung muss ganz genau entscheiden, wo kollektive Intelligenz für dezentrale Entscheidungen gut ist und wo sie nur als Input für Entscheidungen dienen soll.
Magazin wissensmanagement:
Welche Trends zeichnen sich derzeit ab, was setzt sich bei Enterprise 2.0 durch?
Stefan Ehrlich:
Immer mehr komplette 2.0-Suiten werden klassische Content Management Systeme im Intranet verdrängen. Sie werden Connectoren in die restliche Unternehmens-IT bieten und auch 2.0-Kanäle im Internet integrieren. Die Partizipation der Mitarbeiter und die meist mit Enterprise 2.0 einhergehende Dezentralisierung von Entscheidungen und deren Umsetzung funktioniert auf Dauer nur, wenn das Management im Unternehmen den Fokus auf Führungsaufgaben legt. Enterprise 2.0 fordert wieder echtes Leadership, und wird auch nur in den Unternehmen wirklich funktionieren, wo das Management das beherzigt.
Stefan Ehrlich ist bei T-Systems Multimedia Solutions u.a. für Wissensmanagement verantwortlich.
Liebe Leserinnen, liebe Leser: Welche Erfahrungen haben Sie mit Enterprise 2.0?
Ich freue mich auf eine rege Diskussion!
Ihr Oliver Lehnert


Home 